Teheran, Komeini Mausoleum

Ich fahre relativ früh, vor 9Uhr los. Es ist noch kalt, aber die Heizung von Rosali wärmt mich bald.

Der Regen hört auf und die Strasse ist trocken.

Es geht erst ein Stück Autobahn, wo ich 10k Toman Gebühr zahlen muss. Anschließend geht es auf der Strasse 59 den Berg hoch.

Auf 2200m stockt der Verkehr plötzlich. Hier hat es gestern schon geschneit, gut dass ich erst heute gefahren bin. Nach 3min und zwei Bilder, verziehe ich mich wieder in die warme Rosali. Plötzlich geht es auch weiter und Rosali erklimmt tapfer den Bergpass von 2600m.

Hier gibts einen Halt und ich bestelle eine Suppe, die richtig gut ist.

Nach der Pause geht’s auf der anderen Seite des Berges wieder herunter und ich erreiche mein Ziel, das Mausoleum von Komeini.

Mariam lädt mich zu sich zum Essen ein. Leider ist sie auf der anderen Seite der Stadt, aber ich habe Snapp! eine TaxiApp und bestelle mir ein Taxi.

Die App hat auch wirklich alles was man sich wünschen kann. Fahrer, Typ F1 Star mit rollender Disko, gibt Vollgas. Das ist vermutlich auch der Grund warum es hier keine Atheisten gibt 😉

Nach 1h und 123 mp3 Songs haben wir das Ziel erreicht und es kostet lachhafte 71k Toman. Ich will ihm 75k geben, aber er nimmt nur die 70k.

Solche Taxifahrer hätte ich auch gerne in der Schweiz, aber da ist es wohl anders herum. Die kassieren wie die Weltmeisterschaft und nerven sich, wenn es kein extra dickes Geld oben drauf gibt. Erstaunlich!

Mariam ist die einzige Frau hier im Iran, der ich die Hand gebe, da wir uns von Armenien aus kennen. Das Essen ist wunderbar und die Wohnung sehr elegant eingerichtet.

Die beiden Lieben, bestehen darauf, dass sie mich zurück fahren. Es gibt sogar eine extra Stop zum Bilder machen.

Leider ist mein Magen wieder nicht sehr glücklich und ich lege zur Sicherheit ein Handtuch ins Bett. Es nervt langsam. Ich dachte es war schon vorbei 😦

Die Nacht ging so, aber am Morgen bleibe ich bis 14 Uhr im Bett. Immer 1 Schritt von der Toilette entfernt.

Ich hätte eigentlich geplant den Basar anzuschauen und die Ami Botschaft, ich fühle mich einfach sCHeisse und hab keine Lust auf Stadt.

Das einzigste was ich hin bekomme ist ein Spaziergang zum Komeini Mausoleum und lande da in einem Restaurant.

Eigentlich wollte ich nur eine Suppe und eine große Flasche Wasser, tja dann habe ich wohl zu oft ja gesagt zu etwas was ich nicht verstanden habe 😉

Ich bekomme auch nicht alles herunter, die Hälfte des Händchen lasse ich mir einpacken.

Zurück zu Rosali gibt noch Tee und Bett.

Am nächsten Morgen fühlt sich mein Magen okay an. Es gab auch kein feuchten Furz in der Nacht – ich hoffe wirklich, das Thema ist damit abgeschlossen. Woran es lag? Milch Intoleranz von Dugh? Wasser aus Täbris? Ich werde es wohl nie herausfinden.

Um 10Uhr habe ich mit Maryam abgemacht. Wir fahren zum Schluss des letzten Schar.

Danach geht’s zu einer bekannten Brücke, die zwei Parks miteinander verbindet.

Leider werde ich langsam müde. So gibts noch ein Abstecher zum über 400m hohen Fernsehturm und danach Tee in Rosali.

Tschalus, am Meer

Der Verkehr ist genauso mies wie gestern. An der Küste ist praktisch alles verbaut. Wo Städte sind, sind auch die doofen Hügel in der Strasse, Sandwich nennen es die Iraner. Für mich heißt es aus 60-80km/h auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen und im 2 Gang wieder anfahren.

Die Innenstadt ist meist mit Autos zu geparkt, da wird aus 2 Spuren plötzlich 5 Spuren und dann wieder nur 1 Spur.

Kurz vor 16 Uhr erreiche ich heute auch mein Ziel. Für 111km brauche ich mehr als 4 Stunden.

Ich mache noch einen kleinen Spaziergang am Meer und in die Stadt, aber ich bin wohl recht weit vom Zentrum entfernt. Außer einem Bäcker finde ich nicht viel.

Zurück zu Rosali mache ich mir noch einen Tee und gehe ins Bett.

