Kani Wash, Höhle mit Schwimmbad

Ich brauche für die 150km erstaunlich lange. Aus Erbil geht es etwa schleppend aber stetig voran. Es ist auch das erste Mal seit langen, dass ich Berge sehe.

Ich komme immer weiter ins Kurdengebiet. Ich mache unterwegs eine Toilette Pause. Aus dem nichts steht ein Soldat draußen vor dem Toilettenfenster. Ich winke ihm zu, er soll verschwinden, aber jetzt kommt noch Soldat 2 hinzu und beide schauen mich gespannt an. Nachdem ich mit herunter gelassener Hose vor ihnen stehe, habe die beiden Soldaten auch herausgefunden wo in Rosali die Toilette sich befindet. Was die beiden vor hatten oder herkamen erschließt sich mir nicht 😉

Es gibt noch eine weitere Kontrolle, aber der Soldat entschuldigt sich ständig für die Verzögerung und betritt auch Rosali nicht.

Gegen 15Uhr erreiche ich mein Ziel. Hier hatte ich letztes Jahr schon übernachtet. Es steht Wasser bunkern auf dem Programm. 14 mal mit der Gießkanne über Stock und Stein.

Es sind auch ein paar Einheimische hier, die Wasser im Kanister holen. Jeder gibt mir zu verstehen, dass das Wasser hier sehr gut sein.

Nach über 10 Kannen Wasser ist Rosali fast voll und ich entleere noch die zwei Toiletten Kassetten in die Toilette hier und reinige die Kassetten und die zwei Fächer auch noch.

Langsam wird es dunkel und ich hoffe es kommt niemand mehr, deshalb heize ich das Wasser auf 40°C auf und dusche draußen.

Nach der warmen Dusche gibts auch endlich wieder ein neues T-Hemd, Standheizung und die Reste des herrlichen Fisches von gestern. Leider ist der Fisch kalt, aber so schmeckt er auch sehr gut. Dazu Tee und geröstete Sonnenblumenkerne. Danach ab ins Bett. Die Nacht war mit 8°C angenehm und die Heizung hat Nachts etwas unterstützt. Ich bin immer noch erstaunt, wie viel Gas in der leeren zweite deutschen Flasche ist.

Am morgen gibts einen Kaffee und ich fülle die 17l Trinkflasche und nochmals 3 mal 10l für den frisch Wassertank auf.

Um 9 Uhr geht es die 140km Richtung Grenze.

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Qeshm, Carbas Caves

Es gent den gleichen Weg zurück wo ich gestern her kam.

Dann komme ich an einem Hafen an, der Fähren und kleine Boote nach Hengam anbietet. Der Preis ist bei beiden gleich 45k Toman, 1,50€.

Ich nehme das kleine Speedboot. Kaum sind wir auf See, brettert unser Boot mit 45km/h übers Wasser. Ich versuche mich krampfhaft festzuhalten, mein Arsch tut schon nach den ersten paar harten Landungen weg.

Es gibt auch eine 20 Minuten Stop auf Hengam, aber das ist wie Eingeborene besuchen. Ich versuche ein Stück überteuerte etwas – naja, der Hunger treibts na.

Durch die lange Bootsfahrt kommen wir gerade bei Sonnenuntergang wieder zurück. Ich wollte eigentlich noch 20km weiter. Die erste Parkmöglichkeit, ist leider Nachts geschlossen. Also fahre ich zur nächsten und parke dahinter.

Mehr zufälligerweise hab ich so geparkt, dass ich morgens im Schatten stehe.

Beim Kaffeetrinken merke ich wie mein Arsch wehtut. Eigentlich wollte ich heute morgen noch mals mit dem Boot raus, aber die Delfine sind es nicht Wert…

Die Höhle ist voll von Touristen mit komischen Kleidern.

Dann merke ich erst, dass hier ein Film gedreht wird. Vermutlich irgendwas Christliches, da einige Kreuze tragen.

Als ich zu Rosali zurück kehre, kommt noch eine Karawane mit Dromedare vor bei.

So viele Dromedare hab ich noch nie auf einmal gesehen.

Leider steht noch ein LKW quer, der Fahrer fährt aber schnell und willig zur Seite, dass ich durch komme.

Kani Wash, Höhle

Nach dem Berti und ich uns gestern verpasst haben, haben wir für heute einen neuen Treffpunkt ausgemacht.

Die Nacht war für mich recht zum kotzen und auch Scheisse. Ich bin zu dem alten Stellplatz am Duhoc Damm gefahren.

Gegen Mitternacht bin ich auf gewacht und irgend was stimmte nicht. Ich habe es gerade noch geschafft die Plastik Wanne zu holen, mit der ich eigentlich Geschirr wasche, oder Fensterscheiben putze, da entleert sich die Hälfte meines Magens. Kaum bin ich fertig, brummt der Arsch. Ich leere die Wanne vor Rosali aus und wasche sie einmal durch. Endlich Fertig krieche ich ins Bett, aber keine 30min, da kommt der Rest des Magens in die Wanne. Wenigstens danach kann ich endlich schlafen.

Am Morgen gibts noch mals Dünnschiss, das ganze klingt sehr nach einer Lebensmittelvergiftung. Was der Auslöser ist, erschließt sich mir nicht. Ich habe die Pistazien Baklava in Verdacht, aber kann nicht sagen warum.

Gegen 10Uhr treffe ich mich mit Berti und seiner Frau.

Leider ist die Umgebung sehr Touristisch und der Tee kostet lachhaft 2000. Nichts wie weg von hier.

Der nächste Ort ist auch nicht viel besser, zu viele Touristen.

Wir machen einen letzten Punkt aus.

Hier passt alles, hier hat es nur 3 Autos. Und ich werde sofort zum Tee und Essen eingeladen.