Heute ging es ein gutes Stück nach Norden. Ich wollte nochmals eine ruhige Nacht haben bevor ich an der Grenze zu Jordanien ankomme. An der Grenze selbst wollte ich auch nicht übernachten, da treibt sich mansch übler Zeitgenosse herum.
Unterwegs hab ich ein Bangladesches Restaurant gefunden. Essen für 10 Rials und Nachtisch für 1 Rial. 11 SAR sind 2,57€. Also die Preise sind klasse und das Essen ist echt gut. Kein Vergleich zu dem trockenen, Saudi Hähnle mit Reis.
Eigentlich wollte ich an einer Sackgasse anhalten, aber ich hab denn Sportplatz gesehen und dachte – passt 😉
Ich bestelle noch das Jordanien Visum und lade Pass und PCR Test hoch.
Heute läuft mal wieder mein Router Simkarte aus. Zum Glück habe ich noch das Handi.
Da ich so wie so plane nach Jordanien zu fahren, passt es schon mal ganz gut. Ich habe mir auch schon den Jordan Pass geholt, jetzt warte ich eigentlich nur noch auf den PCR Test Ergebnis, das morgen auch vor liegen sollte.
Heute morgen sieht das Wetter sehr nach Sturm aus. Die Weitsicht ist sehr eingeschränkt und die Temperatur sehr hoch.
Unterwegs sehe ich wieder einen sehr langen Zug.
Gegen 16 komme ich an meinem heutigen Ziel an. Die Burg und die verfallenen Häuser sind eigentlich ganz nett.
Wenn man in Deutschland von Zapfhahn spricht, denkt wohl jeder an Benzin und Diesel. Hier kommt Wasser raus 😉
Ein Stück weiter gibt es noch eine Quelle, aber es ist natürlich alles künstlich.
Ich mache mich auf dem Weg zum Restaurant. Das Essen sieht besser aus, als es schmeckt.
Zurück zu Rosali gibt es noch Tee, dann bin ich auch schon reif fürs Bett.
Die Fahrt geht wieder in Richtung Sandwüste mit hohen Dünen.
Ich sehe an der Autobahn noch ein Schild nächste Tankstelle 250km, deshalb fülle ich Rosali noch mals voll.
Ich sehe auch im Laden, die Luft Kompressor für die Reifen, aber ich finde die Oreise Abartig hoch für den China Müll.
So gibt erst mal was zum Essen. Gut würde ich es nicht bezeichnen, aber der Hunger treibts nah… 😉
Bei den Felsen angekommen suche ich mir einen guten Parkplatz und registriere mich. Der Eintritt ist auch kostenlos.
Ich gehe mir die Felszeichnungen mal Anschaun. Ich kenne solche Bilder schon aus Australien, Frankreich, Spanien und einige Länder mehr. Begeisterung hält sich in Grenzen, aber einmal muss man die Bildle halt mal gesehen haben.
Ich sehe im Park noch Orangenbäume und freue mich schon. Aber das sind wieder die saueren Früchte, wie die Zitrone vom Markt.
Ich mache gerade etwas Reiseplanung, als ich ein seltsames Geräusch höre. 2 oder 3 Mädchen haben mein Toiletten Fenster von aussen aufgemacht, ich gehe gleich nach draußen und sehe sie noch weg rennen. Scheissbande!
Ich habe ständig ein sandigen Geschmack im Mund. Es fühlt sich trocken und modrig an. Ab und zu sieht man etwas Sand über die Strasse wehen.
Um halb eins mache ich die erste Pause und suche mir ein Restaurant. Davor parkt ein Pickup mit Ziegen. Die Ziegen geben keinen Ton von sich.
11 SAR
Weiter geht’s Richtung Hail.
Um drei komme ich in Hail an und finde auch den Laden schnell. Leider will der gute Man mal wieder nix machen. Nicht mal einen Versuch die Gasflasche zufüllen. Das ist wirklich zum Mäuse melken.
