Heute geht es locker auf etwa 960m hoch. Den Anstieg spürt man kaum, aber man sieht deutsch mehr Kamele, Esel und Ziegen an der Strasse laufen.
In einem kleinen Dorf, gibt es Futter für Rosali aus einem uralten, triefenden Dieselhahn und für mich Hähnchen mit Reis.
Bei uns würde die Feuerwehr den Boden metertief abtragen 😉
17 SAR mit Chai
Eine halbe Stunde später erreiche ich meinen Platz für heute Abend und mache es mir gemütlich.
Dornenstrauch
Die Nadeln sind etwa 4cm lang
Die Nacht war kalt, aber angenehm ruhig und ich musste keine Angst vor irgend einem Besuch haben.
Morgends hatte es hoch Nebel und gegen halb Achte hatte es 7°C. Ich bin erst um 10 Uhr aus dem warmen Bett gestiegen als eine Familie Esel vorbeiziehen.
Wir sind heute über einen kleinen Hügel gefahren mit sehr guter Strasse. Wenn ich wieder den Begriff Warlord höre, dann verbinde ich genau das damit. Häuser mit Helikopter Landeplatz und eigener Tankstelle. Dazu Hochsicherheitszufahrten mit Kameras, Wegsperrungen und vermutlich noch viel mehr was man von der Strasse nicht gesehen hat. Auch ist im Berg wohl auch ein paar Bunker für seine Armeefahrzeuge. Hier steht vor allem Amerikanische Artillerie herum.
An einer Tankstelle machen wir Stopp. Der Tankwart bekommt nur 42l rein, aber es kostet auch nur 595Dinar/l.
In einem kleinen Laden finde ich Datteln 450g für 750Dinar. Damit habe ich wohl mein Ziel erreicht. Ich wollte Datteln für unter 1€ das Kilo finden. Eigentlich dachte ich, ich find diese im Iran. Jetzt habe ich die Datteln im Irak gefunden. Weiter geht es durch einen kleinen Canyon.
Wir erreichen unser Tagesziel einen Parkplatz mit Lift und freuen uns schon. Wir gehen davon aus, das wir hier über Nacht stehen bleiben können und beschließen mit dem Lift hoch zufahren. Kostet 10.000Dinar, etwa 5,90€.
Es ist alles schön und gut, aber leider ist der Berg schon im Schatten und es ist sCHeisse kalt auf dem Berg und windig.
Zurück in der Talstation halte ich ausschau nach einem Restaurant, aber alles Geschlossen, also werfen wir unsere Reste zusammen und essen Brot mit Käse und Oliven. Da laufen zwei Wachleute vor bei und wollen wohl uns vertreiben.
Ich habe schon gar keine Lust mehr, vor allem im Dunkeln und mit Licht herum zu fahren. Zum Glück hat Berti, eine Baugrube nicht weit von hier gesehen, da versuchen wir unser Glück.
Am nächsten Morgen geht es gleich nach dem ersten Kaffee Richtung Erbil.