Um 20Uhr klopft es und ich dachte schon ein paar Junge, die ein Foto wollen. Es sah so aus wie zwei Offizielle. Neue rote Jacke, Ausweis daran befestigt und mit einem Kartenleser und Block bewaffnet.

Ich vermute Parkplatzwächter, die wohl eine Gebühr verlangen. Ich biete Ihnen an umzuparken oder wegzufahren. Einer von beiden verschwindet und der andere versucht Sinn aus meinen KZ zu machen. Vermutlich kennt er unser Alphabet und Zahlen nicht und hat keine Ahnung was er schreiben soll und ruft verzweifelt nach seinem Kollegen. Dieser kommt auch an gerannt und wünscht mir gute Nacht. Ich habe immer noch keine Ahnung, aber beide wünschen mir jetzt eine Gute Nacht und verziehen sich. Auch gut 😉

Mein Durchfall schlägt leider wieder zu. Vielleicht liegt es an dem Hahnenwasser aus Tabriz? Ich gehe noch eine von der beiden Reserve Wasserflaschen von Lidl Italien holen. Aber wenn ich schon draußen bin, entleert sich auch gleich mein Magen.

Nachdem die Nacht recht Scheisse war und zum Kotzen bekomme ich kaum Schalf ab. Morgends um 6 startet auch der Regen.

Ich hab Null Lust heute irgendwo hinzufahren und verbringe den Morgen im Bett.

Nach 13Uhr kann ich mich wenigstens aufraffen etwas Aufzuräumen, Toilette zu reinigen und ein Handtuch, was recht sCHeisse aussieht gegen ein frisches zu tauschen.

Woran liegt weiss ich nicht. Aber um mal alles auszuschließen werde ich jetzt erstmals Wasser in Flaschen kaufen.

Kurz vor 20 Uhr kommt auch mein Parkwächter wieder, dieses mal in der Verstärkung eines englisch sprechenden Kollegen und dies mal verlangt er auch 50k Toman fürs Parken am Strand.

Kala Chay, Kampingplatz

Ich komme natürlich viel zu spät erst los. Der Verkehr ist wie gewohnt chaotisch. Es wird gehupt wie die Weltmeister. Ich merke bald, dass ich mein heutiges Ziel auf keinen Fall schaffe.

Ich mache eine Pause, es ist Sonntag und Klotag, da nehme ich mir die kürzeste Alternative als Ziel.

Die Sonne ist fast weg und ich erreiche mein Ziel. Leider hat der Kampingplatz geschlossen und ich richte mich schon Häuslich ausserhalb ein, da kommt schon Mr Mr, der Junge heißt mich herzlich willkommen auf seinen Kampingplatz und zeigt mit der Hand die Richtigung der Toiletten.

Um 19 Uhr ist es stockdunkel dunkel. Sonne geht um 17:30 unter.

Soweit so gut, leider gibt es Dünnschiss und nach einem Tee lege ich zur Sicherheit ein Handtuch ins Bett und versuche es aus zu schlafen. Wobei gefühlte alle 2h gehe ich auf die Toilette.

Am nächsten Morgen ist es immer noch nicht besser, aber ich leere schon mal die volle Kassette und saubere die nächtlichen Spuren.

Die Batterien sind schon wieder auf über 85% geladen. Die letzten zwei Tage stand ich unter Bäumen im Schatten, da gab es nur 80Wh pro Tag.

Heute soll es am Abend anfangen zu Regnen und auch am nächsten Tag durch Regnen.

Eigentlich ist hier ein wunderschöner Platz, trotzdem möchte ich entgegen dem Regen fahren und südlicher stehen.

Gegen 11:30Uhr bin ich Abfahrts bereit. Ich verfüttere mein altes Brot an die Hühner nebenan. Beim rausfahren kommt eine ältere Frau aus dem Haus und öffnet für mich das Tor. Ich frage erst was ich zahlen darf, was die Frau ablehnt. Trotzdem biete ich ihr 50k Toman an und beim 3 Versuch nimmt sie das Geld auch an. Etwa 1,56€. Eigentlich nichts für uns, trotzdem bin ich sehr sehr dankbar, dass ich die volle Toilette leeren konnte 😉

Bandar Anzali, bei Freunden

Heute geht’s 145km nach Bandar Anzali. Hier wohnen die Eltern von Miriam, die mich freundlicherweise Eingeladen haben.

Es geht an wunderschönen Reisfelder vorbei.

Wenn der Verkehr etwas besser laufen würde, wäre es eine tolle Fahrt, aber das gehupe geht mir sehr auf den Sack. Mittlerweile winke ich einfach jeden hupenden freundlich mit der Hand zu und ignoriere einfach alles was nicht in meiner Fahrbahn sich befindet. 😉

Die Brücke vor Bandas Anzali.

