Heute geht es locker auf etwa 960m hoch. Den Anstieg spürt man kaum, aber man sieht deutsch mehr Kamele, Esel und Ziegen an der Strasse laufen.
In einem kleinen Dorf, gibt es Futter für Rosali aus einem uralten, triefenden Dieselhahn und für mich Hähnchen mit Reis.
Bei uns würde die Feuerwehr den Boden metertief abtragen 😉
17 SAR mit Chai
Eine halbe Stunde später erreiche ich meinen Platz für heute Abend und mache es mir gemütlich.
Dornenstrauch
Die Nadeln sind etwa 4cm lang
Die Nacht war kalt, aber angenehm ruhig und ich musste keine Angst vor irgend einem Besuch haben.
Morgends hatte es hoch Nebel und gegen halb Achte hatte es 7°C. Ich bin erst um 10 Uhr aus dem warmen Bett gestiegen als eine Familie Esel vorbeiziehen.
Heute ging es etwa 150km nach Norden. Bevor ich die Stadt verlasse, sehe ich noch eine Bank. Ich hab seit längerem einen zerrissene 10er und einen alten ungültigen 5er im Geldbeutel. Keine 4€, aber der Schwabe bückt sich auch für 1 Cent 😉
Ich hinein und zum Schalter, der gute man murmelt etwas von sich hin und flickt den 10er mit sechs Klebestreifen, aber gibt mir einen besseren 10er zurück. Leider täuscht er den 5er aber nicht. Ich gehe zum Chef und der spricht mit dem OberstenChef. Es gibt wohl nur ein paar grosse Banken, die das Geldwechseln, keine hier.
Und der Fehler (den alten Schein anzunehmen) sei ja mir passiert und betreffe nicht die Bank.
Bankchef
Naja, neben der Bank ist eine Bäckerei und ich kaufe mit dem alten 5er vier Brote und ein Käsehörnchen bekomme drei Rials zurück. Problem gelöst 😉
Wenn ich schon am einkaufen bin, gehe ich in den Laden neben an und kaufe ein paar Sachen ein.
Der Weg in den Norden wird immer leerer. Weniger Autos, dafür mehr Kamele.
Kurz vor 15 Uhr erreiche ich meinen Platz.
Ich will mich eigentlich hinter einem Rohbau verstecken, aber bevor ich ausrolle steht schon die Univorm neben mir und fragen nach Pass, bzw. Blättern in einem unsichtbaren Buch – es dauert eine Weile bis ich auf Pass komme 😉 Kein Wort Englisch. Ich sag etwas von Kaffee und Bauchvollschlagen, Polizei mein nicht ans Meer gehen, hier okay.
Was das jetzt genau bedeutet wird sich wohl später herausstellen. Ich genieße erst mal einen leckeren Kaffee mit Käsehörnchen.
Meine eigene Kaffeemischung
Danach gibts erst mal eine Strand besichtig zu Fuss. Es ist schön da. Schön wäre es auch mit Brandungsgeräusch einzuschlafen. Ich werde heute wohl abfahrbereit schlafen gehen, falls die Polizei Nachtschicht mich findet und vertreiben muss.
Heute ist sowieso der letzte Tag am Meer, ich möchte morgen Richtung al Ula in das Landesinnere fahren.
Die Nacht war classes, Meeresrauschen und kleinen kam fragen 😉
Nach einem guten Frühstück kamen dann doch noch ein Polizeiwagen, aber die Polizei wollte nur wissen, wieviele in Rosali sind.
Heute geht es 120km Richtung Norden. Umluj wurde mir von einem Saudi empfohlen. Wobei ich sagen muss bei allen Empfehlungen hatte ich bis jetzt Pech. Bevor ich die Stadt verlasse, fülle ich noch die Wasserflaschen mit kaltem Wasser auf und Rosali bekommt auch noch knapp 60l in den Tank.
Die Fahrt geht die übliche Fläche Wüste. Das einzigste sind die Kamele rechts oder zur Abwechslung links.
Nach 3 Stunden komme ich am Ziel an.
Ich hoffe ich darf innerhalb der Stadt am Wasser stehen.
