Iran/Irak Grenze

Heute geht es wieder die schöne Strecke zurück, die wir schon gekommen sind.

Gegen 13h erreiche ich die Grenze mit einem lauen Gefühl im Magen.

Die zwei Clowns am Anfang, einer Iraki der andere Irani wollen mich gleich mal abwimmeln. Aber ich bleibe hartnäckig und er ruft seinen Chef an, irgendwann werde ich rein gewunken.

Bei den Irakern muss ich noch 44000? Dinar bezahlen. Warum ich das gerade in us$ und auch nur mit einem Hunderter bezahlen kann ist mehr wie fragwürdig.

Auf jedenfall bekomme ich nutzloses IrakDinar als Wechselgeld.

Der nächste Schritt ist der Iran. Hier tut sich erst mal gar nichts. Ich glaube ich bin der erste Tourist seit langen?

Der Polizist begrüßt mich gleich mit heil Hitler, dafür merkt er gar nicht, dass ich mit dem Auto da bin. Bis das CdP fertig ist dauert es ewig.

Gegen 17Uhr bin ich fertig und freue mich schon auf Iran, aber zu früh gefreut, es gibt da noch die Benzin/Dieselsteuer und die macht morgen um 8Uhr auf.

Ja, sCHeisse jetzt hab ich über Nacht auf den wohl sichersten Parkplatz der Welt. Der Osten bewachen die Iraker und der Westen die Iraner. Als persönlichen Schutz hab ich noch 5 Hunde 😉

Iranzeit ist GMT+3.5h. Also halbe Stunde mehr wie im Irak 😉

Ich bin mal gespannt wie das morgen weitergeht. Steuer, dann in die nächste Stadt fahren, Geld tauschen, SIMkarten besorgen einkaufen und/oder essen gehen?!?

Die Nacht war super ruhig. Wenn die Grenzen mal zu sind, dann bewegt sich hier nichts und die nächste Stadt ist mehr als 20km entfernt.

Ich wache schon vor 7 auf. Füttere meine Wachhunde, Staubsauge und mach mir einen Kaffee. Punkt 8 stehe ich mit Rosali am Grenzezaun, wir gehen zurück zum zweiten Haus, da bekomme ich eine 60us$ Rechnung für DieselSteuer. Damit soll ich zurück zur Bank. In dem Gebäude war ich gestern schon.

Das Problem ist, ich hab nur noch 50us$. Da die Irakis den 100us$ Schein haben wollten. Geldwechseln macht die Bank nicht. Ich soll in die nächste Stadt fahren??? Also warten angesagt, auf was weiß ich eigentlich nicht.

Plötzlich kommt ein bekanntes Gesicht von gestern um die Ecke und schaut mich fragend an. Ich erzähle ihm die Kurzeversion und er sagt ‚Touristen zahlen keine Steuer!“

Es gibt da wohl eine längere Diskussion, auf jeden Fall werde ich zum Tee, Weintrauben und Rührei mit Brot eingeladen.

Meine Stimmung ist heller wie hell und ich mache mit der gesamten Zollbelegschaft ein Gruppenfoto.

Nach ein paar kleineren Hickhacks, ich vergesse erst meine Papiere dann den Pass, dann bekomme ich von allen Chefs das grosse Okay. ‚You finished – go‘

Damit fahre ich zum letzten Tor und die Frage lautet, you finished – yes – go!

Also die Übernachtung war total überflüssig, aber da habe ich sehr viele Gastfreundlich Leute getroffen-ich wollte die Nacht hier nicht missen.

MERKE: Tourists don't pay any Tax!

Erbil, Parkplatz Shanadar Park

Heute sind es etwas mehr als 100km zum fahren und es geht in die Hauptstadt der Kurden im Irak: Erbil.

In einem Tunnel an der Autobahn steht ein Esel. Ich sehe den Esel erst im letzten Augenblick. Keine Ahnung ob der Esel noch am Abend lebt?!

