Dakar, 12 Bisha > Jeddah

Heute morgen geht es früh raus. Letzter Tag, aber viel Zum Fahren.

Es geht am Gebirge hoch. Die Strasse ist ab und an sehr gut ausgebaut.

Zum Teil ist die Strasse Grotten schlecht und man fährt auf der Gegenüberliegenden Seite.

Ich fahre und sehe einen Esel – kleinen Esel – sehr kleinen Esel – auch beim näher kommen bleibt der Esel störrisch auf der Fahrbahn.

Erst seine Muter bringt ihn dazu mir Platz zumachen. Ich denke das störrische ist bei den Eseln schon angeboren. Ich erinnere mich an den unbeleuteten Tunnel im Irak, wo ein Esel drinen stand 8-()

Mein Badezimmerschrank hat es schon wieder aufgerüttelt. Diesel packe ich doppel Seitigesklebeband darunter und dann die Schrauben rein. Hoffen und mal schaun.

Ein Kollege meldet einen schweren Unfall: ‚one finished, other very critical transferred to hospital‘

Bevor ich ins Stadion fahre gibt es noch was zum Essen für 21,4 SAR, es genau 5€ sind.

Am Station angekommen sehe ich nur Presse.

Die Autos stehen an der F1 Strecke am Hafen.

Dort gibt es auch Duschen. Danach Tee mit dem Gebäck was ich geschenkt bekommen habe. Mein Wüstenfuchsschweif ist jetzt auch zum ersten mal an der frischen Luft.

Dakar, 11 Bisha > Bisha

Heute ist wieder ein gemütlicher Tag für mich.

Rosali hat ihren Aufkleber bekommen 😉

Sonnenuntergang ist immer etwas Spektakuläres in der Wüste.

Morgen geht’s zur letzten Etappe. Ziel ist Sport City. Es sind aber noch mals gute 540km. Dafür geht es heute früher ins Bett 😉

Dakar, 10 Wadi Ad Dawasir > Bisha

Nachdem Gestrigen Tag voller nichts tun, bin ich heute um 5 Uhr wach und fühle mich wieder richtig fit.

Wir Brechen um 8 Uhr auf.

Leider werfen die Spanier vom Guard Civil mit der 911 Müll aus dem Fenter 😦 kleine Schweine!!!

Ortsdurchfahren und schräge Ladung

Dromedare sind für alle ein Blickfang. Unterwegs fülle ich an einem Wasserkühler sechs meiner Wasserflaschen wieder auf.

Mittlerweile kennt man sich schon auf der Strasse, ich werde beim überholen von manchen Fahrern, nicht nur vom deutschen Lager aus angehupt.

Bevor ich zum Bivouac fahre, tanke ich noch mals voll und esse was im Pakistanischen Restaurant für 12 SAR was 2,79€ sind.

Dazu gibt es 2 Brote und kein Besteck.

Das Bivouac ist am weissen Berg.

Manche Teams hatten Pech … das Katalanische Team ist noch komplett.

Mein verrückter spanischer Teamchef kommt auch gleich angerannt und begrüßt mich 😉

Sonnenuntergang am Gate. Da ich mehr oder weniger der einzigste ständige Gast bin haben sie mir heute eine Gästekarte fürs Bivouac gegeben. Also die Karte ist für Rosali nicht für mich.

Ich suche natürlich zuerst wieder die deutschen Fahrer auf.

Von Adolf höre ich, dass tatsächlich Nasser vor bei kam und ein Bauteil mitbrachte für umsonst. Das gleiche Bauteil aus der Schweiz ein Tag später über 500.

Auch bei 829 liegt Mirco wieder unterm Auto, heute ist es die Hinterachse.

Ich vergnüge mich daweil mit etwas leichteren Muse und genieße die großzügige Gastfreundschaft.

Dakar, 8 Al Dawadimi > Wadi Ad Dawasir

Gestern fiel mir noch auf, das die heutige Strecke 700km lang ist. Mein Nachbar hat mich auch noch gebeten 5m vor zufahren, damit er mit seinem Laster vorwärts um 5 Uhr kaus kommt.

Ich wache früh auf und bin um 7 Uhr abfahrbereit.

Die Strecke zieht sich in die Länge. Heute ist der erste Tag, an dem ich die gleiche Route fahre, wie der Rest des Zirkus.

