Birecik, am Euphrat

Gegen 13Uhr geht es heute los. Hier gibt es mehrere Kanäle zur Bewässerung.

Mein erster Stop ist die Fiat Werkstatt, die ich gestern ausfindig gemacht hatte. Leider sind die Leute so was von unfreundlich. Einen Ölfilter gibt es nicht, heißt es bevor ich auch nur den Fahrzeugschein gegeben habe. Nach dem ich ihm, die 5 passende Modele gezeigt habe zum Preis von 8-16€,, meint er nur, bestellen dauert zu lange…

Okay, was solls. Beim rausgehen nimmt mich ein Angestellter zur Sete, ihm ist das Verhalten seines Chefs wohl sehr peinlich und meint, ich soll 5km fahren, da gibt es auf der Rechten Seite freie Händler, die einen Ölfilter sicherlich haben. Ich danke ihn ganz herzlich, wenigstens einer der noch bei Verstand ist 😉

Irgendwie habe ich heute kein rechtes Ziel. Nach 2h Autofahrt schau ich mir nach einem Platz um uns sehe einen am Ufer des Euphrat.

Ich mache noch einen Abstecher in die Stadt.

Auf dem Rückweg verköstige ich mich noch.

Und Probiere eine Bank Empfehlung aus. Hier kann man Gebührenfrei Geld mit der EC Karte beziehen.

Die Nacht war mit siebeneinhalb Grad, unterstützt von Rosalis Heizungen angenehm. Am Morgen gibt es zwei Kaffee, bevor ich das alte Brot an die Hühner hinter Rosali verfüttere.

Noch ein Bild beim zweiten Kaffee am Euphrat dann geht’s um 11Uhr weiter.

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Kiziltepe, Einfahrt

Ich fahre etwas verschlafen mit Rosali spazieren. Für einen Kaffee hat es leider nicht mehr gereicht, dafür erfreue ich mich an der warmen Heizungsluft.

Auf der Gegenspur haben wohl LKWs in 2 Spuren die Autobahn blockiert und da geschlafen.

Hier kostet der Diesel mehr als Benzin.

Ich fahre an der Grenze zu Syrien entlang und manchmal hat mein GPS kaum Signal? Störsender?

Es fängt auch noch an zu Regnen. Deshalb fahre ich an der erst besten Gelegenheit in eine Einfahrt hinein.

Eigentlich wollte ich den Regen abwarten, trotzdem will ich in die Stadt, da ich nicht weiß wie lange die Läden am Samstag offen haben.

Die HalkBank soll Geld ohne Gebühren ausspucken. Doch leider gibt es die Bank nicht mehr und die andere Bank möchte 6% 😦 Fluchen und gegen den Automaten tretten hilft auch nicht. Bei 3000tl sind es 180tl Gebühren.

Nächster Schritt SIMkarte. Ich gehe in den ersten Vodafone Shop und frage was 20gb für 1 Monat kostet. Die Jungs wollen gleich mein Handi auseinander nehmen und fragen mich nach der Nummer. Ich wieder hole mein Ansinnen, aber der Groschen fällt nicht. Als die Jungs beim 3ten mal es auch nicht schaffen mir einen Preis zu nennen, verlasse ich den Affenkäfig.

Zweiter Versuch TuekCell. Ich werde freudig begrüßt und gleich mit Tee beglückt. Da kommt auch schon Mitarbeiter Nummer 2. Ich bin ungültig im Lande? – Ich verstehe es nicht, aber die Jungs finden meinen Einreise Stempel nicht. Ich zeige es ihnen und bekommen den zweiten Tee. Da kommt auch schon Mitarbeiter Nummer 3 herein. Ich sei nicht registriert es gibt keine Sim. ???

Ich laufe zum nächsten Bäcker und kaufe mir für 15TL ein mit Käse gefülltes etwas, was heiss super mega gut schmeckt,  besonders wenn man am Vortag nichts gegessen hat.

Der Magen freut sich und ich suche mir den grössten Vodafone Laden heraus und trete ein, wie Jango in High Noon, jetzt oder nie! Sim oder keine Daten. Nach nicht mal 5min hab ich meine 20GB für 1 Monat für 290TL gekauft! Geht doch!