Das Essen war nicht der Hammer. Das Fleisch recht hart und das Brot nicht frisch und warm.
Dafür gibt es auf dem Rückweg zu Rosali einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer.
Die Nacht war himmlisch ruhig bei 17°C und keiner hat gestört.
Morgends beim Kaffee höre ich deutsche Stimmen. Zwei Bayern von einer Flugzeugfirma kommen zum plaudern vorbei. Wir tauschen noch Infos zum tauchen aus.
Ich hab gerade meinen Kaffee fertig da kommt auch schon die heute etwas unfreundlich Polizei. Irgendetwas mit Karavan und nicht parken.
Egal, ich hatte eine sehr angenehm Nacht und mache mich auf dem Weg.
Eigentlich wollte ich schon den ganzen Sommer tauchen gehen. Aber es hat sie nie eine Gelegenheit aufgetan, die zu mir passte.
Hier in Yanbu liegt die SS Iona. Ein englisches Schiff, was von der U19 im 1.WK übernommen wurde und an die verbündeten Türken weiter gegeben wurde.
Ich habe bei 3 Tauchfirmen in Yanbu angefragt. Am meisten Mühe hat sich gleich von Anfang an http://bubblesgroup.com gemacht.
Hier fühlte ich mich von dem erste Kontakt bis zum Duschen nach dem Tauchen sehr wohl.
Ich habe mich am Freitag Abend mit den drei Jungs getroffen. Einer ist Boatmaster, Divemaster und einer Shopleiter.
Ich konnte vor dem Laden gut parken und wir sind die Ausrüstung durch gegangen. Ich habe natürlich keine Tauchlogs dabei, nur eine erste Hilfe Karte von 2013. Das reicht aber schon.
Was ich mir noch ausleihe ist ein 3 oder 4mm Anzug und 7kg Blei für den Gürtel. Normalerweise tauche ich daheim im Shorty und Süßwasser mit 3kg. 4kg nehme ich wegen dem 4mm Anzug, den ich unter dem Shorty trage und 3kg für das viele Salz im Roten Meer.
Am Morgen um 7 Uhr geht es los.
Nach einem Stopp bei der netten Küsten wache geht’s zum ersten Tauchgang.
Irgendwie vergesse ich meine Luft in fast 30m zu überprüfen. Beim Sicherheitstop auf 5m brauche ich die Reserve vom Tauchmaster. Jetzt weiss ich auch wie es sich anfühlt, wenn der letzte Sauerstoff ausgezogen wird 😉
Nach 45min Pause geht’s zum zweiten Tauchgang. Hier ist das Riff an dem die Iona zerschellt ist.
Der zweite Tauchgang war nicht so Tief, dafür natürlich etwas länger.
Es geht zurück zur Basis und Rosali.
Dort kann ich noch meine Ausrüstung abspülen lassen und selber ausgiebig Duschen.
Der ganze Spass hat mir 850SAR gekostet, was etwa 200€ sind. Nicht billig, aber dafür war ich der einzigste Taucher und hatte alle Annehmlichkeiten die man sich verstellen konnte. 😉
Heute geht es an die ganzen Industriewerke vorbei.
Ich suche mir einen Platz am Hafen und warte auf die Küstenwache, die auch sofort kommt.
Ich benutze die Küstenwache als meinen persönlichen Parkplatz sucher und einweiser. 😉
Ist immer wieder witzig mit de Küstenwache zu reden. Dies mal kann ich am Fischereimarkt übernachten. Kaum dort angekommen, werde ich von einem Fischverkäufer auch schon zum Essen eingeladen.
Sehr bunte Fische im Markt.
Ich bekomme auch meine Saudi Covid App zum laufen
Das Foto muss von der Einreise sein?
Es meldet sich auch ein Tauchshop. Evtl. kann ich am Samstag zur SS Iona tauchen 😉
Bei Sonnenuntergang mache ich mich auf dem Weg in die Innenstadt.
Ich komme an ein paar alten Hauser vorbei. Damals hatte Saudi noch einen Charakter, heute sieht es aus, als hätte man heruntergekommene Amivirtel in die Wüste verpflanzt.
Ich bin auf der Suche nach meinen Internet Provider.