10min später schließt er den Laden und geht in die Moschee, so hab ich Zeit mich etwas in der Nachbarschaft umzuschauen. So sehen die Saudischen Gashähne aus:
Mir kommt der Spanische Adapter in den Sinn, den ich auch noch bei mir habe. Aber leider nicht der selbe ist.
Oben links Spanische und unten rechts Saudischer Anschluss
Zum Glück kommen zwei Pakistaner/Inder oder Bangladescher, die vermutlich die Flaschen ausfahren und schauen sich mein Problem wenigstens an.
Keine 5min später hab ich auch eine Lösung.
Der Adapter der Saudis gibts auch mit Gewinde. Das Gewinde ist etwa genauso groß wie das Spanische und der 4er Adapter passt genau zum Anschluss von Rosali. Problem gelöst 😉
Die leere deutsche Flasche landet in dem Hinteren Lager unterm Bett.
Hurra, ich bin heilfroh wieder Gas an Bord zuhaben. Jetzt muss ich mir auch keine Sorgen mehr um kalte Nächte machen und kann sich viel Gas benutzen wie ich möchte.
Flasche mit Gas und Adapter hat 235 SAR gekostet, was 56€ sind. Nicht billig, aber dafür sehr befreiend.
Als nächstes suche ich mir einen Parkplatz im Park. Sieht auch sehr gut aus, aber der Park schließt um 23 Uhr. Und ich habe keine Lust mir um Mitternacht einen neuen zu suchen, so breche ich gleich auf.
Ich hab mir 2 Plätze in je 1h Entfernung herausgesucht. Aber beim Fahren sehe ich einen kleinen Park und fahre den A’arif Fort Park an. Das Fort ist zwar geschlossen, aber das stört mich nicht.
Ich schau mir noch die Gegend etwas genauer an. An einer Bank ziehe ich noch 1000SAR, da ich noch nicht weiß wie lange ich hier bleibe.
Dann gehe ich in einem Restaurant etwas essen. Es gibt: ja, wie immer Hühnchen mit Reis.
Was die Spaghetti auf dem Hühnchen zu suchen haben, weiß auch nur der Koch. 😉 Zur Feier meiner neuen Gasflasche gibts auch einen Nachtisch, den ich zu Rosali mit nehme und bei Tee mit befriedigend Genuss verspeise.
Die Nacht war im Innern mit Tiefstwert von 13,7°C sehr angenehm. Die Heizung lief Nachts einmal eineinhalb und das zweite Mal zwei Stunden lang.
Heute geht es nach 11 Uhr in die Innenstadt. Eigentlich dachte ich da ist ein Bazar, wie im Iran, aber ich finde nur Läden.
Gegen Mittag kehre ich in einem kleinen Restaurant ein.
Es gibt noch drei Pfannkuchen Brot, Wasser und Tee dazu. Beim bezahlen winkt er ab – ich gib zwei Fünfer – er gibt mir einen Fünfer zurück und noch einen ein Rial Schein – da winke ich ab.
Etwas ratlos stehe ich draußen und frage mich was da gerade passiert ist. Das Essen für etwas mehr als 1€?
Ich finde ein paar der alten und leider aufgegeben Lehmhäuser. Es ist sehr schade, dass Saudi ihre Vergangenheit verliert.
Das ist real, kein Nachbau oder Museum Stück!
Der Mann schläft in der Mittagspause.
Die Bilder wird es in der Zukunft nicht mehr geben.
Ich stolpere, klettere und wage mich in die alten Häuser. Es ist wie eine Sücht, ich möchte die Lehmhäuser fühlen, das vergangene Leben darin spüren. Immer weiter treibt es mich durch die Ruinen. Ich bin erst befriedigt als meine Füsse kaum noch können und ich zum Markt humple.
