Bei leichtem Regen geht es etwa 60km Richtung Norden. Sobald wir aus der Sradt draußen sind fahre ich eine Tankstelle an, Rosali hat Durst. Direkt hinter der Tankstelle verkauft jemand Bananen. Ich vermute einen halben JD pro KG, aber bin nicht ganz sicher. Ich gebe ihm einen JD und bekomme eine Tüte voller kleinen Bananen.
Kurz vor dem Ziel fängt es noch mal stärker an zu regnen.
Am Ziel parke ich direkt am Eingang. Als der Regen nachlässt gehe ich zum Eingang. Sofort kommt einer, der mir ein Mittagessen für 7JD andrehen will und parken ist hier übernacht nicht erlaubt. Ahhh, Alptraum Touristenabzocke und dazu noch Service Wüste. Ich habe keine Lust zum diskutieren und parke auf der anderen Straßenseite ein.
Hat ja genug Platz und Ruhe ist hier auch. Sobald der Regen nachlässt gehe ich mich umschauen. Die Anlage ist riesig.
Es gibt ein Hippodrom also Circus oder Pferdrennbahn. Vermutlich mit 4 Wagengespanne.
Hier gibt es so viel zu sehen, ich weiss gar nicht wo anfangen. Der Klang im Station ist fantastisch alles ohne Mikrophon, aber man muss ganz genau in der Mitte auf dem markierten Punkt stehen. Sehr sehr eindrucksvoll 😉
Gegen 17 Uhr verlasse ich das Gelände und gehe etwas spazieren, wo keine Touristen sind und kaufe zwei Käse, Zahnpasta, zwei Grillgerichte für je 1JD.
Hadrians Tor bei Nacht
Als ich zu Rosali zurück komme, kommt auch keine 10min Später die Polizei. Die Polizisten begleiten mich zur einem sicheren Platz.
Warum verstehen ich zwar nicht, aber was solls. Mittlerweile sind wir ja schon einiges gewöhnt, da spielt so eine Aktion auch keine Rolle mehr.
Die Nacht war durch den Strassenverkehr recht laut. Temperatur war 11°C. Ich glaube, ich habe die Halbe Nacht mit Kleider geschlafen, nach der kurzen aber anstrengenden Nachtfahrt und dem Tee war ich recht ko.
Am morgen frage ich mich durch, wo es einen Wasserhahn gibt und beginne Rosali wieder mit frischen Wasser zu befüllen. Mit der Gießkanne sind es gute 10-12 Wege, die fast 1h dauert.
Nachdem der Wassertank voll ist, leere ich noch die Toilette Kassette. Jetzt bin ich für die nächsten zwei Wochen kamping bereit 😉
Sicherer Parkplatz, aber zu nahe an der Strasse und deshalb zu laut.
Heute ist nur etwa 60km Fahrstrecke vorgesehen. Mein Magen hat sich wohl beruhigt und die 12h Schlaf haben auch ihre Wirkung gezeigt.
Der erste Stopp ist bei Umm ar-Rasas hier hat es Römische-, Ottomanische- und Kirchliche Überreste.
Ehrlich gesagt sind es für mich nur Steinhaufen. Zwischen drinnen auch noch Brunnen, also aufpassen wo man hingeht. Die einzige gut erhaltene Kirche ist die St. Stefans Kirche von 785AD.
Erstaunlich was die Leute damals zustande gebracht haben.
Nächster Halt wäre eigentlich in Madaba gewesen. Ich hab mich auch durch den Verkehr gezwängt. Ich staune immer wieder über die Fahrweise der Kameltreiber. Erst wird wie wild gehüpft, dann wird überholt nur um zu merken, das er nicht vor mir einscheren kann, also blockiert er auch noch die Gegenfahrbahn. Wenn ich auch noch lächelnd und fröhlich winkend auf ihn herab sehe, dann fehlt nicht viel zum explodieren 😉
Der Parkplatz, ein Pilgerparkplatz soll 10JD kosten, ich bedanke mich freundlich und fahre weiter. Für 10JD kann ich zwei mal Essen gehen 😦
Ich erreiche die Ausläufer von Amman und sehe einen Gasflaschenverkäufer.
