Dakar, 7 Riyadh > Al Dawadimi

Irgendwie konnte ich heute Nacht schlecht schlafen. Ich war schon kurz nach 6 wach.

Nach Kaffee ist um 7 Uhr 30 Abfahrt.

Kurz vor 9 gibt es einen Tankstopp, ich lass noch mal Rials aus dem Automaten, was gar nicht so einfach ist, wenn man die Sprache nicht umstellen kann und ich bestelle Leber zum Frühstück.

15 Rials mit Brot und Chi

Baustelle und Unfall. Hier kracht es am laufenden Band.

Das sind die Rüttel Strecken Warnungen. Die mein halbes Bad zerlegen. 😉

Die Landschaft ist heute mehr staubige Steinwüste mit Dromedaren.

Ich kreuze auch drei mal die Rally Strecke, da sieht man Auto und ganz ganz viel Staub.

Die Einfahrt zum Bivouac

Es gibt mittlerweile sehr viele Löcher. Der Grund dürfte wohl die Unfälle sein.

Auch die Mopeds werden weniger.

Als ich ins Bivouac laufe kommt mir ein Moped entgegen und seltsames Englisch frägt mich ‚where refulling‘, ich zeige nach links. Als er mit Vollgas und in Schlangenlinien davon stürmt, fällt mir auf, das war gerade die 52 mit Matthias Walkner drauf 😉

Team verrückte Katalanen sind noch vollständig beim Franzosen sehe ich den Porsche und den Käfer in Arbeit.

Ich sehe den 504 Coupé vom Franzosen als Teile Spender. Es ist heute auch das Ende.

Und tatsächlich, der tot geglaubte 711 vom Adolf ist am Start. Bzw. gerade ins Ziel gekommen und erster Weg ist wie bei vielen das Stille Örtle. Danach kann ich mich mit Adolf und seine Mechaniker unterhalten.

Laut Adolf, hat er auch nie daran gezweifelt, dass er nicht weiter machen kann 😉

Das deutsche Lager steht wieder zusammen, die Mercedes sind okay nur der Toyota hat seine Achse vor sich abgelegt und es wird dunkel. Aber das deutsche Lager hilft sich gegenseitig aus mit Strom für Licht.

Team Ruppert auf 821 lässt sich auch von der Nacht nicht beeindrucken und arbeitet weiter.

Ich lasse den Abend am Lagerfeuer ausklingen, bevor ich zu Rosali zurück kehre.

Dakar, Riyadh Ruhetag

Heute Morgen helfe ich meinen Nachbarn das kaputte Auto zu verladen und wir basteln ein Provisorium als Rücklicht.

Die Lichter stammen vom Hilux. Wir haben mit meinem Messgerät alles durch gemessen. Weil der Zugwagen ein Ami ist und andere Verkablung hat. Vermutlich ist das Bremslicht Relais gesteuert, das beste was wir basteln konnten. Zum Schluss wurde es rot lackiert und fertig.

Bei uns würde der Anhänger vermutlich aus dem Verkehr gezogen werden, aber hier ist es wohl okay bis nach UE heim.

Die 3 Mechaniker fliegen heute auch heim. Ich hab noch versucht an ein Armband zu kommen, aber Zeit gleich, kam mein Jeminischer Transportchef auf die wenig gute Idee Rosali von einem seiner Fahrer ins Bivouac rein fahren zu lassen.

Also manchmal denke ich, der eine oder andere hat schon etwas zu viel Sonne abbekommen 😉

Das einzigste was ich heute gemacht habe ist meine Wasserflaschen durch die Grosse 20l Kanister aufzufüllen.

Gestern war aber auch ein langer Tag und morgen geht es 344km Richtung Osten zum neuen Lager. Tanken sollte ich morgen auch und ein Geldautomat wäre auch schön. Ach ja mein Router ist auch auf 1.6GB runter.

Klingt nach einem vollen Programm morgen.

Dakar, 6 Riyadh > Riyadh

Heute gent es zum ersten mal für mich hinaus an die Rennstrecke und es soll ein langer Tag werden.

Um 7:30 hab ich meinen Kaffee und bereit für die Strecke.

Mein Camper Kollege ist auch schon bereit und es kann los gehen, zu erst zum Frühstück.

Dann geht’s hinaus in die Wüste. Weil Wüste langweilig ist, zeige ich nur Fotos mit Inhalt.

Gehen 11 Uhr 30 kündigt der Hubschrauber die Spitzengruppe bei den Autos an.

Hier bist du irgendwie mittendrin. So was wie Absperrungen und Mindestens Abstand gibt es hier nicht.

Etwa so klingt es, wenn ein Wagen vorbei fährt. Ganz hinten im Bild gibt es eine sau steile Düne, da fahren wir jetzt auch hin.

Irgendwie ist es schon was geiles, wenn die Wägen über den Hügel schießen.

Hier wohl die Besten zwei Bilder mit Sand als Bewegung.

Jetzt kommen auch die ersten LKWs. Natürlich Kamaz ist vorne.

So tönt ein Kamaz auf Drogen 😉

Eigentlich sind wir jetzt schon auf der Rückfahrt aus der Wüste raus und die leichten füllen den Reifendruck wieder von 1.7 auf 4.5bar.