Hier gibt es gefühlte hundert Händler die nur Datteln verkaufen. Ich Freunde mich mit einem Bengali an und teste Datteln bis ich voll bin. Eigentlich wollte ich nur 1kg für 25SAR kaufen, aber ich ende mit 2 KG aus 4 verschiedenen Sorten zu 30SAR – Freundschaftspreis 😉
Da es so viele Händler da gibt, muss die Gewinnspanne recht hoch sein.
Hundert Meter weiter sind die Obstverkäufer angesiedelt. Ich sehe über grosse Zitronen und kaufe eine zum recht stolzen Preis von 5 SAR, etwas mehr als 1€.
Ich bin etwas sehr enttäuscht als eine sehr bittere Zitrone sich darin befindet. Erst beim Nachlesen finde ich mehr darüber heraus:
Trotzdem werde ich vermutlich nie ein Freund davon werden.
Ich kaufe in einem Supermarkt eine größere Menge von fertig Nudeln, vermutlich für fast zwei Wochen und etwas Tee für 44 SAR, etwa 10€.
Käse und Wurst ist hier Fehlanzeige. Es gibt wohl Käse in Dosen, aber das tue ich mir nicht an.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein gutes Abendessen. Da ich in einer grossen Stadt bin natürlich ein Restaurant. Aber irgendwie laufe ich wohl in die falsche Richtung und die Lokale sind mir nicht gut genug.
Nach langer Suche, Ende ich direkt neben dem Supermarkt in der Bäckerei, die haben auch Suppen. Suppe und drei herrlich frische Brote für 5 SAR. Heute ist es ein billiger Tag
Ich verkrieche mich wieder in Rosali und genieße die Suppe mit frischem Brot. Danach Tee mit Datteln.
Die Nacht war mit Heizung die tiefst Temperatur 13,2°C. Die Heizung lief auch heute Nacht deutlich länger. Etwa drei mal je 2h. Im Bett war es kuschelig warm.
Heute geht es etwa 120km nach Norden. Nach Kaffee mit Datteln und Tahina geht es gegen 9 Uhr auch schon los.
Heute wollte ich gleich meine Gasflasche füllen gehen. Es gibt hier im Dorf eine Gasfüllstation, die auch sehr gut mit Rosali erreichbar ist.
Leider mag der Mitarbeiter nix machen. Schon als ich ihm die Flaschen zeige hat er keine Lust. Auch als ich ihm den Adapter zeige – keine Lust. Ich soll nach Riad oder Jeddah fahren – danke für nix!
Ich habe zwar noch etwas Gas in der Flasche, aber es ist immer ein ungutes Gefühl wenn es weit und breit keine Gasstation gibt 😦
Wenigstens ist neben an eine Bäckerei, es richt zwar gut, aber innen ist alles etwas seltsam organisiert. Ich kaufe trotzdem zwei verschiedene Brote für je 1 SAR.
Nächster Schritt ist Wasser füllen. Ich sehe einen von den Wasserspeichern, ich kann auch die Trinkwasserflaschen hier auffüllen, aber für Rosali ist der Druck zu gering.
Deshalb fahre ich zu einer kleinen Moschee in die Wüste. Ich versuche gerade den Schlauch anzuschließen, da kommen ein paar Jungs und belagern mich mit Fragen und wollen mich zum Grillen heute Abend einladen. Ich sage dankend ab.
Ich bekomme zu erst zwei Packungen Datteln geschenkt, was ich sehr nett fand.
Dann gibt er mir seinen Umhang und ich probiere ihn an beim Plaudern. Als ich ihm den Umhang zurück geben wollte, durfte ich es nicht, Gastgeschenk. Ich weigere mich mit Händen und Füssen, aber plötzlich waren sie weg und ich hatte den Umhang in der Hand.
Irgendwie kamen die Jungs mir schon seltsam vor Whisky, Weed, Pillen – vielleicht sind es auch die überregionalen Drogendealer. Und ich dachte immer Saudi und Drogen gehen nicht, naja man lernt immer was neues hinzu 😉
Weiter geht’s durch die Wüste.