Wir versuchen seine Flasche umzufüllen. Dafür benutzen wir meinen kurzen Umfüllschlauch. Es tut sich wenig. Beim zweiten Versuch nehme ich auch noch Adapter Nr4 hinzu, da hier 2 Dichtungen drin sind, aber auch hier geht nicht viel. Nach viel hin und her geben wir auf. Ich gib ihm trotzdem für seine Mühe und sein Wille zum Helfen einen JD. Da ich sowieso alles gerade offen habe, werfe ich die Saudiflasche nach hinten und schließe die Flasche an, mit der wir den Umfüll versuchen unternommen haben.
Nach etwa 30min kommen wir am heutigen Ziel an. Es ist ein Waldgebiet an einem Hang. Ich suche mir recht weit oben eine flache Stelle. Etwa 600m ist ein Zoo den ich mir gerne anschauen würde.
Auf dem Weg zum Zoo finde ich noch zwei flauschige Welpen, die sich aber sofort unter einem Felsen in einer Höhle verstecken als die beiden mich kommen sahen. Gutes Verhalten, da möchte ich nicht stören.
1 JD Eintritt
Der Zoo ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Die Hälfte des Zoos sieht aus wie eine Müllkippe, fast alles funktioniert nicht. Trotzdem schafft es ein Kameltreiber eine Box neben den Löwenkäfig auf overdrive laufen zulassen und die zahlenden Besucher und ausgestellten Tiere mit Techno/HipHop zu beschallen, dass die Theke wackelt, auf dem die Box steht.
Der Braun Bär ist wenigstens clever und öffnet selbst eine Türe um sich zu verstecken.
Dafür kommt dann Braun Glatzkopf ins Gehege mit einer Chips Tüte und versucht den Bären wieder heraus zu locken.
Und was ein Reh im Vogelkäfig macht, muss man wohl auch nicht verstehen.
Zurück zu Rosali gibt es Suppe und Tee drinnen und ein paar Tropfen draußen.
Die Nacht war etwas gewöhnungsbedürftig, es war mit 9,7°C und stärkerem Wind recht kalt. Auch gab es mehr Licht und Lärm als auf einem freien Feld.
Am Morgen ist das Wetter durch wachsen. Sonnenschein, Regen und Wind wechseln sich ab. Ich will gerade Staubsaugen, da klopft es und drei Mädel stehen vor der Tür und geben mir eine Handvoll Süßigkeiten zum Kaffee. Dafür revanchiere ich mich und die Mädels dürfen Rosali anschauen.
Heute geht es nur ein kleines Stück weiter. Hier gibt es ein Tal was mehr als 500m tief ist.
Eigentlich wollte ich hier rast machen, aber es sieht alles nicht sehr stabil aus und für Morgen ist Regen angekündigt. Deshalb fahre ich auf der anderen Seite wieder hoch. Hier finde ich eine kleine Strasse, die mich zu einem flachen Acker führt.
Hier heize ich Wasser auf und genieße eine gute Dusche. Meine Haare freuen sich und nachdem ich ein frisches T-Hemd angezogen hatte, war auch der Geruch weg 😉
Magen und Darm sind nicht fit, es tummelt gewaltig wenn ich Wasser trinke.
Ich habe mir gestern noch 1kg Äpfel gekauft, die müssen für die nächste Zeit reichen.
Ich bin schon kurz nach Sonnenuntergang um 18Uhr ins Bett. Die Nacht war mit 15°C sehr angenehm, keine extra Decke von Nöten.
Um 8 Uhr mache ich einen Rundgang um Rosali und finde Pfotenspuren.