Die Familie begrüßt mich herzlich und es gibt erst mal Mittagsessen.

Dann zeigt der Hausherr mir das Meer, direkter Ausgang hinterm Haus.

Wir machen danach noch eine Einkaufstour in der Stadt und ich bin heilfroh, dass Rosali für heute eine Pause hat 😉

Die Nacht war sehr ruhig und ich habe göttlich geschlafen.

Nach dem Frühstück um 8Uhr geht es an den Hafen und ans Meer.

Anschließend werde ich noch zu einer Bootstour eingeladen.

Kaspisches Meer, Strand

Nachdem es mit der Gasflasche nicht geklappt hatte, gehe ich wenigstens zur Tankstelle.

Die erste Tankstelle hat auch Diesel und ich tanke um die 50l. Irgendwie tanke ich auf der Rechnung vom LKW neben an. Zum Schluss zahle ich 150k Toman, was keine 5€ sind. Ich rechne das ganze zig male durch, aber ich verstehe es noch nicht. Hauptsache Diesel im Tank, der Rest kommt dann schon noch.

Heute geht es runter von 1400m auf unter 0m. Genauer gesagt, liegt des Kaspische Meer auf -28m. Leider ist alles nass und Neblig und ich habe keine Lust anzuhalten.

Die ganze Fahrt geht an der Grenze an Aserbaidschan entlang. Am Meer angekommen werde ich sofort von Iranern angesprochen und ich bekomme einen Tip um gut zu parken.

Von meinem Parkplatz kann ich bequem zum Abendessen gehen.

Zwei mal Rind und einmal Leber mit gutem Brot und Ayran für 55k toman.

Müde trinke ich in Rosali noch einen Tee und bekomme für morgen eine Einladung zu den Eltern einer Bekannten die wir in Armenien getroffen haben.

Ich höre noch ab und zu leichte Geräusche und irgendwas schalten. Aber ich bin zu müde um Sinn daraus zu machen.

Die Nacht war super ruhig. Meeresrauschen – herz was willst du mehr 😉

Am morgen weckt mich die Sonne um 7Uhr. Ich will raus und ein paar Fotos machen, aber da stehen zwei Jungs mit Gewehr, 5m vor mir – Vogeljagt!

Um 9 schaffe ich es auch das Bett zu verlassen. Ich Staubsauge und mir fällt die Batterieanzeige auf, 47Ah verbraucht?!?

Normal sind 7Ah für Router, Handi, Wetterstation, etc.

Ich erinnere mich an das Klacken von gestern. Der Schalter von der Trittstufe hing fest und alle paar Minuten zieht es etwa 180W für ein paar Sekunden. Das hat die Batterie entleert. Ich werde den Schalter im Auge behalten.

Ich schaue auch meine Gasanschlüsse durch, ich habe mir auch extra den kleinen Schlauch gekauft. Einer müsste doch auf die Iranischen Flaschen passen.

Die Berge haben schon einen Zuckerüberzug oben drauf.

Bevor es weitergeht mache ich noch einen Spaziergang am Meer.

Der feuchte schwarze Sand ist sehr fest und befahrbar.

Ardabil, Parkplatz

Heute morgen habe ich noch Wasser aufgenommen, wenn gefühlt 10 Leute darum stehen und fragen woher, Stadt, sehen – dann geht das Wasserfüllen auch nicht schneller, aber ich vergaß Wasser für Windschutzscheibe nach zu füllen. Dafür hab ich wenigstens die Toilette leeren können.

Der Verkehr kostet echt Nerven. Ich bin Gott froh endlich aus der Stadt draußen zu sein.

Die Autobahn rollt gut vor sich hin. Einmal muss ich auch Maut bezahlen 4k sind 10Cent.

Unterwegs fängt es zu Regnen an und es wird kalt. Ich mache die Heizung in Rosali an und blase warme Luft nach hinten.

Ich komme in Ardabil an und frage bei dem Parkplatz nach, ob ich hier über Nacht parken darf und was es kostet. Er meinte 6k Toman. Ich muss Rosali noch rein parken, den ich habe die gute draußen stehen lassen. Ein Mitarbeiter weisst mich ein. Als ich bezahlen möchte mag er kein Geld nehmen.

Ich weiß in dem Moment nie was ich machen soll und werde unsicher: Hab ich mich verhört und den Betrag falsch verstanden? Ist es höflich Gastfreundschaft und er will das Geld doch? Da hänge ich ab und an doch durch…

Ich gehe zum Mausoleum, das gerade zwei Strassen von hier entfernt ist.