Plötzlich sehe ich etwas bekanntes auf der linken Seite. Es sieht aus wie eine Radarstellung bei den Russen auf der Krim und sieh da:
Eine riesige Sammlung von Raketen zur Flugzeugeabwehr und das ganze auch noch sehr offen direkt neben der Strasse.
Weiter geht’s noch ein Stückle zu den Bergen, bzw. Sandtürmen.
Dort suche ich mir einen passenden Platz aus.
Ich finde auch wieder eine Pflanze, die wie Melonen aussieht, viel kleiner und mit einer harten Schale.
Wenn das Fleisch verschwindet, bleiben nur noch die Kerne drinnen – eine Rassel 😉
Ich habe volles Wasser und zur Abwechslung keinen Sand, deshalb genieße ich heute eine gute Dusche. Meine Haare freuen sich auch darauf 😉
Nach der warmen Suppe und der angenehmen Dusche falle ich mit meiner Kleidung ins Bett. Erst gegen Mitternacht wache ich wieder auf und ziehe mich aus. Die Nacht war mit 5°C recht kalt, aber dank Decke und Windstille empfand ich es nicht sehr kalt. Trotzdem komme ich am morgen nicht aus dem warmen Bett. Heute ist pausen Tag angesagt.
Nach Mittag zieht eine Herde Dromedare an mir und Rosali vorbei.
Nachmittags kann ich mich auch noch zu einem Spaziergang um Rosali aufraffen.
Weites Land 😉
Die zweite Nacht war deutlich wärmer mit 11°C in Rosali. Leider bedeutet das auch Wolken und keine wärmende Sonne am Morgen.
7 Uhr 29 aus dem warmen Bett aufgenommen
Gegen 10 Uhr bin ich fast fertig und die Sonne kommt heraus.
Ziel für heute: Gasflaschen finden in Hail und einkaufen: Kaffee, Tee und Esswaren. Mein Kühlschrank ist seit mehreren Tagen leer 😉
Jetzt kommt wieder die Abfahrt. Sehr steil über 16%. Gestern beim Hochfahren hatte ich schon etwas Bedenken. Man weiß ja nie was nach der nächsten Kurfe kommt. Heute geht’s entspannter runter und ich kann auch Fotos nebenbei machen.
Ich mache noch einen Stopp und gehe etwas spazieren. Im Auto sieht alles etwas anders als als zu Fuss .
In der Stadt gönne ich mir wieder ein halbes Hähnchen mit Reis.
Danach geht’s zu einer der Sehenswürdigkeiten von ganz Saudi.
Eigentlich wollte ich mir noch einen anderen Übernachtungsplatz suchen. Aber bei meinem aktuellen Glück kommt am besten Parkplatz gleich nach 10min die Polizei, also kann ich mich auch ganz offen hinstellen 😉
Die Nacht war okay, ich habe extra die Heizung angemacht und die Temperatur ist auch nicht unter 13,3°C gefallen, trotzdem bin ich aufgewacht und ein Fuss war eiskalt. Vermutlich hab ich mich beim umdrehen aufgedeckt.
Eigentlich wollte ich mir gegen 7 Uhr den Sonnenaufgang anschauen, aber eigentlich ist so ein warmes Bett auch was sehr schönes 😉
Ich verbringe den Tag mit Kleinigkeiten: Schrauben im Bad nachziehen, Staubsaugen, Kaffeenachfüllen – Kaffee ist letzter verwendet- Zucker nach füllen, Toilettekassete wechseln und Müll rausbringen. Alles solche Kleinigkeiten, die man regelmäßig macht.
Nebenbei gibt noch Kaffee und Datteln mit Sesamöl? So etwas Ähnliches wie Erdnüsseöl. Ich hab am Anfang gedacht, das ist ein Touristen Ding, aber es schmeckt wirklich sehr gut und macht süchtig 😉
Nach einem Monat Wüste, traut man sich auch mal in den Sand.