Auf dem Weg zu Rosali nehme ich noch etwas (1kg) Süsses für 47,5TL und zwei gedrehte Käse für 20TL mit. Ich muss mich erst noch an die hohen Preise hier gewöhnen.

Bei Rosali begrüßt mich schon der Besitzer des Parkplatz, ich habe etwas schlechtes Gewissen, aber er ist mehr als Nett.

Reifen gibt es bei seinem Nachbar.

Der Laden ist wirklich für den Arsch. Ich hab noch nie so einen inkompetenten Reifenservice gesehen. Falsch aufgebockt. Reifen nicht abbekommen. Falscher Luftdruck. Kein Auswuchten. Nach Verhandlung.

Meine Empfehlung: ganz weit meiden!

Dafür ist mein Parkplatz geber ein Herz von Seele.

Ich werde nicht nur zum Abendessen eingeladen, sondern die ganze Familie kommt und bestaunt mich oder wird per Video live hinzu geschaltet. Von Oberhausen bis irgendwo, sind alle am Telefon. Nach vielen Tee verabschiede ich mich in Rosali, dafür musste ich versprechen morgen um 9Uhr zum Frühstück zu kommen.

Die Nacht war kalt und meine dt. Gasflasche wohl aus, da die Heizung auf Störung ging. Ich war aber zu faul um noch die Gasflaschen umzuhängen.

So verbrachte ich die Nacht bei frostigen 3°C. Morgen muss sich was ändern an der lokalen Gasversorgung. Zum Glück habe ich eine dicke Lammdecke, die gut warm gibt.

Ich bin kaum wach, da klopft ein Mädle und gibt mir einen Kranz-WOW, bin sprachlos.

Kurz nach 9 kommt auch mein Host und wir gehen Frühstücken.

Ich werde verwöhnt wie schon lange nicht mehr 😉

Wir verabschieden uns und wollen in Kontakt bleiben.

Ganz, ganz tolle und nette Kurdenfamilie.

Jordanien/Irak Grenze Al Karama

Vor der Grenze mache ich nochmals den Tank voll. Eigentlich Blödsinn da der Diesel im Irak billiger ist.

Wir nähern uns der Grenze. Die Strasse ist mal grottenschlecht und 50km/h schon zu schnell und mal ist der Asphalt recht neu und ich komme sehr schnell voran.

An der Grenze gibt es erstmals die Diskussion ob ich überhaupt vorgelassen werde. Mein PCR Test hat kein Maschinen Ausdruck und auch keinen Scan Code. Visa hätte ich auch nicht und überhaupt…

Blabla, kenne ich alles schon. Ich erkläre dem guten Mann, dass der Test vom Krankenhaus ist, ich als deutscher ein Visum bei der Ankunft bekomme und übrigens läuft mein Jordanien Visum bald ab. Ich glaube das letztere wirkt am meisten 😉 Nach einer gefühlten Stunde warten kommt auch ein Plakaten Soldat an und schaut sich mein Pass an und telefoniert mit den Irakis, danach gibt es das okay.

Jordanische Seite:

Der braune Schein von der Einreise ist wichtig. Da gibt es einen gelben Laufzettel wo Rosali abgefertigt werden.

Bevor man weiter fährt sollte man sich an der gleichen Station wo der Wagen durchsucht wird auch noch den weißen Exit Schein für 35JD geben lassen.

Beim wenden übersehe ich einen Pfeiler hinten und hole mir eine Schramme.

Die Papiere gibt man dann bei der Ausfahrt wieder ab. Jordanien erledigt.

Iraki Seite:

Hier ist keine Eile geboten, da es sowieso länger dauert. Lächle und finde dich damit ab hier zu übernachten.

Im Precheck von den Irakern werd dich jeder, ja auch der Chef, nach Geld fragen, lehne es einfach höflich ab und halte Fenster und Türen verschlossen.

Weiter geht’s zum Visa. 200us$ wird zuerst aufgerufen für ein Visum. Als Deutscher hast du die Gnade nur 75us$ zahlen zu müssen. Falls du es nicht passt hast bekommst du den Rest in IQD zurück bis zu einem 46% schlechteren Kurs.

Gut, jetzt hast du ein Visum für den ganzen Irak jetzt kommt die Sache mit dem Auto.

