Habanija Lake, Tourist City

Nachdem ich fast vollen Tank Diesel habe. Fahre ich Richtung Autobahn. Ich erspähe etwas was nach Backerei aussieht und es herrscht kein Verkehrschaos, also kann ich raus fahren und parken. Ich gehe zum Bäcker und hole mir vier Brote für 1000IQD. Ein paar Läden weiter sehe ich einen Computer laden und frage nach SimKarten – er meint entweder in der Stadt wo ich gerade herkomme oder die Strasse hinunter, solche Feinheiten verstehen ich auch beim dritten mal nachfragen nicht. Ein paar Läden weiter finde ich wieder einen Laden und tatsächlich er hat SimKarten. Ich lege ihm meinen Personalausweis und 15k IQD hin und der gute Mann beginnt seine Arbeit. Etwa mittendrin kommt Polizei herein und meint ich müsste in das Auto steigen und auf dem Posten vier Fragen beantworten. Für mich klingt das, wie die letzten Worte auf dem Grabstein, bzw. 20 Jahre Gast bei den Amis im Orangen Gewand. Ich halte das auch erst für einen Scherz und warte darauf, dass die Regierung meiner SIMkarte fertig wird. Aber Polizei meint das ernst und zupft am Ärmel, wie ein nörgelntes Kleinkind.

Na gut, ich packe mal meinen Personalausweis und Geld wieder ein und schüttel den anhänglichen Polizei vor der Tür erst mal ab. Mit hochgestreckter Hand winke ich allen zu mir zu folgen und gehe mitten auf der Strasse zügig Richtung Rosali. Der Polizeitross bestehend aus Polizei und Polizeiautos folgt mir brav im Schritttempo zu Rosali. Ich sperre Rosali auf und ergreife den Pass und schlage das Visum auf…. schon hab ich eine Hand vom Polizeichef in meiner und er entschuldigt sich äußert überschwänglich: very sorry, diplomatic Pass, very protect, so sorry,….

Ich stehe etwas verdattert da, gerade noch ins Polizeiauto versucht zu zerren und jetzt plötzlich alles okay. Ich verstehe es nicht. Schneller wie die Polizei gekommen ist, ist sie auch wieder weg. Ich schaue mich jetzt erst mal um. Der Fussmarsch mit der Polizei hinter mir, hat wohl das halbe Dorf gesehen, wer sich nicht angeschlossen hat, hat wohl die Familie dazu gerufen und steht vor den Läden und beobachtet.

Ich gehe wieder zum Computer Laden und wir beenden die Regierung und bauen gleich die SIMkarte ein.

Ich nehme auch gleich eine Aufladekarte mit, aber die 10k IQD kostet 13IQD. Naja, dafür läuft ein Junge los und bringt mir eine Karte zurück.

Es geht noch ein paar Kilometer weiter, wobei mein Navi wohl nicht die beste Route wählt, aber in einem Land wo Brücken, Dämme sehr temporär und Bahnlinien unterbrochen sind, darf sich auch das Navi mal irren. Um 14 Uhr komme ich an und richte mich ein.

Am Strand gehe ich tatsächlich Baden, aber nur mit meinem Shorty und auch nur 20min lang. Danach nutze ich gleich die Gelegenheit zum Duschen und Haare waschen.

Neben Rosali gibt es auch eine über süßen Wurf von sechs Welpen. Meine Frau Rhona hat heute Geburtstag und ich gratuliere mit den kleinen Welpen.

Abends mache ich noch einen Spaziergang durch die Touristen Anlage. Also eigentlich bin ich der einzige Tourist hier und das ich aus Alemannia komme kann ich von allen Ecken aus hören. Mein Ruf eilt mir voraus.

Nach Sonnenuntergang kommt der Wind und auch der Sand. Ich glaube heute ist Sandsturm tag, das gibt morgen Arbeit für den Staubsauger.

Die Nacht war windig, dafür Wunder schön ruhig. Ab 22 Uhr ist hier absolute Ruhe und es wunder schön hier auf zu wachen.

Knudeln sind auch schon wach und mein altes Brot finden einen Abnehmer.

Der See ist etwas aufgewühlt und Rosali hat etwas Sand abbekommen.

Es gibt noch Frühstück mit weichem Ei, Brot von gestern und Quark aus Jordanien und Kaffee.

Gegen 11 geht es weiter.

Wadi Mudschib, am Kliff

Nach einem gemütlichen Frühstück mit zwei weichen Eiern und zwei Kaffee geht es heute zu den Wasserfällen, die mir gestern die Biker ans Herz gelegt haben.

Es geht steil bergab. Zweiter Gang und Fuss auf der Bremse. Nach ein paar km erreiche ich das Ziel.

Kostet 12 JD Eintritt

Solche Tore sehen von weiten immer sehr klein und schmal aus, aber Rosali passt sehr gut dadurch.

Nach einem ausführlichen Bad sehe ich noch den Bauarbeitern bei der Arbeit zu – ich kann das Stundenlang machen 😉

Man beachte den Bauarbeiter in der Schaufel 😉

Die Fahrt geht spannend voran. Erst steil hoch und dann auf einem schmalen Strasse über die Berge. Der Belag ist super, aber Schwindelfrei sollte man bei manchen Passagen auch sein.

Auf der Hauptstraße wieder heil angekommen sehe ich Wasser an der Strasse. Super da kann ich Rosali wieder auffüllen.

Gießkanne kommt zum Einsatz

Ein paar Kilometer weiter komme ich an den heutigen Platz an. Ich mache erst eine Begehung zu Fuss, bevor ich mit Rosali dahin fahre, aber alles Problemlos.

Nebenbei mache ich Jagd auf Fliegen. Nach ein paar Minuten habe ich ein Massaker angerichtet.

Mein Vorderreifen ist jetzt wohl langsam am Ende. Die Reifen habe ich in der Türkei bei 169.210km aufziehen lassen. Das ist jetzt auch schon 20.000km (20Mm) her.

Morgen soll es Regen geben. Wenn es stimmt, dann mache ich lieber hier einen Tag Pause.

Die Nacht war sehr, sehr stürmisch. Rosali hat gewackelt und ich bin immer wieder aufgewacht.

Deshalb wollte ich am Morgen gar nicht richtig aufstehen. Die Entscheidung trifft die lokale Polizei, gegen 13h statten die Polizei mir einen Besuch ab. Ich verstehe, dass ich wieder auf die Straße soll, also weg von hier.