Heute heißt es Abschied nehmen von Armenien. Noch ein letzter Blick, ein letztes Foto.

Und ich bin an der Grenze. Die Grenze macht allerdings erst in gut eineinhalb Stunden auf. Also nutze ich Die Zeit und füttere Streuner mit meinem alten Brot. Setzte neue Batterien in den Reifendruck Wächter ein.

Staubsaugen und überprüfe Ölstand und Luftfilter.

Dann ist auch schon 9:45 und wir dürfen in den Grenzbereich einfahren. Der Armenier sammelt die Ökosteuer Formulare ein. Die Versicherung interessiert ihm nicht. Im Pass bekomme ich den Ausreisestempel und gut ist es.
Beim Georgier braucht es PCR Test, Covid Impfung, Führerschein und natürlich Pass und Fahrzeugschein, dann gibt es hier auch einen Stempel.
Bevor ich zur Versicherung fahre, fahre ich in den nächsten Ort und mir 480Gel. Damit kaufe ich gleich ein Brot und was kleines dazu für 2Gel. 3,60Gel sind etwa 1€.

Danach geht’s zur Versicherung, da nehme ich 14 Tage, bis zum 24 September für 30Gel.
Den ersten Platz was ich anfahre ist voll von Abfällen, aber ich sehe auch wieder Schildkröten, die ich in Armenien gar nicht gesehen habe.

Auf dem Weg zum zweiten Übernachtungspunkt möchte ich noch Wasserbunkern und halte bei einer Quelle an. Leider kommt da kein Wasser raus. Ich frage die Leute ob da Wasser wäre und während ich ihnen erkläre, dass ich das Wasser bunkern möchte, liegt auch schon eine kalte Flasche Borjomi Wasser im Cockpit. Ich bedanke mich noch ganz herzlich für die Gastfreundschaft 😉

Im nächsten Dorf finde ich dann doch eine Dorfquelle, die ein eigenes Bohrloch hat und fülle damit Rosali.

Der zweite Übernachtungsort gefällt mir auch nicht, bin ich etwa zu verwöhnt von dem einsamen Armenien?
Dann fällt mir von der Strasse aus ein riesiges Kreuz auf und ich entschließe mich spontan nach einem Weg hinauf zu suchen. Nach 15min bin ich auch oben, die Strasse könnte besser sein, aber dann wäre es auch zu voll hier oben. So genieße ich die Einsamkeit.
Da ich schon frisches Wasser an Board habe, schalte ich schnell die Heizung an. Das Frischwasser war doch sehr kalt beim einfüllen und ich habe die Heizung seit April wohl noch nicht angehabt. So kann ich Haare waschen und auch duschen.
Danach gibts einen herrlichen Sonnenuntergang
Zum Abendessen wollte ich eine Fischdose öffnen, aber das ist schief gegangen. Jetzt putze ich mehr, als ich essen.
Trotzdem ist der Ausblick hier wunderschön.
Ich schlafe momentan wie ein Murmeltier. Gehe früh ins Bett, gestern um 22Uhr und bin morgens immer noch müde.

Nachts kamen noch ein oder zwei Autos, die sich auch die Lichter anschauen wollen, was mich nicht gestört hat. Um halbzwölf war es absolut still.
Der Morgen bringt auch Neuigkeiten von der Deutschen Post. Nach genau drei Wochen, 21! Tagen, hat der Brief, mit meinem Pass und Iran Visum, es tatsächlich zum internationalen Logistikzentrale (Flughafen?) in Deutschland geschafft. Die Armenische Haypost, weiss nur noch nichts davon.
Ich freunde mich mit dem armenischen Kaffee an. Wenn man es richtig macht, schmeckt der Kaffee gar nicht schlecht. Ich nehme zwei Kaffeelöffel (je 2g) Kaffepulver, Zucker und 4/5 volle Kaffeekanne mit Wasser. Danach aufkochen lassen bis es langsam steigt – fertig!

Ich wasche alle Fenster von Rosali von aussen ab. Leider hab ich ein paar Büsche gestreift, die Kratzer gehen leider vom Abwaschen nicht weg, aber es sieht danach besser aus.
Kaum bin ich fertig und am zweiten Kaffee, da kommt ein Trupp von Elektriker mit Kranwagen heran. Aber sie geben wir Zeichen, dass ich nicht störe. Anscheinend ist ein LED Trafo defekt.
Von unten im Tal höre ich Motorengeräusche. Da ist auch die Rennstrecke nicht weit von mir.

Erkennen kann ich leider nichts.
Abends kommen noch ein paar deutsche Pfadfinder vorbei, die hier in Georgien ein Jahr arbeiten.
Sobald es Abend wird gehen die Lichter an.
Heute leuchtet das Kreuz auch in seiner vollen Pracht.
Die Nacht war für ein Samstag ganz gut, ich befürchtete schon massen an Partyleute hier oben.
Ich höre ein Moskito schwirren als ich gerade am Einschlafen bin und hole noch mein elektro Schläger heraus und schalte den Schläger scharf.
Ein Moskito und eine Motte hab ich am nächsten Morgen gefunden. Ich denke der elektro Schläger ist brauchbar 😉
Die Nacht war mit 20°C recht warm, dafür ist der Morgen auch bewölkt.

Tschüss schöner Parkplatz, ich komme wieder, wenn man dann noch darf.




