Der Laden hat natürlich geschlossen. Also für immer! Lebara ist auch eher eine Krankheit als ein Provider.
Ich laufe ein paar Läden ab. Ein Saudi will mir für 345SAR, 50GB für 3 Monate aufschätzen, was über 80€ ist. Ich zeige ihm, dass es auch 15GB für 14 Tage gibt. Entweder ist der Saudi inkompetent oder will mir wirklich nur den teueren sCHeiss verkaufen?!?
Ich lasse den am Taschenrechner wild fuchtelten Saudi einfach stehen und kaufe beim Pakistani zwei mal 60SAR Guthaben.
Zur Feier, dass ich endlich nach 3 Tagen Guthaben kaufen konnte genehmige ich mir einen Kaffee – leider beim Saudi, der auch gleich 9 SARs dafür will. Ich frage 3 mal nach, aber er geht vom Preis nicht runter 😦
3 Ecken weiter laufe ich in einer Nebenstraße einer Nebenstraße an einem kleinen Bangladesch Restaurant vorbei. Essen frisch und sehr gut für 10SAR. Dazu gibts noch Wasser und Tee dazu. Was der Saudi für einen Kaffee will, dafür bekomme ich keine 60m weiter ein wohlschmeckendes Abendessen. Ich nehme noch zwei süße Stücke mit, die jedes 1 SAR kosten. Wahnsinnig der Preisunterschied.
Zurück bei Rosali gibts Tee und die zwei leckeren Süßspeisen 😉
Freitag ist recht viel am Markt los. Ich wache immer wieder aus, da Leute Fisch anbringen. Ich kann mich leider nicht aufraffen und verbringe den Morgen im Bett. Erst am Abend fahre ich zur Tauchfirma und treffe da meinen Tauch Master für morgen.
Ich kann vor dem Laden am Ende einer Strasse auch parken für die Nacht, so können wir früh am Morgen starten.
Heute ausgiebige bis 8 oder gar 9 geschlafen. Raus an die Dusche und Haare gewaschen. Das Wasser ist nicht gerade warm und der Wind im Schatten macht es auch nicht wärmer. So bin ich auf jeden Fall früh fertig. Zurück in Rosali gibts ein neues Tshirt und Kaffee 😉
Während ich gemütlich meinen Kaffee trinke schleicht sich eine Katze rein und macht es sich unter dem Fahrersitz bequem. Ich verscheuche den Kater.
Die Toilette leer ich auch noch und spüle den Inhalt noch mals aus.
Ja, der Kater liegt wieder unter dem Sitz mit einer Selbstverständlichkeit, als gehöre er hier hier. Kusch…
Eigentlich wollte ich nur ein kurzes Stück fahren, aber Economy City ist für mich nicht zugänglich. Der Wachfuzzy fragt mich doch tatsächlich ob ich noch ein zweites Fahrzeug hätte.
Klar meinte ich, in meiner Handtasche!
Naja, hat alles nicht viel gebracht, so fahre ich zu einem Ersatz Platz.
Die Strasse geht an einer schwer Industrie vorbei.
Bevor ich an den Strand fahre gehe ich noch für 20SAR Essen.
Für 4,70€ ganz okay
Kurz vor 16 Uhr erreiche ich mein Platz und freue mich.
Leider nicht lange genug…es kommt wieder die Küstenwache. Ich muss mich registrieren und 100m vom Wasser weg. Nicht toll – warum bin ich am Roten Meer wenn ich nicht am Meer schwimmen und tauchen kann?
Ich laufe zur Cost Guard Station, die mir 500m entfernt ist und will mir das Papier ausstellen lassen, aber dafür muss ich in die Stadt, dann zurück kommen und einen Stempel drauf!??? WAS???
Ich bin schon knapp dran mich zu verpissen, aber es wird bald dunkel. Also fahre ich in die Stadt und an der Stelle, die man mir markierte ist nicht. Nicht toll.
Auch weiss keiner wo eine Polizei posten in der Stadt ist. Ich eiere etwas mit Rosali herum und wo ich schon wieder zur Cost Guard zurück wollte, mit:“Es gibt kein Papier.“
Finde ich auch eine Polizeistation, es parken etwa 30 Polizeiautos davor. Einer in Zivil zeigt mir auch die richtige Cost Guard Station.
