Ich fahre nach 9 Uhr raus in die Wüste Lut. Ich habe genügend Wasser und Essen dabei. Ich habe keine Ahnung was mich erwartet, aber ich bin bestens vorbereitet. Extra dafür habe ich Wüstenbleche und Abschleppseile eingeladen. Ich habe auch genaue Wegmarkierungen, die ich nicht verlassen werde. Außerdem werde ich kein Risiko eingehen. Rosali ist nicht für die Wüste gebaut und ich werde auf Rosali genau so acht geben, wie Rosali auf mich acht gibt.
An der ersten guten Möglichkeit halte ich an und lasse mein Brauchwasser ab. Jetzt sollte ich etwa 60-70kg leichter sein.
Hier in der Wüste gibt es nicht sehr viel Verkehr, alles was mir entgegen kommt gibt Lichthupe. Ich denke das ist freundlich gemeint.

Ich lese ab und zu von Fata Morgana. Gehören drei Dromedare auch dazu?
Ich komme an die Abzweigung, ab hier gibt es Piste.
Ich fahre etwa 2-3km den Weg entlang. Der Wind kommt von hinten und wirbelt den Staub auf, dass die Sicht praktisch Null ist. Die Windschutzscheibe sammelt den feinen Sand auf zu vor unsichtbaren Schlieren.
Ich erreiche die Stelle, aber parke Rosali etwa 250m davor auf einem höheren Punkt. Der Wind weht zwar, aber so hab ich einen guten Startplatz zum abfahren.
Ich freue mich schon ewig auf eine gute Dusche. Hier ist niemand, also kann ich in Ruhe Duschen. Ich richte alles hin und Wärme auch das Wasser auf 40°C auf-heute Nacht hatte es um die 15°C-andere halten mich wohl für verrückt in der Wüste das Wasser aufzuheizen 😉
Die Haare sind in Rekordzeit wieder trocken. Luftfeuchtigkeit von 20%, Wind und Sonnenschein helfen 😉
Jetzt hab ich endlich mal Zeit mich um ein paar Dinge in Rosali zu kümmer. In Shahdad hatte ich ständig kleine Kinder herum die, ‚Helo‘ und ’noEnglich‘ gebrüllt haben. Es geht einem mit der Zeit auf dem Sack und von mir bekommen die Kinder nicht geschenkt.
Ich fülle etwas Frostschutzmittel in den Scheibenwischerbehälter. Es ist wohl eine Mischung, die auch noch für eine klare Scheibe sorgt. Ölstand ist unverändert bei Halb.
Ich schau mir auch noch alle Birnen hinten rechts an. Wenn ich den Rückwärtsgang einlege kommt kein Licht hinten und damit auch kein Bild der Rückfahrkamera. Die muss ich bei Bedarf manuell aktivieren.

Ich messe die Glühbirne durch 0,6 Ohm, alles okay, daran kanns nicht liegen.
In Rosali Fülle ich noch einen 6l Kanister in vier 1,5l Flaschen um.
Auch sortiere ich alle Früchte, die ich noch von Maryam’s Vater geschenkt bekommen habe. Die ganz reifen esse ich gleich.

Es gibt immer wieder richtige Sandstürme. Da bekomme ich ab und zu auch Sand in die Augen.
Gegen halb 2 ist die Höchsttemperatur von 31,2°C überschritten. Ich mache mir noch zwei weiche Eier und esse das frische Brot von heute Morgen dazu. Sehr gut 😉
Gegen 16 Uhr 30 ist Sonnenuntergang. Ich hoffe heute kommt kein Besuch mehr in die Wüste.

Ich bin mal gespannt, ob ich heute Nacht ein paar Sterne sehen kann. Der Himmel ist ohne Wolken nur Sand hat es viel in der Luft vom Wind.
Ich esse noch je zwei Scheiben von jeder Wurst und zwei eingelegte Gurken dazu. Bei der zweiten Tasse Tee mit den feinen Datteln dazu fallen mir schon die Augen zu. Zeit fürs Bettle 😉
Um 5 Uhr wache ich schon auf, eigentlich wollte ich noch ein Foto vom Sternenhimmel machen, das geht leider überhaupt nicht.

Dafür gibt ein Bild der morgen Dämmerung.
Um 8 Uhr 30 komme ich auch aus dem Bett.
Es gibt Frühstück mit zwei weichen Eier und Obst. Dann gibts einen ausgedehnten Spaziergang durch die Wüste, so lerne ich meine Umgebung näher kennen.
Es gibt sehr verschiedene Untergründe, manche Stellen sind hart, bei manche liegt eine hauchdünne harte Schicht über sehr feinen und tiefen Sand.
In der Nähe ist wohl eine Feierstelle. Es sind mehrere Palmen im Sand verbuddelt worden und es gibt auch einige Feuerstellen.
Spuren im Sand. Gestern nach Sonnenuntergang kam noch ein Vogel zu mir. Vermutlich hat der Vogel gedacht ich bin ein Baum und lief unter meinem Stuhl. Heute sehe ich auch Spuren einer Katze?

Ich im Wüstenlook mit Kopftuch.

Ich habe ständig das Gefühl einen trockenen Mund zuhaben. Liegt wohl an der niedrigen Luftfeuchtigkeit von 20%. Dafür genieße ich meine Früchte von Miryams Vaters Garten.

Ich mache wieder einen Spaziergang durch die Wüste.
Die Sonne ist sehr schnell am untergehen. Auch verändert sich die Wüste sehr schnell von hell in Dunkel. Wenn man nicht aufpasst läuft man 10m an seinem Auto dran vorbei. Weil man gerade in einer Senke läuft und das Auto von der Düne bedeckt wird.
Ich komme auch gerade bei Sonnenuntergang zurück zu Rosali.







17:24 Uhr
Nachts nach 2 Uhr wache ich kurz auf und versuche noch den Sternenhimmel zu Photographen, was mir nur so halb gelingt.
Um 6 Uhr 30 ist auch schon wieder Sonnenaufgang. In der Wüste ist das etwas ganz spezielles – wenigstens für mich 😉
Um 10 Uhr habe ich gefrühstückt und bin affair bereit. Den weißen Sack habe ich gefunden und mit Abfall gefüllt den ich beim Spaziergang gesehen habe oder den der Wind vorbei geblasen hat.
Nach zwei Tagen Wüste geht es für mich wieder zurück. Ich habe viel gelernt. Trotzdem habe ich noch sehr großen Respekt vor der Wüste.


































































