Der Eintritt ist schon happig. 150k Toman, das ist das 16 fache was Einheimische zahlen, aber in € sind es gerade 5€. Rs ist schon erstaunlich wie schnell man sich an die niedrigen Preise hier gewöhnt. Naja, für 50k kann man sehr viel Essen 😉

Ich habe sogar eine private Führung von einer sehr gut Englisch sprechenden Mädle, die auch gleich noch Fotos von mir macht 😉

Der Regen bleibt hartnäckig und es ist kalt. Alles was unter 20°C verursacht bei mir Frostbeulen.

Zeit für Suppe:

Dann gibt es noch einen Nachtisch für mich in Rosali.

Morgen wollte ich noch bei einem Geldwechsler vorbei gehen und auch noch meine leere Reserve Gasflasche wieder auffüllen lassen.

Die Nacht war kalt, arsch kalt. Was bei mir schon unter 10°C Auftritt. Ich bin kurz um 6 Uhr aufgewacht, war aber zu feige aus dem warmen, wohligen Bett auf die Toilette zugehen. Bis um 9Uhr hab ich dann noch weiter geschlafen.

Um 10Uhr bin ich dann auch ohne Kaffee, dafür mit Pullover, Jacke und Armeejacke in die Stadt gegangen.

Neben einer Suppe, die 8k toman kostet.

Ich finde auch einen Kaffeeladen und irgendwie kann ich erklären, dass ich einen nicht so feinen Kaffeemehl brauche. Erstaunlicherweise macht er genau, dass was ich will. Ich darf sogar den Mahlgrad überprüfen. Das nenne ich mal Service am Kunden 😉

Zurück am Parkplatz, bezahle ich 100k. Es kommt mir etwas viel vor, aber was solls.

Ich möchte noch meine Gasflasche auffüllen, aber die Tankstelle hat kein LPG. Bei Nr2 hat er keinen richtigen Adapter und Nr3 will gar nicht ran.

Bei der Ausfahrt aus Ardabil komme ich noch an den Denkmal vorbei.

Tebriz, Universität Kampingplatz

Ich fahre durch den Salzsee.

Der Verkehr ist an der Grenze. Hier wird einfach aus 3 Spuren 5 oder mehr.

Ich bin Gott froh an meinem Parkplatz angekommen zu sein. Eigentlich stehe ich daneben und gehe mich erst mal umschauen. Mein erster Gedanke war, au sCHeisse, da ist jetzt eine Baustelle. Aber ich finde ein paar Männer im Kontainer und frage. 5min später bin ich bei einer sehr gut Englisch sprechenden Frau und begrüßt mich, kurz darauf halte ich auch schon einen Tee in der Hand.

Die Einfahrt ist etwas kompliziert, da ich etwa 10m entgegen der Fahrtrichtung fahren muss. Bei uns ein Problem, hier keins. Ein Helfer kommt und weisst mich ein. Keiner Hupt, wenn ich in die falsche Richtung unterwegs bin 😉

Kaum eingepackt, kommt schon Tee Nummer zwei vom Parkwächter.

Eigentlich wollte ich heute Kfz Versicherung und SIMkarte Nr2 besorgen. Aber irgendwie sind alle Geschäfte in den letzten 2 Jahren wohl umgezogen oder geschlossen.

Ich bekomme eine SIMkarte für 150.000 toma aber ich hab wohl das Datenpaket vergessen.

Dann hab ich schon mal genug und schau mich um Essen um.

Die Nacht war schön ruhig und ich richtig müde.

Am morgen mach ich mir einen Kaffee, da geht die Gasflasche zu Ende und ich tausche schnell die Flaschen.

Die zweite SIM gibt mir Rätsel auf, irgendwie will die SIM nicht so wie ich. Ich glaube ich gehe morgen damit in einen Laden.

Ich gehe in die Stadt und komme an einer Bäckerei vorbei, an der sich die Menschen anstehen. Ich auch gleich dazu. Hier kann man drei Leute beim Brotbacken zusehen. Zuschauen ist ja bei uns in Deutschland verboten, weil da sterben sofort alle wenn ein Haar in den Teig fällt?!?

Ich lerne, dass es zwei Schlangen gibt. Die Leute, die nir ein Brot haben wollen stellen sich an der Tischkopfseite an und die anderen an der Längsseite des Tisches. Ich werde von einem Iraner zum Brot eingeladen und habe deshalb keine Ahnung was es kostet.

Ich versuche heute mal die Undergrundbahn. Ich finde auch eine Station, aber da kommt schon einer und sagt, dass Freitags keine U-Bahnen fahren.