Ich parke vor der Cost Guard und werde herzlich begrüßt. Ich bekomme auch den Zettel ausgestellt.
Leider sind die aber trotzdem recht eng gefasst. Statt auf meinen Platz zurück zu dürfen muss ich nach Süden und 100m Abstand halten.
Naja was solls, ich fahre nach Süden ich habe da eine Strasse am Meer entlang gefunden. Aber kaum bin ich 5km gefahren ist eine rollende Disko hinter mir.
Ich stoppe, bleibe aber im Auto sitzen, sollen mal die Jungs kommen. Einer kommt tatsächlich nach 5min und fragt nach Papier. Die Tinte ist ja noch nicht mal trocken und ich gib ihm das Papier. 5min ist Ruhe und er kommt zurück. Nicht weiter nach Süden fahre….
Ich glaube er sieht in meinem Gesicht die vielen Fragezeichen und meint ich solle ihm folgen. Also fahren Rosali und ich mit der Polizei Eskorte zu unserem Platz für heute Nacht.
Ich habe langsam auch keine Lust mehr. 3h Rumgedüdel wegen einem Papier was 24h gültig ist und eigentlich auch nichts bringt.
Zeit fürs Bett.
Die Nacht war eigentlich super, kühl, ruhig. Naja, dass der Mond mich als Süchtigen natürlich wachhält, dafür kann ja keiner was.
Am Morgen gibt es einen kleinen Spaziergang. Der Boden ist Mischung aus Lehm und Kalk, recht schmierig, Stellen mit Sand und Salz was einen sehr guten Gripp hat.
Keine Ahnung, ist wohl auf einer Landzunge.
Das kleine ist meine Große;-)
Ich mache auch mal eine grobe Planung für die Rückfahrt in die Türkei.
Zum Frühstück gibt es zwei weiche Eier, Orangen und Kaffee. Gegen halb 12 fahre ich weiter. Heute liegen 100km vor mir nach Yanbu.
Nach dem es gestern nicht gut lief mit dem Stellplatz, versuche ich heute eine sichere Stelle anzufahren.
Aber befor es richtig losgeht, fülle ich an der Moschee meine Trinkwasserflaschen auf und lege den Schlauch auch zu Rosali. Die Trinkwasser Anzeige ist unter ein Viertel, d.h. ich kann über 120l bunkern. Bei der Durchfluss Geschwindigkeit des Wassers denke ich das wird nie voll. Als ich die Wasserflaschen, gefüllt, in Rosali stelle bin ich überrascht, dass die Anzeige schon bei Halber steht.
Eigentlich wollte ich jetzt das Wasserfüllen abbrechen, aber ich wollte schon seit langem mal das Cockpit feucht durch wischen. Es kommen auch noch ein paar Arbeiter an. Ein Ägypter will unbedingter im Gaskasten nach Deutschland fahren. Ich biete ihm den Beifahrersitz an und er schaut mich sehr verwundert an 😉
Als ich das zweite Wasser ausschüttet und die Lappen durch wasche steht auch der Wassertank auf 100%.
Nächster Stop Essen. Ich fahre auf gut Glück die nächste Tankstelle an. Immer da wo die Truck driver stehen, gibt es guten und günstiges Essen.
Schaf mit Brot
Das Wetter ist gut und es sind noch 7km zum Meer.
Am Meer angekommen, schau ich mich gleich mal um. Es gibt Dusche und Toiletten.
Zurück zu Rosali parkt ein Eiswagen direkt neben mir 😉
1,17 € recht teuer, aber dafür sehr nah
Den Sonnenuntergang schau ich mir vom Kampingstuhl aus an. Nicht schlecht 😉
Blick auf den Bootshafen
Um 20Uhr bin ich schon wieder müde. Ich hoffe heute Nacht keine Polizei zu sehen 😉
Tee und Datteln und ich ich rollen müde ins Bett.