Ich hatte die Ehre, dass ein Assistent mich bei der ganzen Lauferei begleitete. Er war ununterbrochen am Telefonieren, wir standen vor verschlossenen Büros aber irgendwie ging es immer ein Papier oder eine Unterschrift weiter.

Bezahlt habe ich:

105us$ = 100us$ und 5k IQD für das Manifest. Wobei die 5k wohl Handgeld war.

30us$ für 1 Monat Versicherung, wobei der Wechselkurs für das Rausgeld kriminell tief war. Hier hat er mich um gut 6us$ beschissen.

10us$ was dann doch 15k IQD sind musste ich auch noch bezahlen für etwas.

Das war es eigentlich auch schon. 220us$

Wenn ich denke das ein Schweizer für eine Tasse Kaffee mir 5CHF stehlen will und für 1l Tischwasser 10CHF stehlen will und nicht mal rot im Gesicht wird, dann sind mir die Iraker lieber!

Was die ganzen Papiere im einzelnen bedeuten habe ich keine Ahnung. Ein paar Unterschriften haben wir auch beim Mittagessen abgeholt, wo ich auch voll zu gelangt habe 😉

Zu meinem allergrößten Erstaunen hat mir der Mann mit Brille auch noch 25k IQD geschenkt.

Jetzt kommt eigentlich nur noch ein paar Hammer:

Man soll doch nach Jordanien fahren und da bei einer Bank 500 oder 1000us$ Kaution einzahlen und dann wieder kommen.

Die Strasse ist von 16Uhr bis 8Uhr am Morgen geschlossen, ob man in Jordanien einen Kontakt hat wo man übernachten kann.

Lächelnd erklären, dass man gerne hier vorm Office übernachtet und morgen weiter fährt. Auch ist das mit Kaution nicht gut, da man in der Türkei oder Iran ausreist.

Jetzt gibt es noch ein warte Spiel, weil da jemand von ganz oben sein okay geben muss.

Ich hab nach der ganzen Warterei Hunger und bin tot müde. Solche Grenztage benötigten alle Sinne und 100% Einsatz, dafür wird man aber auch mit Erfolg ausgezeichnet und man ist einer der ersten die den Grenzübergang geschafft haben.

Die Nacht war mit 13°C angenehm. Ich hab auch nicht viel mitbekommen und bin sofort in den Tiefschlaf gefallen ohne mal aufzuwachen.

Jetzt ist es 8Uhr und nach dem Kaffee mache ich mich auf dem Weg zur nächsten Stadt. Geldwechseln und SIMkarte besorgen.

Morgen hat Frau ihren 49ten, da wäre sie sauer ohne Kontakt. 😉

Ich fahre kurz nach 8Uhr raus Richtung exit. Ein Posten ist nicht besetzt und ich fahre gleich zum letzten Häuschen. Okay ich darf zurück und warten. Als ich um das Haus gehe sehe ich auch einen Soldaten beim Kaffee trinken. Ich gib ihm meine Papiere und er muss wohl vom Chef die Bestätigung abholen, also gehen wir zum Gebäude zurück. Es ist ungewohnt Leute aus dem Bett zu holen, aber es scheint keinem groß zu stören.

Also wieder zu letzten Posten, diesmal fehlt ein weißer Zettel. Den Zettel hätte ich eigentlich bei der ersten Kontrolle bekommen sollen. Also fahren wir wieder zurück und holen einen Zettel mit zwei Stempel ab. Der Zöllner vergisst auch nicht nach Geld zu fragen. Money, Money – es ist wie mit Affen im Zoo. Ich schüttle ihm dafür reichlich die Hand, er schaut mich dümmlich an.

Weiter geht’s jetzt wieder zum letzten Posten. Natürlich wird hier wieder reichlich nach Money,Money gebettelt. Es kotz mich nur noch an und ich erkläre ihm kurz auf schwäbisch was ich von ihm und seiner Bettlerei halte und wie tief er in meinen Augen gesunken ist. Gut, jetzt versteht er es nicht ganz, was deutlich besser für mich ist.

Irak wir kommen.

Makangan, Restaurant

Der Weg geht hoch auf 2930m.