Auf dem Weg gibt es einen Denkmal mit 3 Panzern an denen wir Halt machen.

Ich darf mich sogar auf einen Panzer draufsetzen. Der Wachsoldat ist wirklich sehr nett.

Der Verkehr wird zäher, die Irakis schaffen es an Ampeln aus 3 Spuren 6 Spuren zu machen.

Zum Teil parken Autos in der zweiten Reihe. Besonders ein Russischer Diplomatenwagen fällt mir auf, den da muss ich am Aussenspiegel ganz genau aufpassen, dass alles dran bleibt.

Aber wir er reichen den Parkplatz ohne Probleme und der Parkplatz selber ist nur zu 10% gefüllt. Es gibt sehr viel Parkplätze für uns. Nebenan ist ein Park, aber ohne Wasser.

Ich gehe in die Stadt und schaue mir die Stadtfestung an.

Wir finden ein leckeres Restaurant für 7000Dinar, was 4,14€ sind.

Der Rest des Tages laufe ich ziellos im Basar spazieren und nehme Farben, Gerüche und Laute war 😉

Abends ist noch etwas Betrieb, aber gegen 22Uhr wird es ruhiger und kühler, Zeit für Rosali.

Die Nacht war gut. Heute trennen Berti und ich mich, Berti ist seit 2 Tagen Krank und hat Angst nicht mehr in die Türkei gelassen zu werden, deshalb fährt er heute direkt durch.

Gegenüber ist ein Park, aber anders wie bei uns hat der Park nur einen Eingang, also einfach mal durch gehen geht nicht. Hier ist auch ein Model der Burg im kleinen Maßstab abgebildet.

Heute ist Donnerstag und leider niemand in der Iranischen Botschaft. Erst am Sa um 800 ist die Botschaft wieder besetzt.

Die Strassenläden sind nach Berufsgruppen angeordnet. Hier sind Schreiner und Türmacher beieinander.

Es gibt hier viele Schuhputzer und meine Schuh sind nicht die Saubersten.

Hier setzt man sich nicht zum Schuhe putzen, sondern man zieht die Schuhe aus, bekommt Badelatschen. Normalerweise geht man jetzt Geschäfte erledigen und kommt zu seinen wohl gereinigten Schuhen zurück. Ich erfreue mich natürlich an der fremden Arbeitstätigkeit und schaue gebannt jedem Handgriff zu.

Erst wird der Staub feucht abgewischt, dann wird mit einem Messer bräunlich rötliche Schuhcreme aufgetragen und mit einer Bürste verteilt.

Der Schuhputzer merkt auch sofort, dass ich einen schwarzen Fleck auf dem rechten Schuh habe und versucht es mit dem Messer erfolglos abzukratzen. Leider ignoriert der gute Mann mein Stoffeinsatz am Schuhhals 😦 Dafür sieht er sofort, dass eine Schuhnaht offen ist und entfernt die Fäden mit einer Nagelschere. Auch die Sohlenränder werden mit einer Creme gleichmäßig eingefärbt. Zum Schluss fragt er noch ob ’schaini?‘ – ich nicke und der Schuhputzer zieht mit einem Lappen die Spitze des Schuhes ab. Die Spitze des Schuhes glänzt tatsächlich, aber wirklich nur die Spitze.

Zum Anziehen wird mir ein Schuhlöffel gereicht, wow – den Service hatte ich schon lange nicht mehr 😉

Die Arbeit ist mehr auf den schönen Schein, als auf die Sauberkeit und pflege des Schuhes gerichtet. Ich habe keine Ahnung was es kostet, da wie überall keine Preise aushängen. Ich gebe ihm 2000 Dinar, was 1,18€ sind. Da dreht sich der Schweizerkapitalist im Grabe um, ich hingehen finde es angemessen. Hätte er nicht meinen blauen textil Schuhhals mit Braun eingeschmiert, würde ich sogar öfter hingehen.