Leider fällt Team Audi sehr negativ auf, 3 Audis, ein WoMo und wieder ein Audi überholen mich. Gegenverkehr kommt mit Lichthuppe. Die Audis scheren ein nur das WoMo bleibt auf der Gegenfahrbahn, zum Glück weicht der entgegenkommende Pickup in den Sand aus. Sonst würde Rosali sicherlich ein paar Trümmer Teile abbekommen. Wenn der Idiot sich schon umbringen will, dann soll er es gefälligst in der Wüste machen und sonst keinen gefährden 😦

Gegen Mittag gibt es den zweiten Tankstopp und für mich auch was zum Essen für 21 Rials und was zum Aufladen meines iNet.

Es weht ein leichter Sandwind über die Strasse.

Kurz vor 17Uhr komme ich in die Nähe des Bivouac.

Matthieu Liebaert mit der 114 sehe ich im Seitenspiegel am überholen und Winke ihm zu und gebe ihm den Daumen. Er schert vor mir ein und grüßt mich mit gestreckten rechten Bein zurück.

Solche kleinen Gesten machen die Strapazen für die lange Fahrt auf einen Schlag weg 😉

Ich parke Rosali etwas außerhalb, so kann ich in Ruhe die Aussendusche benutzten.

Ich schau mir noch die Nachbarschaft kurz an, aber es wird dunkel, ich will duschen und bin hundemüde.

Zwei Chai und ich bin schon fast am schlafen.

Dakar, 7 Riyadh > Al Dawadimi

Irgendwie konnte ich heute Nacht schlecht schlafen. Ich war schon kurz nach 6 wach.

Nach Kaffee ist um 7 Uhr 30 Abfahrt.

Kurz vor 9 gibt es einen Tankstopp, ich lass noch mal Rials aus dem Automaten, was gar nicht so einfach ist, wenn man die Sprache nicht umstellen kann und ich bestelle Leber zum Frühstück.

15 Rials mit Brot und Chi

Baustelle und Unfall. Hier kracht es am laufenden Band.

Das sind die Rüttel Strecken Warnungen. Die mein halbes Bad zerlegen. 😉

Die Landschaft ist heute mehr staubige Steinwüste mit Dromedaren.

Ich kreuze auch drei mal die Rally Strecke, da sieht man Auto und ganz ganz viel Staub.

Die Einfahrt zum Bivouac

Es gibt mittlerweile sehr viele Löcher. Der Grund dürfte wohl die Unfälle sein.

Auch die Mopeds werden weniger.

Als ich ins Bivouac laufe kommt mir ein Moped entgegen und seltsames Englisch frägt mich ‚where refulling‘, ich zeige nach links. Als er mit Vollgas und in Schlangenlinien davon stürmt, fällt mir auf, das war gerade die 52 mit Matthias Walkner drauf 😉

Team verrückte Katalanen sind noch vollständig beim Franzosen sehe ich den Porsche und den Käfer in Arbeit.

Ich sehe den 504 Coupé vom Franzosen als Teile Spender. Es ist heute auch das Ende.

Und tatsächlich, der tot geglaubte 711 vom Adolf ist am Start. Bzw. gerade ins Ziel gekommen und erster Weg ist wie bei vielen das Stille Örtle. Danach kann ich mich mit Adolf und seine Mechaniker unterhalten.

Laut Adolf, hat er auch nie daran gezweifelt, dass er nicht weiter machen kann 😉

Das deutsche Lager steht wieder zusammen, die Mercedes sind okay nur der Toyota hat seine Achse vor sich abgelegt und es wird dunkel. Aber das deutsche Lager hilft sich gegenseitig aus mit Strom für Licht.

Team Ruppert auf 821 lässt sich auch von der Nacht nicht beeindrucken und arbeitet weiter.

Ich lasse den Abend am Lagerfeuer ausklingen, bevor ich zu Rosali zurück kehre.

Dakar, Riyadh Ruhetag

Heute Morgen helfe ich meinen Nachbarn das kaputte Auto zu verladen und wir basteln ein Provisorium als Rücklicht.

Die Lichter stammen vom Hilux. Wir haben mit meinem Messgerät alles durch gemessen. Weil der Zugwagen ein Ami ist und andere Verkablung hat. Vermutlich ist das Bremslicht Relais gesteuert, das beste was wir basteln konnten. Zum Schluss wurde es rot lackiert und fertig.

Bei uns würde der Anhänger vermutlich aus dem Verkehr gezogen werden, aber hier ist es wohl okay bis nach UE heim.