Ich setzte mir gerade Kaffee auf und die Flamme ist sehr klein. Gasflasche zuende. Jetzt bin ich auf der letzten Gasflasche, ich hoffe ich finde noch in Jordanien, spätestens im Irak einen Gasflaschen auf-,umfüller.
Beim Gasflaschen wechseln sehe ich auch eine Fellnase um Rosali schleichen. Ich nehme mein altes Brot und verteile es an der hungrigen Rudel.
Nach etwa einer Stunde Fahrt sehe ich an einer kleinen Moschee einen Wasserspender neben dem Waschraum. Hier fülle ich schnell noch 35l Wasser ab, das sollte für gute 10 Tage reichen.
Die ganze Familie putzt und Pflegt das Anwesen.
Ein paar Kilometer weiter komme ich durch ein Dorf, oder besser eine Strasse mit Häusern. Ich mache einen Stop und gehe für 5JD essen.
Neben an kaufe ich noch eine Kiste mit kleinen reifen Blutorangen für 2JD.
Hier in Jordanien sieht man öfters die deutsche Fahne an Autos wehen. Alternativ gibt es auch viele Saddam Hussein Abbildungen.
Die Strasse ist gut und es geht durchs Gebirge.
Um 17 Uhr erreiche ich den Stellplatz. Ich darf direkt an der Burg parken 😉
Einen besseren Parkplatz gibt es nicht. Die Strasse wird auch hinter mir abgesperrt und von der Polizei bewacht.
Die Nacht war bei 10°C recht angenehm, die Windstille merkt man. Am morgen rumpelt mein Magen und ich habe den Geschmack des Essens von gestern im Mund. Mist, lebensmittelvergiftung. Ich geh schon mal die Kotzschüssel holen und kaum 30min später kommt es von vorne und hinten raus.
Ich leg mich nochmals 1h hin und geh dann doch die Burg anschauen.
Die Nacht war mit 12°C angenehm. Ich have bis 2 Uhr nachts wie ein Toter geschlafen. Am Morgen hat mein Magen wieder stark aufgestoßen. Aber alles kam hinten raus.
Es ist bewölkt und noch recht frisch als ich los fahre.
Die Fahrt geht über einen 1600m hohen Pass. Die Schilder passen recht gut dazu. Kletterweg 😉
Auf dem Berg mache ich einen Pausenstop mit Tee.
Ich wollte eigentlich eine Jordanische Flagge für Rosali kaufen, aber 10JD sind ein Witz und die 5JD sind auch noch verarschung. Ohne mich – ich gehe lieber Welpen knudeln 😉
Langsam kommen wir näher an Petra.
In Petra angekommen, sehe ich, dass die Stadt recht steile Strasse hat. Die Zufahrt zu meinem Parkplatz ist natürlich gesperrt, da die Strasse neu gemacht wird. Aber ich gehe zu Fuss eine Alternative ab. Es ist zwar nicht toll, aber es reicht für Rosali.
Den Parkplatz hab ich größtenteils für mich. Bei Tageslicht treiben sich noch ein paar Touristenführer herum. Einen hab ich schon nach 5min am Hals inklusive Einladung zum Abendessen. Aber irgendwie passt es mir nicht.
Dafür mache ich einen Spaziergang zur besten Bäckerei im Ort. Es sind zwar mehr als 3km hin und zurück, aber so sehe ich noch was vom Ort.
Ich treffe auch noch jemanden, der mich zum Tee einlädt, diese Einladung nehme ich gerne an. Gleich darauf folgt die Einladung zum Essen, diese Lehne ich wieder erfolgreich ab und gehe stattdessen zum Bäcker, der aus Jemen stammt. Kaufe Brot und Kekse? für zusammen 2,5JD. Neben an noch 6 Eier für 0,600JD? bin mir da nicht sicher welche Münzen das waren.
Im Nachbarladen bekomme ich noch vom Ägypter ein paar Falafel gewürzt mit Scharf und Zitrone. Schmecken gut, auch wenn sie nicht sehr warm sind.