Die Süßspeisen Händler haben manchmal extreme Preise, also extrem ist für mich schon 1000 Dinar, was 60Cent sind 😉

Die Fische sind alle noch sehr lebendig auf dem Tisch 😉

Sobald es dunkel wird, schließen auch die Läden.

Abends kommt noch der Polizist vorbei und unterhält sich mit mir. Solange man draußen auf dem Parkplatz sitzt oder die Tür offen hat kommen immer wieder Passanten vorbei, machen Fotos oder wollen Rosali sehen.

Heute ist Freitag, das heißt Wochenende. Ich beschließe heute etwas zu relaxen. Der Hunger treibt mich aber gegen 15Uhr in die Stadt.

Es gibt einige verfallene Backsteine Häuser, vermutlich Erdbeben?

Ich genieße erst mal die lokale Küche.

Abendstimmung in Erbil

Da heute der vermutlich letzte Tag hier in Erbil ist, nehme ich auch die Möglichkeit war mit der Seilbahn zu fahren.

Dieses Wochenende sind Wahlen, heute hat das Militär gewählt und bis zum Sonntag darf jeder wählen gehen. Wahlen sind immer ein Risiko, da möchte ich nicht unbedingt in der Kurdischen Hauptstadt sein.

Die Nacht war so lala. Ein Moskito hat mich genervt. Irgend wann hab ich dann meinen blau beleuchteten Tennisschläger hervorgeholt. Aber da lagen am Morgen leider nur Nachtfalter.

Um 7 ist die Nacht vor bei. Aufstehen anziehen, Kaffee und los zur Botschaft, den Weg kenne ich ja schon.

So richtig -will- versteht der gute Mann mich nicht. Er meint das Visum im Screenshot sei gut und gültig.

Dass die Passnummer zum zweiten Pass gehört, fällt ihm nicht ein und ich stoße ihn auch nicht drauf an.

Auf dem Weg zurück zu Rosali geht mir viel durch den Kopf. Hier möchte ich nicht mehr bleiben, die Leute bringen mir schon kleine Kinder, die ich untersuchen soll und Flüchtlingen Schreiben für Deutschland auf setzten soll. Das Selfie zeug ist ja ganz witzig, aber wenn an Rosali geklopft wird um Fotos zu schießen, geht’s mir doch zu weit.

Ich kann ja nicht viel verlieren, die Grenze ist zweieinhalb Stunden entfernt.

Baykhar, Berg Korek

Wir sind heute über einen kleinen Hügel gefahren mit sehr guter Strasse. Wenn ich wieder den Begriff Warlord höre, dann verbinde ich genau das damit. Häuser mit Helikopter Landeplatz und eigener Tankstelle. Dazu Hochsicherheitszufahrten mit Kameras, Wegsperrungen und vermutlich noch viel mehr was man von der Strasse nicht gesehen hat. Auch ist im Berg wohl auch ein paar Bunker für seine Armeefahrzeuge. Hier steht vor allem Amerikanische Artillerie herum.

An einer Tankstelle machen wir Stopp. Der Tankwart bekommt nur 42l rein, aber es kostet auch nur 595Dinar/l.

In einem kleinen Laden finde ich Datteln 450g für 750Dinar. Damit habe ich wohl mein Ziel erreicht. Ich wollte Datteln für unter 1€ das Kilo finden. Eigentlich dachte ich, ich find diese im Iran. Jetzt habe ich die Datteln im Irak gefunden. Weiter geht es durch einen kleinen Canyon.

Wir erreichen unser Tagesziel einen Parkplatz mit Lift und freuen uns schon. Wir gehen davon aus, das wir hier über Nacht stehen bleiben können und beschließen mit dem Lift hoch zufahren. Kostet 10.000Dinar, etwa 5,90€.

Es ist alles schön und gut, aber leider ist der Berg schon im Schatten und es ist sCHeisse kalt auf dem Berg und windig.