Die Nacht ging so, ich bin mehr mals aufgewacht. Zweimal dachte ich wirklich draussen steht die Polizei, aber war nix. Irgendwann morgens um 4 hab ich dann angefangen im Internet zu surfen. Bin irgendwie bei Schwoißfuaß und Grachmusikoff gelandet. Muss wohl mit dem Vollmond zusammen hängen.
Rosali um 6Uhr40, auf der anderen Seite sehe ich noch den Mond untergehen.
Heute mache ich mich mal schlau, wie die Regeln in Deutschland sind wegen Reifen. Ich dachte falscher weise, dass pro Achse immer die selben Reifen drauf sein müssen. Aber unter Mischbereifung versteht der deutsche Gesetzgeber das mischen von Diagonal und Radial Reifen. Da es seit den 80er keine Diagonal Reifen mehr gibt kann man Fahren was man möchte. Die Reifen müssen nur den gleichen Querschnitt haben. Auch Winterreifen kann man locker mischen. Da ist Deutschland sehr liberal 😉
Rosali zieht etwas nach rechts und von der letzten Reifenreperatur sind noch 30g Auswuchtgewicht übrig geblieben 😦
Nachdem ich alle 5 Reifen gemessen habe, sieht es bei mir so aus.
Eigentlich ist das Profilbild noch okay. Mindestens 1,6mm müssen die Reifen noch haben. Ich könnte die rechte Seite tauschen lassen und die beiden Vorderreifen auswuchten.
Oder gleich zwei neue Vorderräder nehmen?
Wenn ich auf Nummer sicher gehen wollte, dann alle 4 Räder und das beste HL als Reserverad.
Gegen 18Uhr ist Sonnenuntergang und ich mach einen Spaziergang am Meer entlang.
Es gibt einen Doppelpack Asianudel Curry zum Abendessen und ich falle schon vor 20Uhr ins Bett.
Die Nacht war besser, aber um 4 Uhr war ich wieder wach. Vollmond?!!
Mein Internet Provider ist eine Krankheit.
Anstatt mir eine Warnung zu schicken, wird einfach das Guthaben verbraucht. Mist ich hatte genug Guthaben um wieder 10GB drauf zu laden. Lebara ist der größte Müll, den ich seit langem gesehen habe 😦
Ich bin am putzen und wollte immer schon mal in den Dieselschacht schauen. Anscheinend ist da auch die Tank Verjüngung verbaut, aber ich habe keine Stecksatz dafür und lasse es bleiben.
Ich bin am überlegen ob ich nicht durch Irak in die Türkei komme. Würde ein paar km und Fähre sparen.
Nach 17 Uhr mache ich einen Spaziergang:
Danach gibts wieder Doppelpack Nudelsuppe.
Nach kommt direkt wieder mein Nachtisch Mann angefahren.
Seinen persönlichen Eismann zuhaben – hat was 😉
Morgen geht es weiter:
Duschen, Toilette leeren, Wasserflaschen füllen und SimKarten aufladen.
Heute schließe ich mit der Dakar ab. Ich weiss schon gar nicht mehr, wie man ohne aufjaulenden Motoren und Mechaniker, die die ganze Nacht durch arbeiten, schlafen kann 😉
3500km Dakar in 2 Wochen reichen mir erst mals 😉
Bei der Ausfahrt leere ich noch meine Toilettekassete in die Klowägen.
Als nächstes fülle ich Rosali mit Diesel auf. Erstaunlicherweise gehen 75l rein, obwohl es gerade erst auf Reserve ging.
Der Magen könnte auch was vertragen und ich suche ein Restaurant.
So transportiert man sein Kamel
Es dauert etwas bis ich was gutes finde, es ist natürlich wieder ein Pakistanisches Restaurant, sau lecker und günstig.
Weiter geht’s zum Meer. Das rote Meer.
Kaum bin ich vor Ort, sehe ich schon wieder, das im Bad sich eine Schraube gelockert hat. Ich muss da mal in Ruhe alles anschauen.
Ich sitze gemütlich am Meer da kommt ein Inder und fragt mich ob ich „food sell“ – ich frage noch tatsächlich 3 mal nach ob ich das auch richtig verstanden habe. Der will von mir Essen kaufen – ich winke lachend ab, seine Frau im Schlepptau ist wohl sauer 😉
Ich schneide meine Fussnägel und es hupt hinter mir, mir egal auf Hupen reagiere ich höchsten mit einem Königlichen Winken und lächeln.