Zurück zu Rosali und es wird schon dunkel fülle ich meine Flaschen nach mit der 20l Reserve Flasche, die ich mir im Iran gekauft hatte.
Mein Tourguid möchte mich unbedingt noch sehen, aber ich sage ihm sehr höflich ab.
Ich habe noch neue Infos vom Peter bekommen, über die ich sehr dankbar bin.
Hier finde ich zum ersten mal den genauen Grenzverlauf von Irak Kurdistan. Das hätte ich schon letztes Jahr gerne gehabt 😉
Morgen will ich früh morgens nach Petra gehen. Ich werde gutes Schuhwerk und was zum trinken mitnehmen, aber auf Führer verzichten. Ich kann Leute, die auf meine Kosten mir die Welt erklären wollen, nicht abhaben. Ich genieße die Erkundung alleine, da kann ich mir vorstellen, ich bin der erste, der diese Sachen entdeckt und selber bewerten, analysiert und beschreiben kann. 😉
Die Nacht war gut bei 8,8°C. Ich wache schon früh auf, aber warte nach bis 8 Uhr. Nach Kaffee geht es auch gleich los.
Petra ist eine Wilde Mischung aus Kommerz, hier kosten sogar Steine 1DJ und Schönheit. Alle 10m will jemand dir was verkaufen, Esel, Kamel oder Pferd stehen zur Auswahl. Vermutlich ist das schon seit 2000 Jahren so, dass hier alles mögliche überteuert verkauft wird. Ich laufe bis zum Kloster durch. Es ist alles nett und schön, aber man kommt kaum zum genießen, weil ständig jemand etwas verkaufen will.
Ich lasse mich trotzdem ab und an zum Tee einladen, einfach um etwas zu verschnaufen und nicht ständig die Verkäufer um einen herum zu haben.
Ich bin abends froh bei Rosali zu sein und nach einer Suppe liege ich auch schon im Bett.
Die Nacht war mit 10°C ganz angenehm. Am morgen komme ich nicht richtig in die Gänge. Eine Schraube will im Bad noch eingedreht werden.
Ich Frühstücke in Ruhe und Staubsauge Rosali aus. Irgendwie ist es fast 14Uhr als ich mich auf dem Wege mache.
Gestern bin ich einfach so rein gegangen. Ich wusste nicht, dass man das Jorden Ticket in ein Papiertiket um tauschen muss. Heute hole ich es nach. 😉
Irgendwie verschätze ich mich mit dem Weg. Der Weg passt mir nicht und ich drehe um. Leider ist der Rückweg auch nicht viel besser. Ich lande bei einer Hütte, leider ist der Typ von vorher auch nicht mehr da. Aber was solls ich mache mich einfach breit. Ich habe keine Lust bei Dunkelheit herab zu steigen so warte ich auf Morgen.
Nach zwei Stunden eingehüllt in Umhang und zwei Teppichen sehe ich den Mond am Himmel – Vollmond 😉
Mir fällt auch wieder ein, das ich den längeren Weg gegangen bin. Mein Handi zeigt noch 21% an. Da ich keine Lust habe bei Wind und Wetter hier draußen 12h bei unter 10°C zu verbringen reiße ich mich zu sammen und steige im mondes Schein herab. Nach 10min habe ich den Weg mit den Treppen gefunden. Eigentlich kommen mir die Treppen auch recht weit vor, aber irgendwann habe ich es tatsächlich geschafft. Unten schauen mich ein paar Araber unglaublich an. Von dem Bär den ich oben gehört habe erzähle ich schon gar nichts. Nach einer Dreiviertelstunde erreiche ich den Parkplatz und ein Polizist spricht mich an. Er ist aber nur neugierig, wer den ganz alleine auf dem Parkplatz steht. Nach einer Besichtigung von Rosali mit Tee und Orange verabschiedet er sich auch wieder.