Und auf der anderen Seite wieder herab.

Irgendwas kommt mir komisch vor und ich halte an. Die Türe von der Toilette hat sich selbstständig gemacht.

Es hat auch plötzlich hundert Mücken? Haben die Mücken die Tür aufgebrochen? 😉

Ich öffne das Küchen- und Badfenster und kümmere mich erst mal um die Tür.

Ich habe zum Glück noch von Piranshahr von meinen Kurdischen Freunden 6 Schrauben dabei, die einen Nummer größer sind. Diese kommen jetzt zum Einsatz.

Problem gelöst 😉 Die Mücken versuche ich erst mit dem elektrischen Tennisschläger herr zu werden. Aber ich muss noch ein paar km fahren, deshalb ignoriere ich die kleinen Bister erst mal.

Nach 16Uhr komme ich an einem Unfall vorbei. Scheibenglass auf der Strasse, Auto sieht sehr gestaucht aus. Frauen stehen im Kreis und stimmen den Weingesang an. Vermutlich hat es jemand nicht überlebt.

Ich sehe nicht wie ich helfen kann und fahre weiter. Aber noch vor meinem Ziel fahre ich nach einer Stelle direkt raus. Ich hab keine Lust mehr.

Dumm, das nach 20min die Polizei in einem Pickup auftaucht. Ich verstehe natürlich nur Bahnhof, vermutlich nicht sicher, nächste Stadt besser-reime ich mir zusammen.

Recht lustlos räume ich alles zusammen und krieche mit 50km/h die 7 km zur nächsten Stadt. Dort halte ich einfach vor dem wohl einzigen Restaurant.

Das Essen ist nicht nur sehr gut, es ist auch noch mit 35k Toman, sehr billig. 1,10€. Endlich mal wieder gutes Essen, ich kann das Schnellessen nicht mehr sehen.

Zurück in Rosali gibt es noch Tee, dann werden die Äuglein auch schon recht schwer.

Morgen steht auf dem Programm:

  • SIMkarte warum geht meine jetzt nicht mehr?
  • Gasflasche füllen
  • Diesel Tanken
  • Geldtauschen

Die Nacht war so lala bei 17°C Minimum, ruhig wirklich nicht. Ich bin mehr mals aufgewacht ohne einen Grund zu wissen.

Es gibt Kaffee, dann mach ich mich auch schon auf dem Weg zur nächsten Tankstelle.

Teheran, Komeini Mausoleum

Ich fahre relativ früh, vor 9Uhr los. Es ist noch kalt, aber die Heizung von Rosali wärmt mich bald.

Der Regen hört auf und die Strasse ist trocken.

Es geht erst ein Stück Autobahn, wo ich 10k Toman Gebühr zahlen muss. Anschließend geht es auf der Strasse 59 den Berg hoch.

Auf 2200m stockt der Verkehr plötzlich. Hier hat es gestern schon geschneit, gut dass ich erst heute gefahren bin. Nach 3min und zwei Bilder, verziehe ich mich wieder in die warme Rosali. Plötzlich geht es auch weiter und Rosali erklimmt tapfer den Bergpass von 2600m.

Hier gibts einen Halt und ich bestelle eine Suppe, die richtig gut ist.

Nach der Pause geht’s auf der anderen Seite des Berges wieder herunter und ich erreiche mein Ziel, das Mausoleum von Komeini.

Mariam lädt mich zu sich zum Essen ein. Leider ist sie auf der anderen Seite der Stadt, aber ich habe Snapp! eine TaxiApp und bestelle mir ein Taxi.

Die App hat auch wirklich alles was man sich wünschen kann. Fahrer, Typ F1 Star mit rollender Disko, gibt Vollgas. Das ist vermutlich auch der Grund warum es hier keine Atheisten gibt 😉

Nach 1h und 123 mp3 Songs haben wir das Ziel erreicht und es kostet lachhafte 71k Toman. Ich will ihm 75k geben, aber er nimmt nur die 70k.

Solche Taxifahrer hätte ich auch gerne in der Schweiz, aber da ist es wohl anders herum. Die kassieren wie die Weltmeisterschaft und nerven sich, wenn es kein extra dickes Geld oben drauf gibt. Erstaunlich!

