Qasar al Amra, Parkplatz

Heute geht es nach Jordanien.

Um viertel nach Sechs wird es langsam hell.

Nach Kaffee starte ich Richtung Grenze.

Irgendwo regnet es, ich sehe einen schönen Regenbogen.

Früher hab ich immer gerne Regenbogen angeschaut, heute denke ich immer, Himmel da kommen die Schwulen wieder 😉

Kurz vor der Grenze mache ich Rosali noch mals voll, so günstig wie hier wird der Diesel wohl lange nicht mehr sein.

An der Grenze angekommen. Seit ich an der UE/Oman Grenze einen Anschiss bekommen habe, halte ich mich mit Fotos etwas zurück 😉

Auf der Saudi Seite bekomme ich ein Exit Stempel und zwei der TIP? Zettel?

Hurra, jetzt bin ich an der Jordanischen Seite.

Als erstes gibts den PCR Test, der Pflicht ist und den ich schon mit 20JOD vorraus bezahlt hatte.

Ich brauche ein Visum und die guten Polizisten wollen 40 JOD von mir. Da ich schon den Jordan Pass für 80 JD gekauft habe, sollte es für mich schon im Preis inbegriffen sein. Naja, netter Versuch etwas Geld extra zu machen, aber Schwaben sind da hellhörig und pingelig.

Als nächstes wird Rosali begutachtet und für sehr gut befunden. Dafür bekommt Rosali auch einen Laufzetel.

Nächster Schritt ist die Versicherung, die leider nicht unter einem Monat verfügbar ist. Arg, 100 JOD. Es gibt einen Geldautomaten, an dem ich 250 JOD ziehen kann. Kostet zwar 6-7 JD Gebühr, aber was solls. Bargeld brauche ich sowieso.

In der gleichen Halle gibt es auch SimKarten : 45GB für 14 JB. Das ist günstig und ich hole mir wie immer gleich zwei davon.

In der nächsten Halle bekommt Rosali noch zwei Stempel ins CdP und ich zahle wieder 20JOD.

Das CdP ist komplett falsch. Ganz oben hat der Saudi was reingeschrieben und der Jordaner hat vergessen den Unterenteil zubehalten.

Oh man, da lobe ich mir mal die Iraner. Die hatten es zum Schluss absolut richtig hinbekommen.

Zur Feier des Tages gibts erst mal was zum Essen.

Ich sehe an der Ecke ein Autowaschgeschäft und halte spontan an.

Für 5 JD lasse ich Rosali von außen richtig sauber machen.

Der gute man empfiehlt mir eine Burg zu besichtigen, aber ich fahre woh zu einer falschen. Hier hat es nur ein paar Steine.

Aber ich finde die Richtige natürlich auch noch.

Bei Burg zwei, beeindrucken mich die Steintüren. Die laufen immer noch. Es ist kaum vorstellbar, dass so schwere Steintüren seit 1000 Jahren sich bewegen lassen. Wahnsinn ich bin begeistert.

Ich komme heraus und was sehe ich ein deutsches Auto. Das kenne ich schon von Iran 😉

Es geht weiter zu Burg Nummer 3.

Ich bin geschafft. Ich trinke bei Sadam aus Syrien noch zwei Tee und kaufe ihm noch etwas Tee ab. Dann geh ich zu Rosali.

Die Nacht war ruhig und ich hörte ein paar Regentropfen auf dem Dach. Um 3 Uhr bin ich aufgewacht, bei mir kommen sehr üble Düfte hinten raus. So wie es stinkt kann ich kein Corona haben 😉

Den halben Morgen verdöse ich, lies ein paar Artikel in der Zeitung und Quatsche mit Freunden.

Plötzlich klopft es an der Tür und ich sehe deutsches Militär vor der Türe stehen.

Die Bundeswehr ist an dem Flughafen an der Grenze stationiert.

Wir unterhalten uns angeregt und ich bekomme noch tips von anderen Burgen sehr nah gelegen.

Leider auch die Info, dass es hier an der Grenze immer wieder zu Konflikten kommt. Ich bin sehr dankbar für die Infos aus erster Hand.

Sakaka, Zabal Festung

Heute läuft mal wieder mein Router Simkarte aus. Zum Glück habe ich noch das Handi.

Da ich so wie so plane nach Jordanien zu fahren, passt es schon mal ganz gut. Ich habe mir auch schon den Jordan Pass geholt, jetzt warte ich eigentlich nur noch auf den PCR Test Ergebnis, das morgen auch vor liegen sollte.

Heute morgen sieht das Wetter sehr nach Sturm aus. Die Weitsicht ist sehr eingeschränkt und die Temperatur sehr hoch.

Unterwegs sehe ich wieder einen sehr langen Zug.

Gegen 16 komme ich an meinem heutigen Ziel an. Die Burg und die verfallenen Häuser sind eigentlich ganz nett.