Ich bin recht Fertig, das Wanderabenteuer ist selbst für meine Verhältnisse grenzwertig gewesen. Ich denke für die nächste Zeit hab ich genug Abenteuer gehabt 😉
Samstag fängt relativ spät an. Es gibt Frühstück und Kaffee. Nach 12 Uhr beginnt der Regen und ich habe keine Lust Rosali zu verlassen. Um 17Uhr mache ich mir einen Topf mit Nudeln und Tee, dann geht’s auch schon wieder ins Bett.
Die Nacht empfinde ich sau kalt. Das Thermometer zeigt zwar 8°C an, aber gefüllt ist es sehr Kalt. Vermutlich liegt es am Wind. Um 2Uhr am morgen habe ich immer noch eiskalte Füsse. Erst gegen 10Uhr spüre ich langsam die Sonne und freue mich auf etwas Wärme.
Sonntag ist auch nicht viel besser. Ich putze Bad und fülle Kaffee, Zucker nach und bringe den Müll raus.
Nach Frühstück mit zwei Eier und Kaffee mache ich etwas Reiseplanung. Eigentlich möchte ich mein Petra Ticket noch ausnutzen.
Andrerseits liegt noch viel vor mir und etwas tiefer ist es sicherlich auch etwas Wärmer. Hier ist mal grob eine Planung bis Türkei.
Die heutige Nacht mit knapp 6°C überzeugt mich zum weiter fahren. Mein Trinkwasser ist auch auf 5l geschrumpft, noch ein Grund mich zu bewegen.
Heute scheint wenigstens am Morgen die Sonne. Um 10Uhr hat es innen 20°C und ich fühle mich gleich wohler. Um 12Uhr bin ich starten bereit.
Die Ausfahrt ist jetzt auch direkt möglich. Bei meiner Ankunft wurde da gerade ein neuer Asphalt aufgetragen.
Mein erster halt ist bei einer Moschee mit Quelle, leider finde ich keine Quelle, Pech.
Kurz vor meinem Ziel sehe ich eine Bahnstation mit einem Zug.
Ich wollte mir den Zug gerne näher anschauen, aber da kamen schon zwei Araber auf mich zu und fragten für 5JD. Ich lehnte dankend ab.
Bei der Weiterfahrt kommt mir schon das Grausen hoch-was mache ich nur, wenn jetzt alles so touristisch ist?
Vor der Einfahrt ins Wadi gibt es eine Pforte, es stehen 3 Araber herum und der Polizist nimmt mich mit nach hinten. Ich habe schon story gehört, da wurde für das Auto 20JD verlangt, aber ich habe Glück und er heißt mich nur willkommen.
Am Parkplatz richte ich mich ein und mache noch einen kleinen Spaziergang durch das Dorf.
Am Abend gehe ich noch ins Restaurant, nachdem er nicht mehr 7JD sondern 5JD verlangt. 😉
Danach zurück zu Rosali, und mit Frau zu Valentinstag telefonieren.
Morgen ist im Iran Männertag – da gratuliert mir auch niemand. Naja, ist halt so 😉
Die Nacht war mit 8°C recht kalt, aber ich habe nicht gefroren, im Gegenteil ich hab mich sogar aufgedeckt in der Nacht. Muss wohl vom vielen Reis gekommen sein.
Ich spreche noch mit den Schweizern, die ich schon in Aqabar getroffen habe. Vermutlich sehen wir uns in Petra wieder.
Aber Nachts hat mein Reifenwächter ab und zu gepfiffen. Ein Blick darauf zeigt deutlich zu wenig Luftdruck an. Unter 3 Bar soll der Reifenwächter auch anschlagen.
Ich denke durch die niedrigen Temperaturen bin ich bei 3 Bar vorne rechts.
Ich fahre zum Reifenhändler im Ort, hier stehen auch die ganzen Pickups Schlange um ihre Reifen wieder auf Normal nach Sandfahrten zu machen.
Ich fülle die beiden Vorderräder auf ChinaMessgerät 5 Bar auf. Bei mir sind es dann genau 4,5bar. Ich werde es mal im Auge behalten, nicht dass ich mir einen schleichenden Platten geholt habe.