Zurück in der Talstation halte ich ausschau nach einem Restaurant, aber alles Geschlossen, also werfen wir unsere Reste zusammen und essen Brot mit Käse und Oliven. Da laufen zwei Wachleute vor bei und wollen wohl uns vertreiben.

Ich habe schon gar keine Lust mehr, vor allem im Dunkeln und mit Licht herum zu fahren. Zum Glück hat Berti, eine Baugrube nicht weit von hier gesehen, da versuchen wir unser Glück.

Am nächsten Morgen geht es gleich nach dem ersten Kaffee Richtung Erbil.

Razan, an der Klippe

Der heutige Tag fing gut um 7 Uhr an. Ich gehe erst mal zur Quelle und fülle 21l frisches Trinkwasser in meine Kanister.

Berti und ich plaudern noch etwas über Reisen und ich Wärme mein Wasser auf, dass ich eine schöne Dusche nehmen kann und meine Haare waschen kann.

Danach gibts noch einen Kaffee und wir fahren jetzt im zweier Team zusammen. Rosali vorran.

Heute besichtigen wir zwei Kriegsdenkmale. Alles nagelneu und sehr aufwendig gemacht.

Bevor wir zu unserem Abendplatz fahren,gehe ich noch meine volle Toiletten Kassette leeren und wir gehen noch Abendessen. Eine frische Pizza mit allem.

Mir kommt die Pizza etwas teuer vor, wobei ich denke das 19.000 zu dritt ein Fantasie Preis ist.

Ich kaufe eine Melone, von der Farbe eine Honigmelone für 4000, etwa 2,5€ leider schmeckt die Melone bitter und ich schmeiße sie leider weg.

Beim Supermarkt im Dorf sehe ich aussen einen Gartenschlauch und fragen ob ich Wasser nehmen darf. Ich parke Rosali ein, lass das alte Wasser komplett ab und lass neues Wasser rein. Die 5l warmes Wasser im Beuler lasse ich auch in den Grauwassertank ab. Jetzt habe ich komplett nur neues Wasser.

10min später erreichen wir unser Übernachtungsplatz.

Es liegt sogar noch einige Teile einer Kuh herum.

Abends kam noch ein Iraki, ich war schon halb Richtung Bett unterwegs. Er war vor zwei Wochen in Deutschland, München und arbeitete in der Tourismusbranche. Ver mutlich dachte er, da wir mit zwei Autos hier stehen, dass wir von einer Firma oder sonst wo herkommen. Da ich nicht besonders gesprächig war, hat er sich schnell wieder verzogen.

Sonst war die Nacht sehr ruhig.

Gegen 11 Uhr verlassen wir den Platz.

Kani Wash, Höhle

Nach dem Berti und ich uns gestern verpasst haben, haben wir für heute einen neuen Treffpunkt ausgemacht.

Die Nacht war für mich recht zum kotzen und auch Scheisse. Ich bin zu dem alten Stellplatz am Duhoc Damm gefahren.

Gegen Mitternacht bin ich auf gewacht und irgend was stimmte nicht. Ich habe es gerade noch geschafft die Plastik Wanne zu holen, mit der ich eigentlich Geschirr wasche, oder Fensterscheiben putze, da entleert sich die Hälfte meines Magens. Kaum bin ich fertig, brummt der Arsch. Ich leere die Wanne vor Rosali aus und wasche sie einmal durch. Endlich Fertig krieche ich ins Bett, aber keine 30min, da kommt der Rest des Magens in die Wanne. Wenigstens danach kann ich endlich schlafen.

Am Morgen gibts noch mals Dünnschiss, das ganze klingt sehr nach einer Lebensmittelvergiftung. Was der Auslöser ist, erschließt sich mir nicht. Ich habe die Pistazien Baklava in Verdacht, aber kann nicht sagen warum.

Gegen 10Uhr treffe ich mich mit Berti und seiner Frau.

Leider ist die Umgebung sehr Touristisch und der Tee kostet lachhaft 2000. Nichts wie weg von hier.