Mariam ist die einzige Frau hier im Iran, der ich die Hand gebe, da wir uns von Armenien aus kennen. Das Essen ist wunderbar und die Wohnung sehr elegant eingerichtet.

Die beiden Lieben, bestehen darauf, dass sie mich zurück fahren. Es gibt sogar eine extra Stop zum Bilder machen.

Leider ist mein Magen wieder nicht sehr glücklich und ich lege zur Sicherheit ein Handtuch ins Bett. Es nervt langsam. Ich dachte es war schon vorbei 😦

Die Nacht ging so, aber am Morgen bleibe ich bis 14 Uhr im Bett. Immer 1 Schritt von der Toilette entfernt.

Ich hätte eigentlich geplant den Basar anzuschauen und die Ami Botschaft, ich fühle mich einfach sCHeisse und hab keine Lust auf Stadt.

Das einzigste was ich hin bekomme ist ein Spaziergang zum Komeini Mausoleum und lande da in einem Restaurant.

Eigentlich wollte ich nur eine Suppe und eine große Flasche Wasser, tja dann habe ich wohl zu oft ja gesagt zu etwas was ich nicht verstanden habe 😉

Ich bekomme auch nicht alles herunter, die Hälfte des Händchen lasse ich mir einpacken.

Zurück zu Rosali gibt noch Tee und Bett.

Am nächsten Morgen fühlt sich mein Magen okay an. Es gab auch kein feuchten Furz in der Nacht – ich hoffe wirklich, das Thema ist damit abgeschlossen. Woran es lag? Milch Intoleranz von Dugh? Wasser aus Täbris? Ich werde es wohl nie herausfinden.

Um 10Uhr habe ich mit Maryam abgemacht. Wir fahren zum Schluss des letzten Schar.

Danach geht’s zu einer bekannten Brücke, die zwei Parks miteinander verbindet.

Leider werde ich langsam müde. So gibts noch ein Abstecher zum über 400m hohen Fernsehturm und danach Tee in Rosali.

Piranshahr, bei Freunden

Heute geht es in die nächste Stadt.

Ich habe mir die Lokation von einem IranCell Laden notiert und fahre mal hin. Natürlich finde ich keinen Laden in der Strasse, aber ich parke einfach mal da.

Kaum geparkt kommen die ersten Menschen neugierig um die Ecke. Ich frage einem freundlich dreinschauenden Jungen Mann, ob es hier einen IranCell Shop gibt oder Geldwechsel. Er verweist mich auf seinen Bruder und schon sitze ich im Auto und wir fahren los. Was kann schon schlief gehen mit viel Geld im fremden Auto im Ausland, wo ich weder Sprache noch Schrift lesen kann? – Genau, nichts! 😉

Um 13h sitze ich bei meinen neuen Freunden am Essenstisch, habe zwei Hosentaschen voll Geld und 30GB Daten auf meiner SIMkarte.

Am Nachmittag werde ich von Oman herumgeführt und die schöne Gegend gezeigt.

Am Abend, werde ich natürlich zum Essen eingeladen und die ganze Verwandtschaft kommt vorbei. WOW!!! 😉

Ich kann meine Freunden gar nicht genug danken. Auch eine Hochzeiteinladung schlage ich dankend aus. Hier ist eine Gastfreundschaft, die kennt man wohl nur aus Gesichten von tausend und einer Nacht.

Morgen werde ich mich noch revanchieren und zum Mittagessen einladen, bevor ich dann weiter Fahre. Alles ganz tolle Menschen. Von klein bis ganz groß 😉

Ich parke Rosali vor dem Haus und übernachte da.

Um 8h kommt schon der erste vorbei und begleitet mich zum Frühstück. Quark mit Feigenmarmelade ist wirklich gut 😉

Oman und ich fahren in die Stadt. Der Plan war eine Bankkarte zu bekommen, aber als Ausländer wird da sofort abgewunken. Hier gibt es in jedem Laden einen Chef. Hier kommen die Bittsteller und tragen ihr Vorliegen vor. Meist merkt man schon an der Stimme wie es weiter geht. Ich denke das System hat sich in den letzten 2000 Jahren wohl bewährt.