Wenn man in Deutschland von Zapfhahn spricht, denkt wohl jeder an Benzin und Diesel. Hier kommt Wasser raus 😉

Ein Stück weiter gibt es noch eine Quelle, aber es ist natürlich alles künstlich.

Ich mache mich auf dem Weg zum Restaurant. Das Essen sieht besser aus, als es schmeckt.

Zurück zu Rosali gibt es noch Tee, dann bin ich auch schon reif fürs Bett.

Rayen, Burg

Aus der Wüste, wollte ich in Shahdad schnell noch das gute Brot kaufen, Eier, Zucker, Datteln und Eis holen, dann gleich weiterfahren zum Tanken. Aber die Bäckerei hat zu, den Dattel Laden finde ich zwar, aber er versteht mich nicht. Zucker finde ich erst beim Nachfragen. Ist auch das erste mal, dass ich offenen Zucker kaufe.

Der Tankwart ist zwar nett, aber er verlangt 3k Toman. Ich sage nein danke und lasse ihn verwirrt zurück und gehe mein Eis essen.

Rosali meistert tapfer den Berg im 3. und 4. Gang und wir machen wieder einen Stop beim guten Wasser, da fülle ich 14l Trinkwasser und Fülle auch den Wassertank von Rosali per Gießkanne auf max auf.

Es geht wieder den Berg hinunter. Bei Sonnenschein sieht man noch deutlich die Spuren der Wüste 😉

Der erste Halt sollte ein Gasflaschen Füllstation sein. Aber der gute Man hat entweder keine Lust oder kein gescheites Werkzeug. Irgendwie klappt das Umfüllen nicht.

Weiter geht’s zum Tanken. Die erst Tankstelle hat kein Diesel, schickt mich aber genau zur nächsten Tankstelle. Dort höre ich die üblichen Sprüche, us$Scheisse, aber ich schätze, das 30l rein gehen und ich lege mir 30k Toman zur Seite, das gib ich den LKW Fahrer und mache mich aus dem Staub.

Die Schatten werden länger und ich schaffe es noch kurz vor Dunkelheit meinen heutigen Parkplatz auf 2200m anzufahren.

Ich schau mich nach einem guten Restaurant um, finde aber leider nicht gescheites. Einer hat nichts. So gehe ich zum nächsten. Das Essen ist so lala. Der Koch fragt mich höflich woher ich komme und freut sich auch sehr an der Antwort Deutschland.

Beim Bezahlen, will er auch kein Geld von mir. Willkommen im Iran! Wow! Das ist das highlight für heute.

Die Nacht war kälter als gedacht, deshalb schalte ich gleich die Heizung an. So bleibt es 13-10°C warm die ganze Nacht.

Am Morgen bin ich schon recht früh wach und mache mich schlau. Die Burg macht um 8 Uhr auf. Zeit zum Anziehen und los geht’s.

Ausser einem Polizisten ist nichts los. Die Burg öffnet erst um 9 Uhr – dumm das.

Ich frage den Polizisten wo eine Bäckerei sei? Brot? – Ah, der Polizist versteht und lots mich zu seinem Auto. Wir fahren erst zu einer Bäckerei an der ich für 5k Toman Brot kaufe. Dann fahren wir zu seinem Haus, wo seine Frau zwei Granatapfel heraus bringt. Anschließend geht’s zu seiner Werkstatt. Hier bastelt er Messer und Grillspiese.

Fürs Messer, die Klinge stammt aus einer Feile und der Griff aus Bockhorn, will er erst 10us$. Ich lehne dankend ab. Bei 150k Toman, also 4,80€ sage ich trotzdem ja.

Nachdem Frühstück: Granatapfel, Brot und Kaffee ist gar nicht schlecht geht es in die Burg.

Ich find so viele Kleinigkeiten, die mich Faszinieren, dass ich mich gar nicht losreißen kann. Erst um 11Uhr bin ich fertig und fahre los.

Anar, Burg

Eigentlich hatte ich vorgehabt, 300km Richtung Kerman zu fahren.

Aber durch die Verzögerungen komme ich erst spät weg und nach 17Uhr geht die Sonne unter, also fahre ich meine Reserve Anar an.

Ich sehe heute auch zwei Kamele auf einem Lieferwagen drauf 😉 Beide Kamele schauen mit großen verliebten Augen beim Überholen mitleidig auf mich herab.

Vermutlich sind die Kamele in Wahrheit Dromedare, ich hab nur die Hälse gesehen.

Anar ist eine sehr kleine Stadt und die Burg nur von außen schön.

Ich gehe in die Stadt und hoffe ein Restaurant zu finden, das geöffnet ist. Meist öffnen die Läden erst um 18Uhr, was wohl der Hitze im Sommer geschuldet ist.

Sonnenuntergang in der Innenstadt, aber alles geschlossen, noch.

Ich gehe zurück zu Rosali, da ich nur im THemd unterwegs bin, während die Einheimischen schon nach Eskimos aussehen.