Der nächste Versuch ist einen der Busse zu nehmen. Aber an ein Ticket, was eine Plastikkarte ist, die elektronische Entwertet wird, komme ich nicht ran. Ich soll einfach so fahren, oder zu einer Station mit Schalter? Naja, ich steige mal ein. Das heisst ich wollte hinten einsteigen, aber viele Frauen schauen mich wie einen Vergewaltiger an und auch der Bahnaufseher ruft was. Ah, dachte ich vielleicht kann ich ja beim Fahrer bezahlen. Dank Corona ist der in Plastiktüten eingewickelt und ich steige in der Mitte ein. Jetzt begreife ich auch, dass Frauen hinten sitzen und Männer vorne 😉

Am Ziel angekommen hole ich mir ein Eis. Zu meinem Erstaunen ist es halb Vanilleeis und halb Kastanien. Wow, das hatte ich nicht erwartet. Für 1000 Toman.

Bei der blauen Moschee gibt es noch ein Aserbaidschan Museum. Beide nehme ich mir für morgen vor.

Kurz danach tritt Ali in mein Leben ein. Ali ist 68Jahre alt und repariert Nähmaschinen. Nebenbei spricht Ali Touristen auf der Strasse an und lädt die Touristen zu einem Tee und einem Gespräch zu sich in dem kleinen Laden ein.

Neben bei lerne ich noch, dass es auch einen alternativen Wechselkurs gibt. Dafür gibt es auch eine Webseite: http://Bonbast.com

Es gibt hier auch um die Ecke ein 70Jahre altes deutsches Gebäude.

Bei Dunkelheit bekomme ich Hunger und fahre zurück mit dem Bus.

An einem Eckrestaurant, das mir gestern schon aufgefallen ist, mache ich einen Verpflegungsstopp.

Eigentlich hab ich was anderes bestellt, aber ich habe Kebab und Hühnchen bekommen, sehr lecker für 50k Toman.

Zurück zu Rosali merke ich, dass ich das Küchenlicht angelassen habe. Wie ich das geschafft habe ist mir mehr wie rätselhaft. Hab ich beim aussteigen den Schalter betätigt? Normalerweise verwende ich das Licht nie.

Es hat auch Nachbarn gegeben, es sind wohl zwei Gruppen Iraner, die ihr Zelt auf Asphalt aufgeschlagen haben.

Nach zwei Tassen Tee falle ich um 23Uhr müde ins Bett.

Die Nacht war leider nicht so ruhig wie gestern, vor Sonnenaufgang hüpfen schon die ersten Iraner draußen herum.

Nach dem ersten Kaffee geht es gleich los, heute steht Autoversicherung auf dem Programm.

Nachdem ich am Donnerstag schon mal hier war und nur ein Mann lustlos am PC saß und ständig das einzigste Blatt, das ausgedrückt auf dem Drucker lag anschaute und mich dann 300m weiter schickte.

Damals hatte ich an der 300m entfernten Stelle nichts gefunden, was wie ein Büro aussah. Heute morgen sehe ich ein Schild und trete ein, hier bin ich falsch, aber ein Mitarbeiter begleitet mich zu der Stelle an dem ich schon am Donnerstag war. Heute ist das Büro auch voll besetzt. Hier sitzen 8 oder 9 Leute und arbeiten, bzw. warten bis das System wieder online ist.

Dafür bekomme ich sofort einen Stuhl, einen Tee und Kuchen 😉 Eine Stunde später hatte ich für 7.1mio Rial, 22,90€ eine Versicherung für Rosali für einen Monat.

Ich habe gestern mit Ibrahim, einem Laden Besitzer ausgemacht, dass wir die Blaue Moschee gemeinsam anschauen, da ich Angst habe mich daneben zu benehmen. Da Ibrahim den Laden hüten muss kommt seine Freundin Nadia und zeigt mir die Moschee. Ich schaffe es so gar eine Bahnkarte für die U-Bahn zu kaufen, die vermutlich auch für Busse funktioniert.

Ich sehe auch die erste anti Ami Flage 😉

Die blaue Moschee

Danach gibts bei Ibrahim noch eine Kostprobe von seiner Mutter seine Kochkünste, einen Tee bei Ali dem Nähmaschinen Repair Mann.

Dann fährt Ali uns zum Essen ausserhalb der Stadt. Der Anblick ist schon eine Nummer 😉

Ibrahim hilft mir noch beim Wechsel von einem 50€ Schein und gibt mir noch ein paar Köstlichkeiten aus seinem Laden auf dem Heimweg mit.