Der nächste Ort ist auch nicht viel besser, zu viele Touristen.

Wir machen einen letzten Punkt aus.

Hier passt alles, hier hat es nur 3 Autos. Und ich werde sofort zum Tee und Essen eingeladen.

Mor Mattai Kloster

Heute geht es erst mal zum Tanken, Rosali hat Durst. Der Diesel kostet 35,5Cent/l. Ja, da freut sich der Schwabe. Eine Tankfüllung mit 63,35l für 22,50€ oder 38000Dinar. 😉

Ich bekomme sogar noch zwei Stück Wasser in Joghurtbechern mit auf dem Weg.

Die Strasse sind zum Teil richtig breit ausgebaut.

Die Landschaft ist schön. Die Berge sind leicht bewachsen.

Man sieht immer wieder getarnte Stützpunkte der Kurden.

Ich erreiche mein heutiges erstes Ziel. Lalish:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lalisch

Es Bedarf etwas Hartnäckigkeit die Wachen zu überzeugen, dass ich da hin darf, da es ein heiliges Tal mit Tempeln der Jesiden ist. Dafür Barfüssig. Ich gehe auf eine kleine Anhöhe um ein besseren Überblick zu haben.

Da werde ich auch schon von einem Arbeiter auf deutsch angesprochen und zum Essen mit Familien Anschluss eingeladen.

Gegesen wird mit einem Löffel und Fingern. Warum die Reste des Mahls einfach mit den leeren Dosen in einem Sack gestopft wird, werde ich wohl nie verstehen. Es gibt Tee und mir wird seine Familie vorgestellt. Alle leben seit 7 Jahren in einem Zelt als Flüchtling im eigenen Land. Nach abermals Tee gibt es noch einen Spaziergang zum heiligen Stein nach ganz oben zum Gruppenfoto. So viele schöne Frauen habe ich noch nie in meinem Leben auf einmal gesehen.

Es fällt mir schwer mich von der Familie zu trennen, am liebsten würde ich bei ihnen bleiben, bzw. die Familie im Kamp selber zu besuchen.

Weiter geht’s zu einem Strassenverkauf, hier werden Enten, Hüner und Tauben angeboten und verkauft. Unsere Grünen wissen vermutlich gar nicht mehr, wie man Federvieh hält.

An einem Fluss wollte ich noch einen Stop machen, die Fische sehen wirklich sehr lecker aus und kosten 10k, also etwa 6€ das Kilo.

Leider laufe ich auch in zwei Polizeikontrollen. Die Kontrollen benötigten immer etwa 20-30min extra. Ich glaube ich bin hier am westlichen Ende von Kurdistan. Mosul ist wohl nicht unter Kontrolle und es wird immer wieder von IS/ISIS/dash erzählt. Deshalb sind die Posten nicht besonders interessiert mich durch zu lassen.

Bei Sonnenuntergang erreiche ich auch mein Tagesziel das Hl. Matthias Kloster, erbaut 363 nach Christus. Das älteste Kloster der Welt.

Hier hat es auch zwei Wachen, nach ein paar Telefonaten darf ich erst mal stehenbleiben, als zwei Autos mit Pristern vorbei kommen und ich ihnen erkläre, dass ich vom Kloster Hl. Gabriel aus der Türkei komme. Gibt es kein halten. Das Tor geht auf, ich bekomme Speis und Getrank, sogar wird mir eine Unterkunft angeboten.

Gegen 21h verabschiede ich mich und gehe zu Rosali schlafen.

Für morgen hat sich noch ein Reisefreund aus Obwalden angekündigt, den es zu treffen gilt. Auch zeigt mein Internet an, dass etwas nicht stimmt. Ich sollte mal eine Aufladekarte kaufen oder noch besser gleich zum Internetladen gehen.

Die Nacht war super, ich habe wie im Himmel geschlafen. Bin ja auch recht nahe dran 😉

Ich mache kurz nach 6 Uhr ein paar Fotos.