Auf dem Weg finde ich eine Bäckerei. Frischer Brotduft steigt in meine Nase.

Da ich keine Ahnung habe was es kostet gebe ich ihm einen 10er, aber er deutet auf den 1er. Das sind gerade 3Cent.

Jeder Bäcker macht hier genau ein Brot. Das Brot wird nicht auf Vorrat gemacht, sondern immer frisch und das schmeckt man auch.

Bei Rosali gibt es auch noch ein Bild von der Abendstimmung in der Wüste.

Ich gehe noch mals in die Stadt und bekomme einen gemischten Döner mit Huhn und Rind für 45k Toman. Auf dem Heimweg gehe ich noch einkaufen.

Würstchen, die länger haltbar sind, als die ich eigentlich wollte und zweimal offene Wurst. Ich bekomme noch eingelegte Gurken dazu, die ich kleinschneiden soll. Wobei die Verständigung nur über Hände ging 😉

Wurstwaren sind mit 135k Toman, was 4,20€ sind für Dreiviertel Kilo zusammen, sehr teuer ist. Vermutlich deshalb hab ich seit einem Monat keine Wurst mehr gekauft.

Sonst gibt es noch Krekse für 6k und 12k. Bei einem Konditor gibt es auch mehrere Fotos von mir.

Ich gehe früh schlafen meine Hände und Knie fühlen den Reifenwechsel noch und es wird kalt.

Gegen 4 Uhr morgens klopft es, ich öffne mit meiner haben Meter langen MAG (Taschen)lampe. Draußen steht ein Junger Mann – Abulfasel sein Name, wie ich später lernen werde – und meint, hier ist es nicht Sicher viele Diebe. Er sei von selber Sicherheitsman. Ich gehe wieder schlafen.

Um 8Uhr30 klopft es wieder, ich habe wohl einen guten Schlaf gehabt und Abulfasel steht wieder vor der Tür. Diesel mal bewaffnet mit Frühstück. Er benutzt einen Translater und sehr geschickt.

Ich lade ihn zu Rosali und Tee oder Kaffee ein, aber er verschwindet um in Kürze wieder dazu sein um die Whatsapp Nummern zu tauschen 😉

Das Frühstück ist vorzüglich! 😉 – Vielen Dank Abulfasl!

Ich wollte mich gerade abfahrbereit machen, gestaubsaugt ist schon, da piepst mein Luftdruck Monitor. Ich fluche schon über die falsch Meldung, aber schaue mir die Sache genauer an.

2.5bar statt 4bar auf dem nagelneuen Reserverad von gestern. Himm, falsch montiert? Ich schaue mir das Rad an.

Nicht gut. Ich muss zu einem Reifendienst. Der Unterschied zu gestern ist, dass ich wenigstens hinfahren kann. Irgendwo ist der Wurm drin.

Ich finde auch schnell einen Reifenladen. Es dauert etwas bis die 4.5bar drin sind. Die Jungs sind recht gut. Einer prüft mit Spuke ob das Ventil dicht ist. Um 12Uhr30 ist genug Luft drin und ich Schraube den Fühler wieder ran.

Die Reise kann weitergehen 😉

Gori, Fussballfeld

Heute geht’s nach Gori und auf dem Weg dort hin mache ich einem 1km langen Umweg zum Gasflaschen auffüllen. 10kg, also 20l lasse ich einfüllen für 45GEL was 12,34€ sind.

Dank der Autobahn bin ich ruckzuck in Gori und parke am Fussballplatz.

Ich laufe in die Stadt rein. Das Gebäude erinnert mich sehr an den Reichstag.

Hier gibt es auch eine Stalin Ausstellung.

Der Zug von Stalin

Arbeitszimmer

Und sonstiges zu Stalin von Schule bis Tot.

Sogar sein Familienhsus wurde hier her gebracht.

Nach Stalin, gehe ich mir den Park und die Burg ansehen.

Unterhalb der Burg gibt es noch eine Heldenausstellung.

In der Stadt kaufe ich mir noch zwei USB Kabel, eins 1m und das andere 2m lang. Für 5-6€.

Ersatzkabel. Das Naviladekabel ist recht geknickt.

Die Stadt hat starke Gegensätze. Hochhäuser und Festung.

Zurück zu Rosali kaufe ich mir noch ein frisches Brot und esse die Hälfte schon auf. Der Mond ist voll.

Wetterbericht sagt Regen voraus. Dann werde ich morgen ein größeres Stück Richtung Batumi fahren. Es sind noch 300km und 4h. Bei mir wohl 6h 😉

Morgen soll Batumi über 90mm Regen abbekommen, da brauche ich mich nicht zu beeilen.

Die Nacht war so lala, ich hab was gehört aber keine Ahnung was genau. Der Himmel sieht nach Regen aus.

Nach dem letzten Brot mit Bohnen gefüllt und einem Kaffee geht es los Richtung Batumi.