Ich habe heute mit einem Holländer Paar Kontakt aufgenommen, besser gesagt, sie haben mich gefunden.
Ich werde jetzt Jordanien, Irak, Türkei fahren 100Auto+75Visa+50Versicherung us$. Es soll alles offen sein und von den Kosten um einiges Günstiger als Isreal 1200Fähre+1000portTax€(3500nis).
Die Nacht war mit 9°C eigentlich okay und sehr ruhig, trotzdem bin ich nachts mal aufgewacht. Ich denke die Hunde haben sich unter Rosali versteckt.
Nach einem gutem Kaffee geht’s um 9Uhr weiter Richtung Petra.
Eigentlich hätte ich von Akaba erwartet, dass es an der Hauptstraße zog Läden gibt, die Reifenserve und Ölwechsel anbieten, aber ich sehe nichts.
Ich finde schnell einen guten Platz. Zu meinem Erstaunen steht auch ein Schweizer Bus daneben aus dem Walis.
Ich gehe noch den Strand anschauen und finde eine Tauchschule die okay aussieht.
Wir machen für morgen um 9:30 aus.
Die Nacht war so lala, es Windet, ein paar lokals haben direkt neben mir ein Zelt aufgeschlagen und die Beleuchtung nervt.
Trotzdem fühle ich mich am Morgen okay. Ich bereite alles vor und warte mit einer Tasse Kaffee.
Die Tauchgänge waren klasse. Erster Tauchgang ging auf 28m und 35min. Es gab viel Militärische Fahrzeuge zu sehen und einige Fische.
Tauchgang 2 war 19.4m und 31min hier gab es eine Herkules C100 und einen Panzer zum anschauen.
Nach dem Tauchen haben wir uns zum Abendessen verabredet.
Es gibt eine Lokale Spezialist, die natürlich mit der Hand gegessen wird.
Der Tauchmaster bezahlt und lässt sich auch nicht davon abbringen.
In der Stadt gibt es einen sehr schönen Sonnenuntergang.
Morgen habe ich mich wieder zum Tauchen angemeldet.
Die Nacht war mit 15,5°C guter angenehm. Nach Kaffee geht’s mit den Nachbarn zum Tauchen.
Erster Tauchgang japanische Garten 30m und 32min. Danach noch ein Wrack mit Luftblase was man unter tauchen kann und im inneren Auftauchen.
Nach dem Tauchen fahre ich in die Stadt zwei neue Reifen zu finden. Leider gibt es meinen Reifen nicht. 205/75 R16C.
Als Alternative kommt ein AT Reifen in Frage, aber ohne TÜV Segen fraglich. Kösten wäre wohl 65JD/Reifen was 80€ mit Montage wäre. Ich lasse es erst mal und überlege mir eine Alternative.
Per Zufall komme ich an dem Restaurant von gestern vorbei und schlage mir den Bauch für 3,25JD – 4€ voll.
Zum Sonnenuntergang geht’s zurück zu meinen Stammplatz.
Heute ist es fast windstill und sehr angenehm. Ich setzte mich noch mit 3 Orangen ans Meer und genieße den Abend.
Ich muss schon recht schnell eingeschlafen sein. Gegen 23h wache ich auf und neben an sind ein Haufen von Zelten aufgeschlagen. Naja, ich schlafe einfach weiter.
Am Morgen hab ich einen leichten Druck auf den Ohren. Ich überlege ob ich wirklich tauchen gehen will, aber entscheide mich doch dafür.
Die zwei Tauchgänge waren richtig gut. Erster ging auf 32m tief am Korallen Riff und der zweite ging nochmals auf meinem Wunsch hin zum Schiffswrack von gestern. Da kann man auch noch durch ein sehr kleines Loch in die Kapitäns Kajüte schwimmen was sehr sehr eindrucksvoll ist.