Die Nacht war gut und ruhig. Langsam kommt hier auch der Herbst, vielleicht sollte ich etwas in den Süden fahren. Wüste wäre ganz angenehm 😉

Eigentlich wollte ich heute morgen duschen, aber mir fehlt die Motivation. Also geht es zum Handiladen. Die gute Frau drückt herum und meint 30GB gratis. Himm, ich staune etwas und sage artig Danke.

Ich habe tatsächlich 34GB Daten jetzt auf der zweiten SIM. Damit muss ich jetzt tatsächlich nicht mehr mit Daten sparen. Plus ich habe endlich wieder Zugriff auf mein Thermometer, ich hab es schon sehr vermisst 😉

Mit der U-Bahn geht es wieder in die Stadt.

Heute ist Aserbaidschanisches Museum auf dem Programm.

Nach dem Museum gibts eine Kleinigkeit zum Frühstück, für 8Cent 😉

Heute schaue ich mir das Verwaltungsgebäude, übrigens vom Deutschenreich 1935 erstellt – ist wirklich sehr schön.

Ein paar Schritte weiter ist der Bazar.

Danach bin ich fix und fertig und will nur noch heim. Dieses mal mit dem Bus. Dann gibts noch einen Stop bei dem Restaurant um die Ecke. Für 25k, 60Cent gibt es gegrillte Leber und Speck. Dazu natürlich mein Lieblings Getränk Dough 😉

Nach einer ruhigen Nacht, heize ich das Wasser in Rosali auf 40°C auf. Duschen und Haar waschen ist wieder fällig. Ich dachte erst, es gibt hier Duschen, aber die drei Duschen hier waren alle defekt und im Frauenbereich wollte ich mich nicht umschauen 😉

Nach der Dusche, geht es mit der U-Bahn zum Basar. Meine CityCarte piepst beim entwerten und jemand winkt, kein Guthaben drauf, kurz gebe ich die Karte und 10k Toman und in Sekunden schnelle ist die Karte wieder im Einsatz. Ich erinnere mich noch an die Stunden, mit denen ich kämpfe gegen Automaten ausgefochten hatte, die an der Erkennung des Geldes, der Sprache oder am Defekt des Automaten gescheitert war.

Im Bazar sehe ich ein kleines Restaurant, hier verlaufen sich wohl selten Touristen.

Das Essen ist vorzüglich und die Bedienung sehr hilfsbereit. Ich zahle 35k Toman, keinen Euro.

Ich kaufe noch sehr gute Datteln 35k und ein paar Sonnenblumenkerne 10k ein.

Ich ende wieder bei Ali, der mir auch sofort einen Tee hinstellt und ich biete ihm ein paar von den gekauften Datteln an.

In der Nähe ist auch ein Werkraum eines Künstlers, den wir uns auch anschauen.

Ibrahim kommt auch vorbei und will mir ein paar Instrumente zeigen:

Es gibt auch ein paar für meine Ohren sehr exotische Klänge:

Natürlich fordere ich den Meister zum Duett heraus und er zeigt mir ein paar Griffe-ich habe Spass dabei, meine Ohren weniger 😉

Weiter geht’s in den Egi Park. Hier trinken wir noch einen Tee, bevor es zu Rosali zurück geht.

Die Nacht war ruhig. Ich wache schon vor 7 Uhr auf und schaue mir den Sonnenaufgang genüsslich vom warmen Bett aus an.

Es gibt Kaffee und ich frage beim Hausmeister nach, wo ich Trinkwasser auffüllen kann. Ich fülle auch gleich 25l Trinkwasser ab. Morgen geht’s weiter und ich richte Rosali schon mal vor.

Morgen steht noch Toilettekassete Entsorgung und Wasser Aufnahme an.

Ich gehe gemütlich in die Stadt und kaufe an einem Restaurant vorbei. Da gibt es eine Art Suppe, die ich gleich bestelle.

Die Leute im Restaurant haben ihren Spaß an mir, Woher? Stadt? Name? – Kann auf der Dauer etwas nervig sein, dafür gabs die Suppe dafür gratis 😉

Etwas weiter gibt noch einen kleinen Nachtisch dazu. Ich denke, es war 4k, also 10Cent. 😉

In der Stadt geht bald die Sonne unter.

Und ich mache mich auf dem Heimweg mit der U-Bahn. Da gibts noch einen Tee und ein Abendessen. Ich werde das kleine Restaurant vermissen, ganz liebe Leute da und mit Getränk 35k, keinen Euro.

Um 21Uhr bin ich schon halb im Bett. Die letzte Nacht im schönen Tebriz 😉

Islami Island

Heute geht es Richtung Träbris. Ich fahre durch Urmia und sehe kleine Imbissbude an der Strasse stehen und mache einen Stop. Sofort ist auch wieder jemand mit Kamera da – lächle hungriger Star 😉

Es ist irgendwas mit gekochter Kartoffel, Ei und Tomaten mit Grünzeug. Sonst gibt es immer Fleisch, heute mal vegetarisch. Dazu gibt es Dough, das säuerliche Milchprodukte.

