Mor Mattai Kloster

Heute geht es erst mal zum Tanken, Rosali hat Durst. Der Diesel kostet 35,5Cent/l. Ja, da freut sich der Schwabe. Eine Tankfüllung mit 63,35l für 22,50€ oder 38000Dinar. 😉

Ich bekomme sogar noch zwei Stück Wasser in Joghurtbechern mit auf dem Weg.

Die Strasse sind zum Teil richtig breit ausgebaut.

Die Landschaft ist schön. Die Berge sind leicht bewachsen.

Man sieht immer wieder getarnte Stützpunkte der Kurden.

Ich erreiche mein heutiges erstes Ziel. Lalish:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lalisch

Es Bedarf etwas Hartnäckigkeit die Wachen zu überzeugen, dass ich da hin darf, da es ein heiliges Tal mit Tempeln der Jesiden ist. Dafür Barfüssig. Ich gehe auf eine kleine Anhöhe um ein besseren Überblick zu haben.

Da werde ich auch schon von einem Arbeiter auf deutsch angesprochen und zum Essen mit Familien Anschluss eingeladen.

Gegesen wird mit einem Löffel und Fingern. Warum die Reste des Mahls einfach mit den leeren Dosen in einem Sack gestopft wird, werde ich wohl nie verstehen. Es gibt Tee und mir wird seine Familie vorgestellt. Alle leben seit 7 Jahren in einem Zelt als Flüchtling im eigenen Land. Nach abermals Tee gibt es noch einen Spaziergang zum heiligen Stein nach ganz oben zum Gruppenfoto. So viele schöne Frauen habe ich noch nie in meinem Leben auf einmal gesehen.

Es fällt mir schwer mich von der Familie zu trennen, am liebsten würde ich bei ihnen bleiben, bzw. die Familie im Kamp selber zu besuchen.

Weiter geht’s zu einem Strassenverkauf, hier werden Enten, Hüner und Tauben angeboten und verkauft. Unsere Grünen wissen vermutlich gar nicht mehr, wie man Federvieh hält.

An einem Fluss wollte ich noch einen Stop machen, die Fische sehen wirklich sehr lecker aus und kosten 10k, also etwa 6€ das Kilo.

Leider laufe ich auch in zwei Polizeikontrollen. Die Kontrollen benötigten immer etwa 20-30min extra. Ich glaube ich bin hier am westlichen Ende von Kurdistan. Mosul ist wohl nicht unter Kontrolle und es wird immer wieder von IS/ISIS/dash erzählt. Deshalb sind die Posten nicht besonders interessiert mich durch zu lassen.

Bei Sonnenuntergang erreiche ich auch mein Tagesziel das Hl. Matthias Kloster, erbaut 363 nach Christus. Das älteste Kloster der Welt.

Hier hat es auch zwei Wachen, nach ein paar Telefonaten darf ich erst mal stehenbleiben, als zwei Autos mit Pristern vorbei kommen und ich ihnen erkläre, dass ich vom Kloster Hl. Gabriel aus der Türkei komme. Gibt es kein halten. Das Tor geht auf, ich bekomme Speis und Getrank, sogar wird mir eine Unterkunft angeboten.

Gegen 21h verabschiede ich mich und gehe zu Rosali schlafen.

Für morgen hat sich noch ein Reisefreund aus Obwalden angekündigt, den es zu treffen gilt. Auch zeigt mein Internet an, dass etwas nicht stimmt. Ich sollte mal eine Aufladekarte kaufen oder noch besser gleich zum Internetladen gehen.

Die Nacht war super, ich habe wie im Himmel geschlafen. Bin ja auch recht nahe dran 😉

Ich mache kurz nach 6 Uhr ein paar Fotos.

Ich treffe den Erzbischof Mor Timothaeus Mosa Alshamany und er lädt mich zum Frühmahl ein.

Der heilige Mattai oder Matthias, nach dem das Kloster benannt wurde.

Gibts für mich Essen 😉

Danach schaue ich mir noch die Kirche an, dann verabschiede ich mich.

Ein letzter Blick von oben bei 2 Uhr liegt Mossul und auf 8 Uhr Erbil.

Mein erster Stop ist ein kleiner Laden, ich hoffe, wenn ich etwas Geld aufladen, dann geht mein iNet wieder.

Naja, erst mal verlangt er für 5000dinar Guthaben gleich 6500dinar, also 30% Aufschlag und zweitens ist er so hilfreich wie eine Warze am Arsch 😦 Nie einem Iraker was in die Hand geben, schlimmer wie Kleinkinder und borniert.

Heute ist viel Polizei auf der Straße, auch die Grenzposten sind besetzt.

Eine der Raffinerie?

Bevor ich heute zum Treffpunkt fahre, esse ich noch eine Kleinigkeit.

Kostet auch nur 1000dinar, 60cent