Ich treffe den Erzbischof Mor Timothaeus Mosa Alshamany und er lädt mich zum Frühmahl ein.

Der heilige Mattai oder Matthias, nach dem das Kloster benannt wurde.

Gibts für mich Essen 😉

Danach schaue ich mir noch die Kirche an, dann verabschiede ich mich.

Ein letzter Blick von oben bei 2 Uhr liegt Mossul und auf 8 Uhr Erbil.

Mein erster Stop ist ein kleiner Laden, ich hoffe, wenn ich etwas Geld aufladen, dann geht mein iNet wieder.

Naja, erst mal verlangt er für 5000dinar Guthaben gleich 6500dinar, also 30% Aufschlag und zweitens ist er so hilfreich wie eine Warze am Arsch 😦 Nie einem Iraker was in die Hand geben, schlimmer wie Kleinkinder und borniert.

Heute ist viel Polizei auf der Straße, auch die Grenzposten sind besetzt.

Eine der Raffinerie?

Bevor ich heute zum Treffpunkt fahre, esse ich noch eine Kleinigkeit.

Kostet auch nur 1000dinar, 60cent

Duhok Damm

Heute Morgen ging es schon sehr früh los. Ich denke ich bin um 6 aufgewacht und direkt nach 20min losgefahren.

Es geht an der türkisch syrischen Grenze entlang.

Bis zur Grenze waren es 90min. Kurz vor 8 ging es zur Türkischen Abfertigung, alles kein Problem. Der letzte Türke fragte mich sogar, warum ich den in den Irak reisen würde. Auf die Frage musste ich auch länger überlegen – Neigierde, weil man darf?

Der Kurdische Teil ist etwas komplizierter. Erst muss eine Personenliste ausgefüllt werden, die ich nicht habe, das hat der erste Grenzer für mich gemacht. Dann ging es zum CovidTest. Meine Impfung wurde auch anerkannt.

Nächstes Gebäude, hier muss ich ein Visa für 100k Dinar kaufen, etwa 60€. Dafür muss ich aber erst mal Geldwechseln im Kaffee. Dann gibts noch einen Blick in Rosali. Alles gut.

Ein paar 100m weiter brauche ich Papiere für Rosali. Kostet mich 30us$. Da fangen auch die Diskussionen an, die Grenzer wollen meinen Pass behalten und ich auch. Ich gewinne und fahre mit Pass und alles Dokumentation nach Irak rein.

Nächster Schritt ist erst mal einen Happen zu essen.

Und mich dann um eine SIMkarte für Irak zu bemühen. Zuerst ging gar nichts nur gesichtsbuch und anderen Schrott. Erst als ich das Hauptbüro gefunden hatte, konnten sie mir sehr ausführlich und gut helfen.

Ich habe jetzt 10k für die SIM, 6k fürs Aufladen und noch mals 1k im Laden bezahlt. Also für 17k, etwa 10€ hab ich 5GB was 1 Woche gültig ist.

Bevor ich zu meinem Nachtplatz fahre esse ich noch etwas mit Reis. Gar nicht so schlecht.

Mein Nachtplatz ist am Stausee, die Strassen sind einfach in den Hang hinein asphaltiert, es geht hoch und runter. Leider ist mein Platz nicht mehr offen und ich stelle mich einfach auf den nächst besten Parkplatz.

Jetzt noch einen Tee, dann bin ich reif fürs Bett.

Die Nacht war sehr sehr still. Kein Auto. Totenstille. Am nächsten Morgen wache ich schon um 5 Uhr ausgeschlafen auf. Kuschle mich aber noch ins Bett.

Sirnac

Heute ging es die 20km zum Kloster hoch.

Pünktlich um 12Uhr bin ich da und bekomme eine private Tour von meinem Freund von Gestern.

Es gibt zwei Kirchen, die ältere ist von 1600 Jahre alt.