Danach bestelle ich noch ein Tee. Zusammen 35.000 Rials was 72Cent sind. In der Schweiz zahle ich schon das 5 fache nur für einen Tee – ja, ich bin froh so weit weg zu sein 😉

Am Rande der Stadt sehe ich ein altes Schild, mit einem Löwen drauf und Zoo. Ich erwarte eigentlich gar nichts und fahre einfach hin.

Erst dachte ich wirklich, hier ist alles zu. Aber ein älterer Mann schaut mich etwas verwundert an. Ich frage ob der Zoo geöffnet ist und er bittet mich hinein. Es laufen noch 4-5 Junge herum, die sich auch noch um den Zoo wohl kümmern. Kassen sind natürlich nicht besetzt, es kommen wohl nicht viele Besucher. Dafür gibt es für mich eine persönliche Führung durch den Zoo.

Der Besitzer schimpft viel über die Regierung. Wobei ich die Probleme mehr hausgemacht sehe. Die Werbung ist uralt und sehr verblichenen. Der Eingang sieht Ausladend aus und die Tiere sind recht zusammen gewürfelt. Was macht ein dt. Schäferhund im Zoo? Hundezucht als neben Erwerb?

Ich werde nach der Tour noch zum Apfel, Honig und Tee eingeladen, dafür gebe ich ihm 100.000 Rials, was gerade 2,05€. Normalerweise sind 25.000 Rials der Eintritt.

Dafür habe ich wirklich das volle Programm genossen. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt hier die Nacht zu verbringen, aber ein Wortschatz ist sehr begrenzt und die Übersetzung seiner endlosen Sätze machen oft keinen Sinn.

Ich fahre über einen Salzsee und suche nach einer passenden Übernachtungs Gelegenheit. Der Damm und die Brücke kostet auch zum ersten mal Maut. 80.000 Rials

Nach etwas suchen finde ich eine alte Strasse und richte mich da ein.

Ich muss gestehen, dass ich immer noch grosse Schwierigkeiten habe mit dem Geld. Mal sind es 1.000.000, aber dann sind 100.000 wieder 10.000.

Ich habe immer noch Toman/Rials von meinen Iraki Dinar. Bis jetzt hab ich noch keinen einzigen € gewechselt.

Vermutlich hab ich 3.5 mio Toman, also 35 Mio Rials. Ich verstehe das System immer noch nicht 😦

Morgen geht’s nach Täbris, Mariam hat mir dankbar einige Empfehlungen heraus gesucht. Sicherlich werde ich auch da eine Wechselstube auf suchen gehen.

Die Nacht war mehr als okay, den Verkehr habe ich wohl einfach ausgeblendet.

Am Morgen werde ich von Vögel geweckt, die meinen Fahrradträger als Vogelstange gebrauchen.

Ich mache mir erstmals ein weiches Ei und Kaffee dazu.

Der Kaffee kommt mir etwas spanisch vor und ich frage einen Freund was das wohl sei. Er meint Kaffeeimitat aus einer Wurzel. Naja, mal schaun 😉

Naghadeh, am See

Heute geht es nur eine Stunde, etwa 85km raus in die Natur und an einem See.

Unterwegs mache ich einen kleinen Stop und versorge mich mit Birnen, Kiste Mandarinen, Trauben und Brot.

Neben bei Fülle ich meinen Tank für 60k Rials, was 1,50€ sind auch gleich voll. Der Liter Diesel ist 6Cent.

Wenn mich wieder einer erzählt, das der Sprit so teuer ist, dann sage ich ihm, es liegt nicht am Sprit sondern an den Steuern. Danke ÖkoGrünesGesocks 😦

Überall wo ich auftauche kommen Leute und wollen Bilder. Ist ja ganz lustig, aber es kann auch nerven.

Ich bin gerade dabei die Dusche vorzubereiten, Haar und Körperseife, Handtuch, Brause, Waschlappen und Boiler auf 40°C vorheizen, da kommen zwei Iraner und wollen Bilder machen. Ich glaube die beiden wollten mich dafür auch zum Essen einladen, aber ich habe keinen Nerv dafür und freute mich schon auf eine schöne Dusche.

Um halb sieben wird es schon dunkel. Ein großer Hund steht vor Rosali und ich füttere ihm mein altes Brot.

Die Nacht war dunkel. Ab und zu hab ich entfernt LKWs vorbeifahren gehört.