Sonnenuntergang
Zum Abendessen gibt es zwei Packungen von den Asia Nudeln und danach Chai mit Datteln und Sesamöl 😉
Heute gehts etwa 100km weiter nach Al Ula. Ich habe schon so viel davon gehört, jetzt schau ich es mir selber an.
Die Fahrt führt durch mehr Berge, auch Sand Dünen kommen wieder dazu.
Mein erster halt führ mich in die Altstadt von Al Ula. Naja, es sind die unbewohnten Häuser. In der Mitte ist ein Durchgang wieder zugänglich. Auf der anderen Seite der Stadt sieht es nach Filmkulise und Walt Disney aus.
Neben der Altstadt gibt es noch ein Alter Aussichtsturm. Der auch offen ist und ich steige hoch. Gute Aussicht und ich sehe, wie auf der anderen Seite ein Schauspuel dar gebracht wird.
Ich gehe nochmals durch die Stadt, allerdings auf einen wohl nicht offenen Weg sehr sehr interessant ist.
Vorne an der Bühne hat es die besten freie Plätze.
Eigentlich wollte ich durch die Stadt fahren und wir was gutes zum Essen kaufen, aber ich fahre den nächst besten Laden an und bestelle mir etwas.
Anschließend geht es noch etwas sehr steil auf einen Ausichtspunkt.
Ich hoffe es nachts nicht zu windig.
Die Nacht war wunderbar schön ruhig. Die Heizung war auf sehr angenehme 11,5°C min eingestellt.
Am morgen genieße ich gerade meinen ersten Kaffee und bin tief entspannt. Da kommen zwei Autos angefahren und parken neben mir. Ich schau mal raus, eins sieht nach Behörde aus.
Ich darf hier nicht sein.
SF Behörde
Kein Problem, fahre sowieso weiter und, dass ich hier Übernachtet habe muss ja keiner wissen. Beide Autos weg. Ich nehme meinen Kaffee und gehe noch zu der Stelle von gestern um ein paar Fotos vom Tag zu machen. Prompt kommt ein von den beiden Autos angefahren. Ich erkläre ihm, dass ich Foto mache – er verboten. Ich, ob er von mir Fotos machen will. Er schaut mich dämlich an – naja, ich versuche ihm noch ein paar schwäbische Wörter klar zu machen und dem Rückweg zu Rosali, aber die sind wohl auch verboten – was solls 😉
1,5km weiter, fällt mir natürlich ein, das ich noch Wischwasser nachfüllen wollte und halte noch mal an einem schönen Ort an.
Jetzt kommt wieder die Abfahrt. Sehr steil über 16%.
Ich mache noch einen Stopp und gehe etwas spazieren. Im Auto sieht alles etwas anders als als zu Fuss .
In der Stadt gönne ich mir wieder ein halbes Hähnchen mit Reis.
Danach geht’s zu einer der Sehenswürdigkeiten von ganz Saudi.
Eigentlich wollte ich mir noch einen anderen Übernachtungsplatz suchen. Aber bei meinem aktuellen Glück kommt am besten Parkplatz gleich nach 10min die Polizei, also kann ich mich auch ganz offen hinstellen 😉
Heute geht es locker auf etwa 960m hoch. Den Anstieg spürt man kaum, aber man sieht deutsch mehr Kamele, Esel und Ziegen an der Strasse laufen.
In einem kleinen Dorf, gibt es Futter für Rosali aus einem uralten, triefenden Dieselhahn und für mich Hähnchen mit Reis.
Bei uns würde die Feuerwehr den Boden metertief abtragen 😉
17 SAR mit Chai
Eine halbe Stunde später erreiche ich meinen Platz für heute Abend und mache es mir gemütlich.
Dornenstrauch
Die Nadeln sind etwa 4cm lang
Die Nacht war kalt, aber angenehm ruhig und ich musste keine Angst vor irgend einem Besuch haben.
Morgends hatte es hoch Nebel und gegen halb Achte hatte es 7°C. Ich bin erst um 10 Uhr aus dem warmen Bett gestiegen als eine Familie Esel vorbeiziehen.