Die 3 Mechaniker fliegen heute auch heim. Ich hab noch versucht an ein Armband zu kommen, aber Zeit gleich, kam mein Jeminischer Transportchef auf die wenig gute Idee Rosali von einem seiner Fahrer ins Bivouac rein fahren zu lassen.

Also manchmal denke ich, der eine oder andere hat schon etwas zu viel Sonne abbekommen 😉

Das einzigste was ich heute gemacht habe ist meine Wasserflaschen durch die Grosse 20l Kanister aufzufüllen.

Gestern war aber auch ein langer Tag und morgen geht es 344km Richtung Osten zum neuen Lager. Tanken sollte ich morgen auch und ein Geldautomat wäre auch schön. Ach ja mein Router ist auch auf 1.6GB runter.

Klingt nach einem vollen Programm morgen.

Dakar, 6 Riyadh > Riyadh

Heute gent es zum ersten mal für mich hinaus an die Rennstrecke und es soll ein langer Tag werden.

Um 7:30 hab ich meinen Kaffee und bereit für die Strecke.

Mein Camper Kollege ist auch schon bereit und es kann los gehen, zu erst zum Frühstück.

Dann geht’s hinaus in die Wüste. Weil Wüste langweilig ist, zeige ich nur Fotos mit Inhalt.

Gehen 11 Uhr 30 kündigt der Hubschrauber die Spitzengruppe bei den Autos an.

Hier bist du irgendwie mittendrin. So was wie Absperrungen und Mindestens Abstand gibt es hier nicht.

Etwa so klingt es, wenn ein Wagen vorbei fährt. Ganz hinten im Bild gibt es eine sau steile Düne, da fahren wir jetzt auch hin.

Irgendwie ist es schon was geiles, wenn die Wägen über den Hügel schießen.

Hier wohl die Besten zwei Bilder mit Sand als Bewegung.

Jetzt kommen auch die ersten LKWs. Natürlich Kamaz ist vorne.

So tönt ein Kamaz auf Drogen 😉

Eigentlich sind wir jetzt schon auf der Rückfahrt aus der Wüste raus und die leichten füllen den Reifendruck wieder von 1.7 auf 4.5bar.

Das Fahrzeug mit der 244 hat sich überschlagen und wir machen uns auf dem Weg zur Bergung. Die erste Anfahrt geht schief, weil die froschmänner das Gradformat verwenden und UE es nicht versteht.

Eigentlich sieht der Schaden erst vor Ort richtig Scheisse aus. Wir haben es noch versucht mit mir als Fahrer die Kiste rauszuziehen, aber nach 50m haben wir aufgegeben. Es wird langsam dunkel und damit Zeit aus der Wüste raus zufahren.

Wenigstens kann jetzt das Fahrgefühl in einem T1 Dakar Rally Wagen sehr gut beschreiben 😉

Zum Abendessen gibt es Huhn mit Reis. Nicht toll, aber nahrhaft.

So viel Wüste ist schon etwas anstrengend. Es Tolle ist die Dakar von 1m Entfernung zu hören, sehen und Fühlen.

Einmal in ein Auto zu sitzen und versuchen die Gänge rauszunehmen, die Gangschaltung ist wie im Motorrad, ist wohl ein Traum, der nur einmal im Leben wahr wird. Bei mir war heute der Tag.

Ich denke der Tag ist nicht weiter zu überbieten 😉

Dakar, 5 Riyadh > Riyadh

Heute Nacht hatten wir angenehme 10°C. Sobald die Sonne raus kommt wärmt es sich schnell auf. Ich heize auch meine Dusche auf 40°C und wasche endlich meine Haare.

Leider fällt mir wieder mein Badspiegel auf, da sind einige Schrauben am ausbrechen und ich fixe die Schrauben mit Panzertape.

Anschließend parke ich vor meinen Saudischen Freund im Camper mit dem Hilux. Blick aus der Küche.

Direkt an der Action

Da wir hier innerhalb der Uni sind, die nur für Dakar offen ist, ist auch das Bivouac recht offen.

Es gibt auch ein deutsches Eck. Wo gleich 4 oder 5 Teams zusammen stehen.

Mit Adolf mit der 711 unterhalte ich mich ausführlich. Sein Peugeot 504 hat ein paar Probleme und kann heute leider nicht starten. Er hat aber Teile an ein anderes Team gespendet. Sehr Sportlich!