Da kommt schon ein Polizist in Uniform, ich darf hier nicht parken und auch nicht übernachten. sCHeisse!!!
Eigentlich hab ich keine Lust zu fahren und hab mich auf das Meer gefreut. Alleine Man und Meer – tja, daraus wird heute wohl nix. Der Strand ist aber zum übernachten in iOverlander markiert.
Ich fahre eine Stunde weiter und komme an ein schönes Ecke. Leider wimmelt es hier von Polizei und Sicherheitsdienst. Ich komme zwar an der ersten Schranke durch aber hier ist ein abgeriegelten Wohngebiet. Sieht nach Disneyland aus.
Ich finde einen Parkplatz und stelle mich einfach drauf und erkundige zu Fuß die Nachbarschaft.
Der Parkplatz gehört wohl zum Hotel. Da das Tor zur Strasse kann nicht verschlossen werden, also das ist schon mal gut. Raus komme ich wieder.
Erstaunlicherweise sehen die Raben schwarz aus. Im Balkan gibt es viele Graukörper Raben
Rechts darf ich nicht weiter gehen und links ist eine spezielle Zone. Sind wohl stinkreiche Saudis hier. Ich finde einen Weg zum Meer und genieße hier den Sonnenuntergang. Keine Ahnung ob ich später noch Probleme bekomme, ich hoffe es nicht 😉
Es kommt wie es kommen muss. Gegen 22Uhr ruft einer draußen, ich ziehe mich an und öffne die Tür. Wächter vom Hotel, das hab ich mir schon fast gedacht. Ausser mir steht keiner auf dem Parkplatz, da falle ich schon auf. Paar Wörter auf englisch, sein Job ist es hier zu wachen, aber ich kann hier parken.
Gut! Zurück ins Bett und irgendwann eingeschlafen. Kurz vor 1 Uhr morgens wieder Stimmen. Ich wieder am anziehen und sehr Schlaf trinken mach die Tür auf. Dies mal stehen zwei andere und mein sehr verdatterter Wächter draußen. Anscheinend hab ich hier den Scherheitschef vor mir. Was ich hier wolle…. alles gerede taugt nix, Polizei kommt auch schon angefahren und ich muss etwa 2km raus fahren. Warum kann ich nur vermuten. Es stehen aber keine Schilder zum Hinweis oder zum Verbot.
Für mich natürlich nervig, aber sowas kann vorkommen, wenn man neue Plätze anfährt, die noch keiner Beschrieben haben.
Heute geht es erst mal Wasser aufnehmen und zu einen hoffentlich geruhsameren Platz.
Heute morgen geht es früh raus. Letzter Tag, aber viel Zum Fahren.
Es geht am Gebirge hoch. Die Strasse ist ab und an sehr gut ausgebaut.
Zum Teil ist die Strasse Grotten schlecht und man fährt auf der Gegenüberliegenden Seite.
Ich fahre und sehe einen Esel – kleinen Esel – sehr kleinen Esel – auch beim näher kommen bleibt der Esel störrisch auf der Fahrbahn.
Erst seine Muter bringt ihn dazu mir Platz zumachen. Ich denke das störrische ist bei den Eseln schon angeboren. Ich erinnere mich an den unbeleuteten Tunnel im Irak, wo ein Esel drinen stand 8-()
Mein Badezimmerschrank hat es schon wieder aufgerüttelt. Diesel packe ich doppel Seitigesklebeband darunter und dann die Schrauben rein. Hoffen und mal schaun.
Ein Kollege meldet einen schweren Unfall: ‚one finished, other very critical transferred to hospital‘
Bevor ich ins Stadion fahre gibt es noch was zum Essen für 21,4 SAR, es genau 5€ sind.
Am Station angekommen sehe ich nur Presse.
Die Autos stehen an der F1 Strecke am Hafen.
Dort gibt es auch Duschen. Danach Tee mit dem Gebäck was ich geschenkt bekommen habe. Mein Wüstenfuchsschweif ist jetzt auch zum ersten mal an der frischen Luft.