Heute ging es etwa 150km nach Norden. Bevor ich die Stadt verlasse, sehe ich noch eine Bank. Ich hab seit längerem einen zerrissene 10er und einen alten ungültigen 5er im Geldbeutel. Keine 4€, aber der Schwabe bückt sich auch für 1 Cent 😉
Ich hinein und zum Schalter, der gute man murmelt etwas von sich hin und flickt den 10er mit sechs Klebestreifen, aber gibt mir einen besseren 10er zurück. Leider täuscht er den 5er aber nicht. Ich gehe zum Chef und der spricht mit dem OberstenChef. Es gibt wohl nur ein paar grosse Banken, die das Geldwechseln, keine hier.
Und der Fehler (den alten Schein anzunehmen) sei ja mir passiert und betreffe nicht die Bank.
Bankchef
Naja, neben der Bank ist eine Bäckerei und ich kaufe mit dem alten 5er vier Brote und ein Käsehörnchen bekomme drei Rials zurück. Problem gelöst 😉
Wenn ich schon am einkaufen bin, gehe ich in den Laden neben an und kaufe ein paar Sachen ein.
Der Weg in den Norden wird immer leerer. Weniger Autos, dafür mehr Kamele.
Kurz vor 15 Uhr erreiche ich meinen Platz.
Ich will mich eigentlich hinter einem Rohbau verstecken, aber bevor ich ausrolle steht schon die Univorm neben mir und fragen nach Pass, bzw. Blättern in einem unsichtbaren Buch – es dauert eine Weile bis ich auf Pass komme 😉 Kein Wort Englisch. Ich sag etwas von Kaffee und Bauchvollschlagen, Polizei mein nicht ans Meer gehen, hier okay.
Was das jetzt genau bedeutet wird sich wohl später herausstellen. Ich genieße erst mal einen leckeren Kaffee mit Käsehörnchen.
Meine eigene Kaffeemischung
Danach gibts erst mal eine Strand besichtig zu Fuss. Es ist schön da. Schön wäre es auch mit Brandungsgeräusch einzuschlafen. Ich werde heute wohl abfahrbereit schlafen gehen, falls die Polizei Nachtschicht mich findet und vertreiben muss.
Heute ist sowieso der letzte Tag am Meer, ich möchte morgen Richtung al Ula in das Landesinnere fahren.
Die Nacht war classes, Meeresrauschen und kleinen kam fragen 😉
Nach einem guten Frühstück kamen dann doch noch ein Polizeiwagen, aber die Polizei wollte nur wissen, wieviele in Rosali sind.
Heute geht es 120km Richtung Norden. Umluj wurde mir von einem Saudi empfohlen. Wobei ich sagen muss bei allen Empfehlungen hatte ich bis jetzt Pech. Bevor ich die Stadt verlasse, fülle ich noch die Wasserflaschen mit kaltem Wasser auf und Rosali bekommt auch noch knapp 60l in den Tank.
Die Fahrt geht die übliche Fläche Wüste. Das einzigste sind die Kamele rechts oder zur Abwechslung links.
Nach 3 Stunden komme ich am Ziel an.
Ich hoffe ich darf innerhalb der Stadt am Wasser stehen.
Das Essen war nicht der Hammer. Das Fleisch recht hart und das Brot nicht frisch und warm.
Dafür gibt es auf dem Rückweg zu Rosali einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer.
Die Nacht war himmlisch ruhig bei 17°C und keiner hat gestört.
Morgends beim Kaffee höre ich deutsche Stimmen. Zwei Bayern von einer Flugzeugfirma kommen zum plaudern vorbei. Wir tauschen noch Infos zum tauchen aus.
Ich hab gerade meinen Kaffee fertig da kommt auch schon die heute etwas unfreundlich Polizei. Irgendetwas mit Karavan und nicht parken.
Egal, ich hatte eine sehr angenehm Nacht und mache mich auf dem Weg.