Königlicher Wald von Bahrain

Heute ist nur etwa 60km Fahrstrecke vorgesehen. Mein Magen hat sich wohl beruhigt und die 12h Schlaf haben auch ihre Wirkung gezeigt.

Der erste Stopp ist bei Umm ar-Rasas hier hat es Römische-, Ottomanische- und Kirchliche Überreste.

Ehrlich gesagt sind es für mich nur Steinhaufen. Zwischen drinnen auch noch Brunnen, also aufpassen wo man hingeht. Die einzige gut erhaltene Kirche ist die St. Stefans Kirche von 785AD.

Erstaunlich was die Leute damals zustande gebracht haben.

https://universes.art/en/art-destinations/jordan/umm-er-rasas/st-stephen-complex

Nächster Halt wäre eigentlich in Madaba gewesen. Ich hab mich auch durch den Verkehr gezwängt. Ich staune immer wieder über die Fahrweise der Kameltreiber. Erst wird wie wild gehüpft, dann wird überholt nur um zu merken, das er nicht vor mir einscheren kann, also blockiert er auch noch die Gegenfahrbahn. Wenn ich auch noch lächelnd und fröhlich winkend auf ihn herab sehe, dann fehlt nicht viel zum explodieren 😉

Der Parkplatz, ein Pilgerparkplatz soll 10JD kosten, ich bedanke mich freundlich und fahre weiter. Für 10JD kann ich zwei mal Essen gehen 😦

Ich erreiche die Ausläufer von Amman und sehe einen Gasflaschenverkäufer.

Wir versuchen seine Flasche umzufüllen. Dafür benutzen wir meinen kurzen Umfüllschlauch. Es tut sich wenig. Beim zweiten Versuch nehme ich auch noch Adapter Nr4 hinzu, da hier 2 Dichtungen drin sind, aber auch hier geht nicht viel. Nach viel hin und her geben wir auf. Ich gib ihm trotzdem für seine Mühe und sein Wille zum Helfen einen JD. Da ich sowieso alles gerade offen habe, werfe ich die Saudiflasche nach hinten und schließe die Flasche an, mit der wir den Umfüll versuchen unternommen haben.

Nach etwa 30min kommen wir am heutigen Ziel an. Es ist ein Waldgebiet an einem Hang. Ich suche mir recht weit oben eine flache Stelle. Etwa 600m ist ein Zoo den ich mir gerne anschauen würde.

Auf dem Weg zum Zoo finde ich noch zwei flauschige Welpen, die sich aber sofort unter einem Felsen in einer Höhle verstecken als die beiden mich kommen sahen. Gutes Verhalten, da möchte ich nicht stören.

Der Zoo ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Die Hälfte des Zoos sieht aus wie eine Müllkippe, fast alles funktioniert nicht. Trotzdem schafft es ein Kameltreiber eine Box neben den Löwenkäfig auf overdrive laufen zulassen und die zahlenden Besucher und ausgestellten Tiere mit Techno/HipHop zu beschallen, dass die Theke wackelt, auf dem die Box steht.

Der Braun Bär ist wenigstens clever und öffnet selbst eine Türe um sich zu verstecken.

Dafür kommt dann Braun Glatzkopf ins Gehege mit einer Chips Tüte und versucht den Bären wieder heraus zu locken.

Und was ein Reh im Vogelkäfig macht, muss man wohl auch nicht verstehen.

Zurück zu Rosali gibt es Suppe und Tee drinnen und ein paar Tropfen draußen.

Die Nacht war etwas gewöhnungsbedürftig, es war mit 9,7°C und stärkerem Wind recht kalt. Auch gab es mehr Licht und Lärm als auf einem freien Feld.

Am Morgen ist das Wetter durch wachsen. Sonnenschein, Regen und Wind wechseln sich ab. Ich will gerade Staubsaugen, da klopft es und drei Mädel stehen vor der Tür und geben mir eine Handvoll Süßigkeiten zum Kaffee. Dafür revanchiere ich mich und die Mädels dürfen Rosali anschauen.

Um 10h geht es weiter.

Amman, Stadtmauern

Die Strassen in Jordanien sind zum Teil sehr brüchig. 60km/h ist schon recht schnell da drauf.

Amman kommt langsam näher. Ich sehe ein Schild mit den sieben Schläfern. Eine Bibel Gesichte von 7 Männer, die sich vor den Römer verstecken und erst nach 300 Jahren aufwachen und sich wundern, das Rom das Christentum als Staatsreligion übernommen hat.

Leider ist wenig zu sehen und ich fahre weiter.

Der Verkehr ist eine Katastrophe. Die Leute fahren einfach oder manchmal auch nicht. Blinker und Bremse wird durch die Hupe ersetzt. Warum ein LKW mit Hänger mich rechts überholen muss um dann 100m weiter einfach stehen zu bleiben ist mir ein Rätsel. Naja, mit viel Rücksicht und ständig Spiegel kontrollieren komme ich auch zu meinem Ziel.

Der erste Weg ist etwas zu Frühstücken.

Die Burgüberreste finde ich sehr spannend.

Nach Sonnenuntergang wollte ich eigentlich in die Stadt ein nettes Restaurant suchen. Aber in der Gegend ist einfach nichts und das Restaurant was da ist wollte ich auch nicht. Ich finde eine nette Bäckerei an der ich etwas Brot und ein Blätterteigstück mit nehme. Da ich keine Ahnung habe was es kostet, gib ich ihm einen 5er und er mir Geld heraus. Ich bin schon am gehen, da kommt er angelaufen und schreit fünf, fünf. Ich hatte schon die Vermutung, er hat meinen 5er verschlampt und will noch mals einen 5er haben – aber weit gefehlt. Ich bekomme noch 3 JD heraus. Brot muss wirklich sehr günstig hier sein.

Zurück zu Rosali hat sich der Parkplatz stark geleert. Ich glaube hier in der mitte der Stadt ist es wohl am ruhigsten. Wir werden sehen.