Dafür finden wir seltsame 3 Räder mit China Dieselmotor. – sCHeisse, vor 100 Jahren hat Deutschland solche Motoren in Die Welt geliefert, heute wählt Deutschland Grün.

Wir suchen unser Mittagessen zusammen aus.

Die Autohäuser sehen hier genauso aus wie bei uns und bieten auch hochwertige Autos mit allem Schnickschnack an.

Auf dem Berg von Piranshahr hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt.

Dann geht es mit drei Autos und Rosali zum Mittagessen. Eigentlich dachte ich es ist in dem Restaurant, aber wir fahren ins Grüne. Besser gesagt durch Flüsse.

Rosali darf sich ausruhen, es ist auch das erste mal, dass Rosali sechs Leute an Board hatte, dafür werden wir extra übergesetzt.

Das Essen ist super und es folgt Tee nach Tee.

Die Familie hat hier 650 Walnuss Bäume gepflanzt und einen kleinen Gemüsegarten dazu.

Die Tomate sieht auch wie eine Tomate aus und schmeckt auch so gut wie sie aussieht.

Es fällt mir schwer mich von der Familie zu trennen, da auch schon die Sonne am untergehen ist. So beschließe ich noch eine weitere Nacht hier zu bleiben.

Wir essen noch zusammen und machen ein Abschiedsfoto. Morgen werden unsere Wege uns trennen, aber im Herzen werden alle bei mir sein.

Am Morgen mache ich mich Abfahrt bereit und werde auch schon kurz nach 8Uhr zum Frühstück abgeholt.

Ich habe gestern auf dem Markt noch Honig gekauft und der Familie geschenkt. Heute gibts den zum Frühstück 😉

Um halb Zehn ist es Zeit für mich zum gehen.

Der Abschied

Vazisubani, bei Freunden

Nach dem ich meinen Freund versprochen hatte, dass ich bei seinen Dorf einen Stopp mache, bin ich auch nach 10 Uhr dort.

Wir fahren erst zu ihm nach Hause, dann zu anderen Verwandten. Ich werde von allen herzlich empfangen, sehr viele sprechen auch sehr gutes Englisch.

Es gibt ein sehr reichhaltiges Mittagsessen 😉

Danach fahren wir zu einer 8km entfernten Kirche auf holprigen Steinfeldweg.

Danach wollte ich eigentlich weiter und verabschiede mich schon…

…aber ich werde gleich noch mals zum Abendessen eingeladen und kann im Garten auch Rosali parken.

Der Grossvater, 1946 geboren, war von 1967-1969 in Deutschland stationiert und zeigt mir sein Fotoalbum, das älter wie ich ist.

Nach dem Abendessen bin ich reif fürs Bett.

Die Nacht war sehr ruhig und ich habe tief und lange geschlafen.

Die gute Frau zaubert ein leckeres Frühstück auf dem Tisch.

Anschließend wird mir das Haus gezeigt. Also nur der 2.Stock, der für Gäste gedacht ist.

Der Garten ist ein Eckgrundstück. Daneben befindet sich ein Fussballfeld.

Der alte Herr zeigt mir, wie er Wein herstellt. Ich darf auch einmal umrühren.

Anschließend fahren wir zu einem Kloster. Es ist ernte Zeit und der alte Herr besitzt auch noch einen Weinberg, mehr Feld, mit 20to georgische und 10to französische Trauben.

Hänger voll Trauben

Wir kommen am Kloster an. Die letzten 1.5km geht es steil, sehr steil nach oben. 10 Hunde begleiten uns.

Das Kloster ist vermutlich auf Weinherstellung spezialisiert.

Die Abfahrt geht mit einem Bus von ein paar Russen, der Fahrer wird mit etwas Geld überzeugt.

Auf der Rückfahrt geht es an einem See vorbei.

Zurück bei Rosali, will ich mich schon verabschieden, aber es gibt noch mals ein reichhaltiges Essen für mich und uns allen.

Ich verabschiede mich herzlichst von allen. In der kurzen Zeit sind mir alle mit ihrer Gastfreundlichkeit ans Herz gewachsen. Zusätzlich bekomme ich noch Unmengen an Trauben, Addessa, Melonen und Bohnen in Brot mit. Zusätzlich gibt es noch ein Füllhorn 😉