Zurück im Divecenter gehe ich Rosali holen und die Jungs verpacken derweil meine Tauchsachen, so dass ich die nur noch einladen brauche.
Jetzt geht’s weiter in das 85km entfernte Wadi Rum.
Nach dem Besuch der Polizei geht es zum Aufräumen und Abfahrt. Ich suche nach Alternativen, aber ein Platz ist mir zu nahe an Zelten.
Die Wolken hängen tief, aber es gibt kein Regen.
Der nächste Platz an einem Museum ist geschlossen und die Hole daneben auch.
Ich versuche es abseits der Strasse, aber ich sehe die Plätze und Strassen immer zu spät.
Was aus sieht wie ein Restaurant ist eine Konditorei und ich kaufe 2×5 süsse Stücke für 2,50JD. Die auch gleich im Magen verschwinden vor ich die Kamera zücken kann.
Mein nächster Versuch ein Restaurant zu finden, schlägt auch fehl. Es ist ein Laden, bei dem ich einen Becher Hummus mit Chilis und Buttermich für 1JD kaufe. Neben an ist ein Stück alte Strasse, die etwas verborgen ist. Ich stelle mich drauf und setzte gerade Nudeln auf als die Polizei ankommt. Dies mal mit dicken MG auf der Ladefläche. Die netten Herren kontrollieren mein Pass und wünschen mir eine gute Reise. Ich nehme es als Erlaubnis hier übernachten zu dürfen an.
Die Nacht war mit 14°C sehr angenehm. Ich glaube ich habe mal zwischen drin fast geschwitzt. Schön ohne Heizung leben zu können.
Am Morgen kommt um halb neun die Polizei vorbei und warnt mich vor dem Regen. Finde ich ja wirklich nett, aber es sind kaum ein paar Tropfen was herunter kommen.
Ich mache mir Kaffee und finde sogar noch ein süßes Stück von gestern – lecker 😉
Bevor ich aufbreche gehe ich noch das lokale Hunderudel mit altem Brot füttern, eine Hündin hat ein paar Welpen.
Nach einem gemütlichen Frühstück mit zwei weichen Eiern und zwei Kaffee geht es heute zu den Wasserfällen, die mir gestern die Biker ans Herz gelegt haben.
Es geht steil bergab. Zweiter Gang und Fuss auf der Bremse. Nach ein paar km erreiche ich das Ziel.
Kostet 12 JD Eintritt
Solche Tore sehen von weiten immer sehr klein und schmal aus, aber Rosali passt sehr gut dadurch.
Nach einem ausführlichen Bad sehe ich noch den Bauarbeitern bei der Arbeit zu – ich kann das Stundenlang machen 😉
Man beachte den Bauarbeiter in der Schaufel 😉
Die Fahrt geht spannend voran. Erst steil hoch und dann auf einem schmalen Strasse über die Berge. Der Belag ist super, aber Schwindelfrei sollte man bei manchen Passagen auch sein.
Auf der Hauptstraße wieder heil angekommen sehe ich Wasser an der Strasse. Super da kann ich Rosali wieder auffüllen.
Gießkanne kommt zum Einsatz
Ein paar Kilometer weiter komme ich an den heutigen Platz an. Ich mache erst eine Begehung zu Fuss, bevor ich mit Rosali dahin fahre, aber alles Problemlos.
Nebenbei mache ich Jagd auf Fliegen. Nach ein paar Minuten habe ich ein Massaker angerichtet.
Mein Vorderreifen ist jetzt wohl langsam am Ende. Die Reifen habe ich in der Türkei bei 169.210km aufziehen lassen. Das ist jetzt auch schon 20.000km (20Mm) her.
Morgen soll es Regen geben. Wenn es stimmt, dann mache ich lieber hier einen Tag Pause.
Die Nacht war sehr, sehr stürmisch. Rosali hat gewackelt und ich bin immer wieder aufgewacht.