Das Fahrzeug mit der 244 hat sich überschlagen und wir machen uns auf dem Weg zur Bergung. Die erste Anfahrt geht schief, weil die froschmänner das Gradformat verwenden und UE es nicht versteht.

Eigentlich sieht der Schaden erst vor Ort richtig Scheisse aus. Wir haben es noch versucht mit mir als Fahrer die Kiste rauszuziehen, aber nach 50m haben wir aufgegeben. Es wird langsam dunkel und damit Zeit aus der Wüste raus zufahren.

Wenigstens kann jetzt das Fahrgefühl in einem T1 Dakar Rally Wagen sehr gut beschreiben 😉

Zum Abendessen gibt es Huhn mit Reis. Nicht toll, aber nahrhaft.

So viel Wüste ist schon etwas anstrengend. Es Tolle ist die Dakar von 1m Entfernung zu hören, sehen und Fühlen.

Einmal in ein Auto zu sitzen und versuchen die Gänge rauszunehmen, die Gangschaltung ist wie im Motorrad, ist wohl ein Traum, der nur einmal im Leben wahr wird. Bei mir war heute der Tag.

Ich denke der Tag ist nicht weiter zu überbieten 😉

Dakar, 5 Riyadh > Riyadh

Heute Nacht hatten wir angenehme 10°C. Sobald die Sonne raus kommt wärmt es sich schnell auf. Ich heize auch meine Dusche auf 40°C und wasche endlich meine Haare.

Leider fällt mir wieder mein Badspiegel auf, da sind einige Schrauben am ausbrechen und ich fixe die Schrauben mit Panzertape.

Anschließend parke ich vor meinen Saudischen Freund im Camper mit dem Hilux. Blick aus der Küche.

Direkt an der Action

Da wir hier innerhalb der Uni sind, die nur für Dakar offen ist, ist auch das Bivouac recht offen.

Es gibt auch ein deutsches Eck. Wo gleich 4 oder 5 Teams zusammen stehen.

Mit Adolf mit der 711 unterhalte ich mich ausführlich. Sein Peugeot 504 hat ein paar Probleme und kann heute leider nicht starten. Er hat aber Teile an ein anderes Team gespendet. Sehr Sportlich!

Wo die 900 die Knochen aufgesammelt hat, kann ich nur vermuten  😉

Ich versuche auch die anderen Teams zu finden, aber ich verlaufe mich ständig.

Schließlich ende ich bei der Catering, wo ich meinen Jeminischen Transportchef treffe, der mich wieder mit Essen versorgt und den Chef der Kaffeemaschinen lerne ich auch kennen.

Der Abend klingt beim Lagerfeuer aus.

Auf dem Heimweg zu Rosali stolpere ich noch in das Catanische Team von meinen großartig verrückten Spanier Freund 😉

Ich unterhalte mich noch mit meinem lokalen Kamping Nachbar und mache mit ihm morgen um 8 Uhr ab.

Dakar, 4 Al Qaisumah > Riyahd

Nach einer frostigen, aber im Bett sehr angenehm Nacht bin ich um 7 Uhr wach und nach einem Kaffee abfahrbereit.

Nach etwa 80km gibt es für Rosali einen Tankstopp und auch was für mich.

15 Rials, mit Joghurt und Chia

Kurz vor halb 10Uhr erreiche ich erste Abzweigung und kurz danach ist die Lenkung schwerfällig, Rosali nicht schlecht Gas an und mein Reifenwächter piepst wie die sau.

Rechts ran und schauen…

…schaut net gut aus 😦 Rechts beide Reifen platt. Vorne pfeift die Luft nur so raus.

Himm, was tun? Ich rufe abwechselnd 996 Strassenservice und 999 Polizei an. Immer wenn ich ihnen mein Leid geklagt habe, heisst es Arabic? und es wird auf gelegt. – Nicht gut.

Nach einer halben Stunde habe ich tatsächlich jemand dran, der sich wenigstens die Mühe macht. Dank Whatsapp und send Position kann ich mein Problem erklären und um 11 ist auch ein Strassenfahrer vor Ort.

1km weiter ist tatsächlich eine Reifenwerkstatt.

Rosali steht mit gelüpften Bein da, aber die Gute Macht keine Pfütze 😉 Der Strassendienst verlangt fürs Reifen demontieren, transportieren und Montieren 200 Rial, was 47€ sind.

Um 13Uhr bin ich wieder auf der Strasse. Nach 60km mache ich Stopp und prüfe Luftdruck und ziehe alle Schrauben nach.

Es geht durch Wüste und ausser Dromedare ist nicht viel los.

Kurz nach Sonnenuntergang treffe ich in der Uni ein.

Ich bin kaputt, das Hilflose herum gestehe in einer Wüste nagt an der Substanz. Eigentlich wollte ich mir hier einen sehr guten Platz aussuchen, da wir 4 Tage hier bleiben, aber ich treffe nur meinen lokalen Kollegen mit seinem Hilux wieder, der mich auch ermuntert zu ihm zu kommen, aber ich ziehe es vor mich an einem Busparkplatz ganz hinten zu stellen. Da wollte ich morgen auch noch duschen. Dann kann ich immer noch nach vorne Fahren.