Wo die 900 die Knochen aufgesammelt hat, kann ich nur vermuten  😉

Ich versuche auch die anderen Teams zu finden, aber ich verlaufe mich ständig.

Schließlich ende ich bei der Catering, wo ich meinen Jeminischen Transportchef treffe, der mich wieder mit Essen versorgt und den Chef der Kaffeemaschinen lerne ich auch kennen.

Der Abend klingt beim Lagerfeuer aus.

Auf dem Heimweg zu Rosali stolpere ich noch in das Catanische Team von meinen großartig verrückten Spanier Freund 😉

Ich unterhalte mich noch mit meinem lokalen Kamping Nachbar und mache mit ihm morgen um 8 Uhr ab.

Dakar, 3 Al Qaisumah > Al Qaisumah

Die Nacht war super. Der Wind ist weg und es fühlt sich nicht so kalt an. Oder die warme Suppe gestern hat meinen Körper gewärmt.

Gegen 9 Uhr schau ich auch mal raus.

Aber ich verbringe die meiste Zeit am nach lesen und surfen. Innen hat es über 24°C und es fühlt sich gut an. Um 15Uhr gehe ich dann doch zum Eingang, da jetzt die ersten Fahrzeuge zurück kommen.

Ich treffe auch meinen verrückten Spanier wieder, der mich ins Fahrerlager schleppt.

Ich treffe auch Frank wieder aus Hechingen. Hier wird gerade neu geschweißt.

Der Buggy von den beiden sehr netten Franzosen.

Mein verrückter Spanier ist Teamchef von den Katalanen mit zwei Land Rover, Unimok und LKW. Upps 😉

Helikopter beim Landen.

Der Porsche ist auch ein Nachbau und nicht vom Museum.

Langsam geht die Sonne unter und es hat einen wunderschönen Himmel.

LKW hat natürlich 3 Schaufeln, damit jeder mit Schaufeln kann 😉

Beim Ruppert Team bin ich hängen geblieben und mit Sohn und Mechaniker mich unterhalten. Frank aus Hechingen kam auch dazu. Die Support Transe hat eine kaputte Kupplung. Hier wurde die Glocke angebohrt und per Schlauch mit Cola versorgt. – Hoffe das hebt bis Jeddah ?!?

Die Abendstimmung ist umwerfend.

Das Fernsehen ist auch da und sehr nett 😉

Ich muss sowieso sagen, die Gäste werden hier wie die Könige behandelt. Auch Fahrer, Teams und Mechaniker sind alle sehr gesprächig und offen.

Ich werde auch wieder zum Essen eingeladen von meinen Sicherheitskräften, bekomme sogar eine Kaffeekanne in Miniatur geschenkt.

Beim raus gehen sehe ich einen Wagen im Schlepptau. Der gleiche Wagen hat mich gestern noch überholt. Ich hoffe er kann wieder flott gemacht werden.

Ich gehe noch bei meinen Saudi Camping Kollegen vorbei. Ich dachte erst, die sind Zuschauer, aber einer fährt im Hilux mit 😉

Morgen fahren wir Riad, das sind auch noch mal 500km.

Dakar, 1b Hail > Hail

Heute morgen weckt mich das Krachen von Motoren. Die Rennleitung schickt schon die ersten Motorräder und Quad auf die Strecke. Es ist 3Uhr. Dunkel und kalt, ich dreh mich noch mals um – so ein warmes Bett ist schon schön 😉

Mein Weihnachtsgeschenk für 255 SAR was fast 60€ sind.

Rosali bekommt für ihre Tapferkeit, 1 platter Reifen im Iran, 1 mal festgefahren im Sand von Oman und 2x ohne Diesel im KSA, auch ein Abzeichen.

Mein Router hat die Daten aufgebraucht. Die 10GB sind leider nur 5GB und 5GB soziale Medien. Leider funktioniert die Aufladung mit Kreditkarte nicht.

Wenn ich schon dabei bin, wird noch gestaubsaugt und mein Reifendruckwächter bekommt wieder gescheite Batterien. Die China scheisse taugt halt nix.

Das Wetter ist klasse.

Nach dem Kaffee gehe ich mit Stuhl und Wasser bewaffnet zum Eingang. Hier trifft sich immer alles.

Es wird langsam dunkel und die letzten Fahrzeuge sind immer noch nicht im Ziel.

Und wieder ein Wagen im Schlepptau.

Es ist kalt und ich mache mich auf dem Weg zu Rosali.