Deshalb wollte ich am Morgen gar nicht richtig aufstehen. Die Entscheidung trifft die lokale Polizei, gegen 13h statten die Polizei mir einen Besuch ab. Ich verstehe, dass ich wieder auf die Straße soll, also weg von hier.
Die Nacht war mit 8°C kalt aber ich hatte keine Heizung an. So wie ich gesehen habe hat Jordanien wieder andere Gasflaschen als Saudi und keine Ahnung ob die Jordanier es hinbekommen eine fremde Flasche zu füllen. Wir werden sehen 😉
Gerade als ich losfahre bekomme ich noch eine schlechte Nachricht aus der Heimat: Vater ist im Spital.
Heute geht es von 1000m auf -400m. Genau wir fahren unter dem Meeresspiegel und nicht etwa 5 oder 10 Meter, nein gleich 400m. Wenn es ein Erdbeben gibt und das Totemeer mit dem Mittelmeer oder Rotesmeer Verbindung bekommt, dann steht hier alles 400m unter Wasser 😉
Ich mache einen Stop, aber der gute Jordanier verlangt gleich 5JD fürs Essen, was wesentlich überteuert ist.
In der Nähe gibt es einen Tauf Ort. Eigentlich war es nicht der Plan da hin zufahren, aber da Vater im Spital liegt und ich seit Irak keine Kirche mehr gesehen habe, so fahre ich den Platz an. Der Eintritt kostet extra, aber nur 12JD.
Hier soll der alte Flussverlauf vom Jorden gewesen sein. Vermutlich eine Führt neben einer nicht mehr vorhandene Brücke.
Es gibt auch mehrere Kirchen. Eine Griechisch Orthodoxe Kirche besichtige ich und bete für Vater und zünde meinem Herrn Vater eine Kerze an.
Ein paar hundert Meter weiter fließt heute der Jordan und damit auch die Grenze.
Allerdings ist heute der Jordan ein reiner Schlamm Fluss. Wenn heute Jesus leben würde, würde er sicherlich auf eine Taufe verzichten. 😉
Auf dem Weg zum Toten Meer komme ich noch an einem Einkaufszentrum vorbei mit Geldautomat. Kaum stecke ich meine Schweizer Karte rein – PIN, Betrag und Ja, Quittung – es kommt eine Fehlermeldung und das wars. Keine Karte. Zum Glück ist neben an die Bank und oh Wunder die Bank ist geöffnet. Ich klage mein Leid und mit Hilfe meines Passes aus Rosali bekomme ich auch meine BankKarte zurück. Auf die Rückfrage was den los sei, wurde mir empfohlen die Bank anzurufen, bevor ich die Karte wieder einsetzte.
sCHeiss Dreck, es könnte auch meine Bank mich zuerst informieren. 😦
Einfach eine Karte sperren zulassen ohne Info ist wohl die größte Schweinerei. Zum Glück habe ich noch 3 weitere Karten, die ich einsetzten kann. So verlasse ich den Supermarkt mit 240JD in Bar und noch 200g Kaffee, gemahlen – zur Reserve 😉
Ein paar km weiter sehe ich ein Schild zu einem Aussichtsplattform und biege spontan ab. Nach ein paar Kehren komme ich an einem Parkplatz an und richte mich ein. Ich treffe auch ein paar Mopedfahrer aus Jordanien und wir unterhalten uns.
Nach dem sehr schönen Sonnenuntergang wird es frisch und ich mache mir zwei Pack Nudeln, danach Tee und Bett.
17:12
19:06
Die Nacht war mit 12°C sehr angenehm. Hier braucht man keine Heizung mehr, was mir die Sorgen um Gasbeschaffung nimmt.
Morgen soll ein Regentag kommen. Ich werde versuchen einen guten und Sicheren Ort zu finden um den Tag aus zu sitzen.
Die Nacht war sehr gut. Sterne, Mond und Stille.
Der Morgen begrüßt mich mit Sonnenschein und einen schönen Ausblick. Eine Herde Ziegen kommt auch vorbei.