Ich setzte mir Kaffee auf und mir fallen ein paar Brotkrümel beim Beifahrersitz auf. Nach dem Staubsaugen ist leider mein Kaffee übergekocht 😦

Ich habe gerade gefrühstückt und bin am Abwaschen, da kommt ein Anzugträger mit dem Auto angefahren. Anstatt wie sonst draußen zu stehen und warten bis ich ihn beachte, läuft er einfach in Rosali rein, mit Schuhen! Er erzählt irgendwas und geht zum Bett und tastet an der Bettdecke und der Matratze herum. Ich hab ihn einfach rausgeworfen. Gastfreundschaft hin oder her ich werde, es jetzt grundsätzlich verhindern, dass jemand in Rosali kommt. Eigentlich schade das manche sich nicht zu benehmen wissen und der Rest darunter leiden muss.

Piranshahr, bei Freunden

Heute geht es in die nächste Stadt.

Ich habe mir die Lokation von einem IranCell Laden notiert und fahre mal hin. Natürlich finde ich keinen Laden in der Strasse, aber ich parke einfach mal da.

Kaum geparkt kommen die ersten Menschen neugierig um die Ecke. Ich frage einem freundlich dreinschauenden Jungen Mann, ob es hier einen IranCell Shop gibt oder Geldwechsel. Er verweist mich auf seinen Bruder und schon sitze ich im Auto und wir fahren los. Was kann schon schlief gehen mit viel Geld im fremden Auto im Ausland, wo ich weder Sprache noch Schrift lesen kann? – Genau, nichts! 😉

Um 13h sitze ich bei meinen neuen Freunden am Essenstisch, habe zwei Hosentaschen voll Geld und 30GB Daten auf meiner SIMkarte.

Am Nachmittag werde ich von Oman herumgeführt und die schöne Gegend gezeigt.

Am Abend, werde ich natürlich zum Essen eingeladen und die ganze Verwandtschaft kommt vorbei. WOW!!! 😉

Ich kann meine Freunden gar nicht genug danken. Auch eine Hochzeiteinladung schlage ich dankend aus. Hier ist eine Gastfreundschaft, die kennt man wohl nur aus Gesichten von tausend und einer Nacht.

Morgen werde ich mich noch revanchieren und zum Mittagessen einladen, bevor ich dann weiter Fahre. Alles ganz tolle Menschen. Von klein bis ganz groß 😉

Ich parke Rosali vor dem Haus und übernachte da.

Um 8h kommt schon der erste vorbei und begleitet mich zum Frühstück. Quark mit Feigenmarmelade ist wirklich gut 😉

Oman und ich fahren in die Stadt. Der Plan war eine Bankkarte zu bekommen, aber als Ausländer wird da sofort abgewunken. Hier gibt es in jedem Laden einen Chef. Hier kommen die Bittsteller und tragen ihr Vorliegen vor. Meist merkt man schon an der Stimme wie es weiter geht. Ich denke das System hat sich in den letzten 2000 Jahren wohl bewährt.

Dafür finden wir seltsame 3 Räder mit China Dieselmotor. – sCHeisse, vor 100 Jahren hat Deutschland solche Motoren in Die Welt geliefert, heute wählt Deutschland Grün.

Wir suchen unser Mittagessen zusammen aus.

Die Autohäuser sehen hier genauso aus wie bei uns und bieten auch hochwertige Autos mit allem Schnickschnack an.

Auf dem Berg von Piranshahr hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt.

Dann geht es mit drei Autos und Rosali zum Mittagessen. Eigentlich dachte ich es ist in dem Restaurant, aber wir fahren ins Grüne. Besser gesagt durch Flüsse.

Rosali darf sich ausruhen, es ist auch das erste mal, dass Rosali sechs Leute an Board hatte, dafür werden wir extra übergesetzt.

Das Essen ist super und es folgt Tee nach Tee.

Die Familie hat hier 650 Walnuss Bäume gepflanzt und einen kleinen Gemüsegarten dazu.

Die Tomate sieht auch wie eine Tomate aus und schmeckt auch so gut wie sie aussieht.

Es fällt mir schwer mich von der Familie zu trennen, da auch schon die Sonne am untergehen ist. So beschließe ich noch eine weitere Nacht hier zu bleiben.

Wir essen noch zusammen und machen ein Abschiedsfoto. Morgen werden unsere Wege uns trennen, aber im Herzen werden alle bei mir sein.

Am Morgen mache ich mich Abfahrt bereit und werde auch schon kurz nach 8Uhr zum Frühstück abgeholt.

Ich habe gestern auf dem Markt noch Honig gekauft und der Familie geschenkt. Heute gibts den zum Frühstück 😉

Um halb Zehn ist es Zeit für mich zum gehen.

Der Abschied