Die persönliche Führung mit den unzähligen Geschichten aus der Vergangenheit und des täglichen Lebends hier werde ich nie vergessen.

Bei der Ausfahrt fällt mir ein Esel auf, der im Bushäusle wartet 😉

Eigentlich wollte ich in Cizre übernachten, aber leider gibt es hier Kurdische Bettler. Einer wollte mein Armband geschenkt und drei wollten gleich Geld haben. Nein danke!

Ich fahre nach Simak, etwas höher gelegen, dafür ruhiger.

Neben dem Militär, das man hier an der Syrischen Grenze häufiger antrifft, gibt es eine sehr gute Küche.

Selbst Hunde werden hier gut versorgt

Abendblick ins Tal.

Midyat Busparkplatz

Heute geht es vom Restaurant zu Hasankeyf. ich komme auch an Batman vorbei. Es hat mich immer schon mal gewundert warum die Amis einen Comic nach einer türkischen Stadt benennen.

Ich parke erst am Museum ein und schaue mir den Staudamm an.

Ich wärme mein Wasser auf und wasche meine Haare. Die haben es richtig nötig. Ich vermutlich auch, den mit frischen THemd fühle ich mich gleich viel frischer.

Leider hat das Museum wegen eines Wasserschadens geschlossen, dafür bekomme ich beim Torwächter frisches Wasser ab Schlauch für Rosali.

Ich fahre noch auf die andere Seite, wo die Laden und Restaurants sind.

Hier ist alles neu und auch leblos. Steril. Ich esse noch eine Kleinigkeit und kaufe 3 Teller reife Feigen für 10tl, also 1€.

Hier gefällt es mir überhaupt nicht.

Ich fahre weiter in die nächte Stadt. Dort finde ich einen guten Parkplatz für 5tl. Kaum bin ich aus Rosali ausgestiegen, schon werden mir ein Stuhl und Trauben angeboten. Sehr gastfreundlich 😉

Ich besuche noch zwei Kirchen, die Syrisch Orthodox sind. Feiere das Abendgebet mit ihnen und verabrede mich mit zwei deutschen Priestern an einem Kloster morgen um 12Uhr.

Meine Hosentaschen an meiner kurzen Hose haben Löcher. Ich suche nach einem Schneider, der mir auch die Taschen umsonst flickt 😉

Zum Abendmahl gehe ich in ein Restaurant und bekomme für 35tl drei Salate, Pide und Tee.

Zum Nachtisch gehe ich noch zu einem Konditor und esse für 15tl.

Zeit für mich zu Rosali zu gehen und mir einen letzten Tee zu machen, dann geht’s ins Bett.

Die Nacht war gut und ich schau mir noch mals die engen Gassen in der Stadt an bevor ich mich um 11Uhr auf dem Weg zum Kloster mache.

Besiri, Restaurant

Heute geht’s es weiter in den Süden und in tiefere Gebiete. Die Strassen sind sehr gut.

Es gibt ab und zu Polizeikontrollen, aber mich wollen sie nie kontrollieren.

Ich komme an einem Baumwollfeld vorbei und klauen natürlich eine Knospe.

Eigentlich sollte ich heute noch 40min fahren und Haare waschen, aber ich habe so was von wenig Lust. Ich fahr einfach zum nächsten Restaurant raus und stelle mich hin.

Das essen ist auch sehr gut. Vergleichbar mit einem Gulasch. Beim Essen sitzt eine Katze um mich herum, nachdem ich ihr einen kleinen Fleischbrocken gegeben habe, dazu noch Brot in kleinen Stücken ruft sie ihr Junges zum Tisch. Das ist also der Grund, warum die Kätzin so hungrig ist. Nach dem Essen werde ich noch auf zwei Tee eingeladen am Tisch der Kurdischen Familie. Ich zahle 35TL und bin satt und reif fürs Bett.

Die Nacht war gut und ich füttere die Katze noch mit alten Brot, bevor ich mich nach einem Kaffee auf mache.